Schluchtensteig von Todtmoos durch Wehraschlucht bis Wehr

Guten Morgen, Schluchtensteig! Ist es wirklich schon wieder soweit? Beginnt heute die letzte der 6 Etappen von Stühlingen nach Wehr? Tatsächlich. Es ist Donnerstagmorgen, ich wache im Hotel Rössle in Todtmoos auf und werfe nochmal einen Blick auf die Wanderkarte. Ja. Mehr gibt es nicht, heute Nachmittag bin ich durch mit den Etappen.

Schnell Aufstehen, Morgentoilette und einen Blick aus dem Fenster werfen, gestern wurde für heute schlechtes Wetter mit hoher Regenwahrscheinlichkeit ab Mittag angesagt.

Der #Sonnenaufgang heute morgen war ja ganz nett – kurz danach trübte es ein..

Ein von Travellerblog (@hubertmayer) gepostetes Foto am

Das sieht doch mal gar nicht schlecht aus, oder?

Dann mal los zum Frühstück, das gibt’s ab 7 Uhr hier, dann warten, bis ich ab 8.15 Uhr meine Rechnung bezahlen kann für Speis‘ und Trank, dann los.

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Das Wetter sieht mittlerweile gar nicht mehr so gut aus, es ist trüb und die Wolken oder Nebel kommen tief herunter.

Ich beschließe, sehr fix den Berg runter zum Startpunkt der 6. Etappe von Todtmoos nach Wehr zu gehen und auch die Stücke, die sich schnell laufen lassen, mit entsprechendem Tempo anzugehen, so dass ich möglichst weit komme, bevor es beginnt zu regnen.

Um 8.28 Uhr komme ich unten in Todtmoos auf die Etappenstrecke, die im Ort beginnt. 23 km stehen mir heute bevor, einen zusätzlichen bin ich schon vom Hotel in Todtmoos-Strick runter gelaufen. Am Ende des Tages wird noch ein weiterer Kilometer bis zum Hotel dazu kommen, doch das werde ich erst später feststellen.

Am Ortsrand von Todtmoos geht es rechts steil auf einer Teerstrasse hoch,

Auf der Teerstrasse geht es in Todtmoos bergauf

Auf der Teerstrasse geht es in Todtmoos bergauf

ich treffe wieder auf Brigitte, mit der ich schon in St. Blasien quatschte. Wie ihr denn die Etappe gestern gefallen habe, frage ich sie. „Anstrengend. Obwohl sie ja kürzer war, als der Beginn (Anmerkung: Sie macht den Schluchtensteig in fünf statt sechs Etappen wie ich). Aber von der Strecke her toll.“ (Aus meiner Erinnerung, nicht wortwörtlich) Der Weg wird kurz flacher, ich verabschiede mich und gebe Gas. Bis zur Reha-Klinik Wehrawald der Deutschen Rentenversicherung wird es kurz noch einmal steil, doch ich bin ja noch fit. Danach geht es wieder abwärts. Unterwegs schon in der ersten Aussichtsbänke.

Unten am Parkplatz geht es nach rechts, dann wenigen Metern zweigt der Wanderweg nach links ab und ich verlasse schon den Teerstreckenbereich.

Abzweigung, weg von der Teerstarsse ins Grüne

Abzweigung, weg von der Teerstarsse ins Grüne

Weiter geht es auf Schotter. 15 Minuten habe ich bis hierher gebraucht. Auf einmal steigt mir der Geruch von Minze in die Nase (ob mich da nicht etwas täuscht?), sehr angenehm und erfrischend am Morgen.

Der folgende Weg ist breit und geht mit einer gemächlichen Steigung aufwärts.

Breiter Waldweg aka Wanderautobahn auf der 6. Etappe des Schluchtensteigs

Breiter Waldweg aka Wanderautobahn

Mein Schritt dagegen ist alles andere als gemächlich, ich gebe mordsmäßig Gas, um weit zu kommen. Das heißt aber auch, dass Du die folgenden Zeitangaben nicht für eine normale Wanderung annehmen darfst – kein Spass, trotz Steigungen und Gefälle hatte ich einen über 5,5 Stunden Schnitt die ersten 2,5 Stunden. Aber diese breiten „Wanderautobahnen“ wie dieser Waldweg machen das auch möglich, wenn man meint, das tun zu müssen. Trotzdem merke ich die vorangegangenen Wandertage deutlich, häufig hebe ich die Füsse nicht hoch genug und schlürfe über den Boden.

Knapp eine Viertelstunde später kommt wieder eine Bank, auf der Du Pause machen könntest, dann geht es links auf einen Teerweg. Leicht abwärts geht es durch Schwarzenbach, das Wetter macht mir aber Sorgen.

Trüber Himmel heute, feuchte Luft

Trüber Himmel heute, feuchte Luft

Es weht ein kühler Wind, es ist wolkig und ich habe das Gefühl, dass auch die Luft schon regenfeucht ist.

Am Landgasthof Sternen geht es links den Berg runter, das lässt sich nur durch das Schild erahnen, dass links am Masten ist und von der anderen Seite, von unten kommend, zu sehen ist. Unten angekommen, sind es noch 20 km bis Wehr, die ersten 3 km habe ich also geschafft. Noch ein kleines Stück geht es auf Teer weiter, Holzgeruch steigt mir in die Nase und ich sehe eine Art größere Garage oberhalb. Möglicherweise eine Tischlerei oder so?

In der folgenden Kehre nach rechts zweigt der Schluchtensteig nach links ab und ich verlasse wieder den Teerweg.

Und wieder runter vom Teer

Und wieder runter vom Teer

Hier führt der Weg dann nach links unten, das entsprechende Schild hängt parallel zum Weg und ist daher kaum zu sehen. Auf dem Waldweg, der hier kommt, geht es erst leicht abwärts, dann kurz aufwärts, bevor ein ebenes Stück folgt.

Schöner Weg hier auf der 6. Etappe des Schluchtensteigs

Schöner Weg hier

Mir gefällt der teil ganz, gut, auch wenn es immer noch eine Wanderautobahn ist. