Saar-Hunsrücksteig Etappe 23: Von Morshausen nach Oppenhausen

Traumschleife Ehrbachklamm 3

Am 06.07.2015 nahm ich dann auch die Etappe 23 des Saar-Hunsrück-Steigs, die 3. Verlängerungsetappe von Morshausen nach Oppenhausen in Angriff (Offenlegung s. u.). Geschlafen habe ich sehr gut in meiner Unterkunft in Morshausen (mein Bericht zum Gasthaus Schmitt), nur viel zu kurz, die Nacht war lang. Und der Tag davor mit der Wanderung von der Schmausemühle nach Morshausen über die Traumschleifen Baybachtal und Murscher Eselsche durchaus anstrengend.

Doch heute sollte etwas anders sein. Anders als die letzten beiden Tage bin ich nicht mehr alleine unterwegs, sondern bleibe bei dem am Vorabend gemeinsam getroffenen Beschluss, dass meine neuen Freunde, ich im Gasthaus Schmitt kennenlernte, gemeinsam starten. Wir wollen schauen, ob unser Wandertempo kompatibel ist, wenn nicht, so vereinbaren wir, trennen sich unsere Wege halt wieder.

Ein kurzes Stück geht es ab Morshausen an der Strasse entlang, dann rechts und es geht gleich in ein kleines Wäldchen. Noch ist es nicht sehr heiß, trotzdem verspricht auch diese neue Etappe des Saar-Hunsrück-Steigs, wieder interessant zu werden.

Mit einem kleinen Wegchen durch ein Wäldchen kann man schön verniedlichend schreiben - auf dem Saar-Hunsrück-Steig kurz nach Morshausen

Mit einem kleinen Wegchen durch ein Wäldchen kann man schön verniedlichend schreiben

Schnell kommen wir dann wieder raus aus dem Wäldchen und gehen über eine Wiese, auch hier mit vorbildlicher Beschilderung dieser Verlängerungsetappe des Saar-Hunsrück-Steigs.

Beschilderung des Saar-Hunsrück-Steigs, kurz nach Morshausen

Beschilderung des Saar-Hunsrück-Steigs, kurz nach Morshausen

dann weiter am Hang entlang. Die Burg Ehrenburg, über die uns unsere heutige Etappe führen soll, sehen wir bald auf unserer rechten Seite. Blöderweise mit einem Tal dazwischen, so dass uns schnell klar wird, dass es ab- und aufwärts gehen wird.

Blick zur Ehrenburg auf dem Saar-Hunsrück.Steig kurz nach Morshausen

Blick zur Ehrenburg

Ist ja doch durchaus ein Stück, wie Du hier unschwer erahnen kannst.

Kurz nach diesem Ausblick geht es wechselnd breite Waldwege bergab,

Waldweg am Saar-Hunsrück-Steig auf der Etappe 23 von Morshausen nach Oppenhausen

Waldweg am Saar-Hunsrück-Steig

Waldweg am Saar-Hunsrück-Steig auf der Etappe 23 von Morshausen nach Oppenhausen

Waldweg am Saar-Hunsrück-Steig Teil 2

dann nach einem kurzen Weg durch das Tal ziemlich steil bergauf zur Ehrenburg.

Unten treffen wir auch wieder auf zwei Mädels, die wir am Vortag ebenfalls am Gasthaus Schmitt kennen lernten, die aber anstelle dort zu übernachten tapfer zelten waren.

Bergauf geht es auf einem breiten Waldweg,

Weg zur Ehrenburg auf dem Saar-Hunsrück-Steig

Weg zur Ehrenburg

Bereits unten werden die Wandersleute hier vorgewarnt, dass die Burg Eintritt kostet, weswegen wir uns ihr vorsichtig nähern.

Ehrenburg auf dem Saar-Hunsrück-Steig

Ehrenburg von weiter unten

Ehrenburg auf dem Saar-Hunsrück-Steig näher dran

Schon näher dran an der Ehrenburg…

Ehrenburg auf dem Saar-Hunsrück-Steig nah dran

Ehrenburg ganz nah dran…

Da spaziert einer meiner Michaels in die Ehrenburg. Die Preise sind durchaus happig, an Wochentagen werden 4,50 EUR (Kinder 3,50 EUR) fällig, sonst sogar 7 (5) EUR.

Den Eintritt wollen Sie uns eigentlich sogar für das Trinken im Biergarten im äußeren Innenhof der Burg abnehmen. Erst als wir drohen, dann eben weiter zu gehen, bis der nächste Stopp kommt, bekommen wir auch ohne Eintritt unsere Getränke – auch diese nicht unbedingt günstig. Für mein 0,3 l Radler werden 2,50 EUR fällig. Wir bleiben daher nicht lange und ziehen weiter unseres Weges. Immerhin haben wir hier auch erst 6 der 15,2 – 16,2 km dieser Etappe des Saar-Hunsrück-Steigs (je nachdem, ob man dem Wanderführer oder der Website glauben soll) hinter uns.

Auf einem schönen Waldpfad geht es steil abwärts, ich kann Dir nur raten, dass Du auf den Weg achtest, nicht auf ein Smartphone. Einer meiner Mitwanderer hätte sich hier fast schmerzhaft verabschiedet – für eine Platzwunde hat es auch so gereicht…

Waldweg direkt nach der Ehrenburg auf der Etappe 23 des Saar-Hunsrück-Steigs

Waldweg direkt nach der Ehrenburg

Unten geht es dann ein Stück auf einer Asphaltstraße weiter, quer durch eine Mühle hindurch.

Angst machen könnte uns natürlich dieses Schild:

Orks auf dem Saar-Hunsrück-Steig???

Ork!

Es folgt ein wirklich leichter kurzer Anstieg auf einem angenehm erdigen Waldweg, bevor es nach einem kurzen Schwenker links nach rechts in die Ehrbachklamm rein geht. Die Ehrbachklamm ist wieder eine der Traumschleifen, die im Rahmen der Verlängerung des Saar-Hunsrück-Steigs teilweise in die Streckenführung integriert wurden. Und das aus gutem Grund – die Traumschleifen sind echt alle sehr schön und tragen ihren Namen zurecht!

Hier an der Ehrbachklamm sehen wir als erstes einen Feuerwehrwagen, was uns ein wenig irritiert. Wir werden noch feststellen, dass die Rettung von Menschen, die in der Klamm ausrutschen, nicht ohne Schweisstreiben für die Rettungskräfte der Feuerwehr geht. Meinen Respekt haben sie!

Der Teil der Traumschleife Ehrbachklamm, dem wir auf dem Saar-Hunsrück-Steig folgen, ist angenehm abwechslungsreich zum Wandern. Auch hier stossen wir zunächst auf unterschiedlich breite Wege.

Der Weg unten am Ehrbach gefällt uns sehr gut,

auch wenn es stückweise steinig ist und wir gut auf unsere Schritte achten müssen.

 

Teilweise wird es auch ein wenig nass, doch wir schaffen es, trockenen Fusses.

Überquerung des Ehrbaches in der Traumschleife Ehrbachklamm auf dem Saar-Hunsrück-Steig

Überquerung des Ehrbaches

Am Ende kommt eine Abzweigung und es geht links sehr steil nach oben.

Steil geht es hoch hier aus der Ehrbachklamm

Steil geht es hoch hier aus der Ehrbachklamm

Doch der steile Anstieg lohnt sich, denn wir werden mit einem tollen Ausblick belohnt unterwegs.

Was für ein Ausblick auf dieser Etappe auf dem Saar-Hunsrück-Steig

Was für ein Ausblick auf dieser Etappe

Weiter oben folgt ein gut begehbarer gemütlicher breiter Waldweg auf Halbhöhenlage, den wir recht gemütlich entlang schlendern.

Und wieder ein breiterer gemütlicher Weg in Halbhöhenlage auf dem Saar-Hunsrück-Steig

Und wieder ein breiterer gemütlicher Weg in Halbhöhenlage

Bald geht es abwärts und wir kommen zu einer  Mühle, das Bier  kostet hier lumpige 1,50 EUR, ein Strammer Max gerade mal 4 EUR.

Das lädt uns ein, eine kleine Verschnaufpause zu machen und auch einen kleinen Schluck zu trinken. Der Ausschank sieht aus, als wäre er in den letzten 50 Jahren unverändert geblieben, inklusive der älteren Dame, die uns durch ein kleines Fenster unsere Bestellung reichte 😉

Frisch gestärkt folgen wir ein Stück dem recht flach verlaufenden Weg, bis es dann links den Berg hoch

Und wieder heißt es bergauf auf dem Saar-Hunsrück-Steig

Und wieder heißt es bergauf, bergauf…

in Richtung des Schlosses Schöneck geht.

Unterwegs finden wir auch wieder eine Bank mit Blick in ein Tal, die Ruine Rauschenburg, die man hier sehen können soll,kann ich jedoch nicht ausmachen.

Und wieder ein schöner Ausblick auf dem Saar-Hunsrück-Steig, kurz vor dem Schloss Schöneck

Und wieder ein schöner Ausblick

Das Schloss Schöneck können wir uns leider nicht anschauen heute, denn hier ist leider eine Privatfeier, und so ziehen wir weiter.

Einen kurzen Blick werfen wir von der Schwedenschanze zurück,

Blick zum Schloss Schöneck

Blick zum Schloss Schöneck

dann geht es weiter. In der mittlerweile angenehm gewordenen Nachmittagssonne wandern wir nochmal kurz bergauf über ein Feiergelände

Feiergelände am Wanderparkplatz Schloss Schöneck

Feiergelände am Wanderparkplatz Schloss Schöneck

und kommen nach einem kurzen Stück durch den Wald an das Ende des Weges über die Traumschleife Ehrbachklamm.

Über die Felder  führt uns der Saar-Hunsrück-Steig nach Oppenhausen, unserem heutigen Etappenziel. Gegenüber dem Sportplatz ist hier ein Wanderparkplatz, an dem ich mich eigentlich abholen lassen soll.

Doch ich entscheide mich, mit meinen neu gewonnenen Freunden noch bis zu Ihrer Unterkunft, direkt in Oppenhausen zu laufen – blöderweise sind das nochmal ca. 1,5 km, bis wir am Gasthaus Tenne ankommen, wo es eine kleine Ferienwohnung gibt. Meine Mitwanderer äußern sich später sehr zufrieden mit der Ferienwohnung und mit dem Essen in der Tenne Oppenhausen, ich lasse mich hier nach einem kurzen Bierchen in der Sonne aber abholen, denn mein Ziel ist der Landgasthof „Zur Katz“ in Halsenbach-Ehr.

Abholen tut mich die Chefin des Landhotels – und wie es der Zufall so will, kennt sie auch die Wirtin der Tenne, so dass das Bierchen gemütlich getrunken werden kann, ohne dass Eile ins Spiel kommt.

Zum Landhotel berichte ich Dir, wie üblich, gesondert noch was dieser Tage.

Landhotel Zur Katz in Halsenbach-Ehr, Gastgeber auf dem Saar-Hunsrück-Steig mit Fahrservice

Landhotel Zur Katz in Halsenbach-Ehr

Fazit zur Etappe 23 des Saar-Hunsrück-Steigs von Morshausen nach Oppenhausen

Die Idee, den Saar-Hunsrück-Steig unter der Nutzung der Traumschleifen zu verlängern, zahlt sich auch der 23. Etappe von Morshausen nach Oppenhausen aus. Die Traumschleife Ehrbachklamm zu durchwandern, macht unheimlich Spass, schön abwechslungsreich ist der Weg. Es geht viel auf und ab, doch die Wegeführung und die Aussichten, die sich bieten, sind die Strapazen allemal wert!

Offenlegung für alle vier Etappen: Ich wurde zu den vier Wandertagen vom Saar-Hunsrück-Steig Projektbüro eingeladen. Herzlichen Dank für diese sehr schöne Einladung und tolle Zusammenarbeit! Die Einladung umfasste die Übernachtungen mit Frühstück und Abendessen sowie den Transport von/nach Oppenhausen ins Landhotel Zur Katz und die Versorgung mit Reiseführern, Infomaterial und die gesamte Planung inkl. der Buchung. Wer meint, dass die Einladung meine Meinung beeinflusst, kennt mich schlecht. Die Anfahrt habe ich selbst bezahlt, ebenso wie alle Getränke (bis auf den Abend im Zur Katz: dafür meinen Extra Dank!)
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Anzeigen: Für die Wanderung wurde mir vom Einladenden auch Wanderführer zur Verfügung gestellt. Den Leporello Wanderkarte Saar-Hunsrück-Steig 2 (GPS-genau. 1:25000) nutzte ich wieder nicht, den Wanderführer Abenteuer Saar-Hunsrück-Steig, Perl bis Boppard / Abzweig Trier schaute ich mir dafür jeden Tag, um vorher zu sehen, was mich erwartet!



Veröffentlicht von Hubert Mayer

Jahrgang 73, Blogger, Netzwerker, LL.B, Versicherungsbetriebswirt (DVA), stark ehrenamtlich in Stuttgart engagiert, Onlinejunkie. Du findest mich auch auf Twitter, Twitter, Facebook, Facebookseite des Travellerblogs, Google+ Wer mich und meine Bloggerei unterstützen möchte: Mein Amazon Wunschzettel ist lang

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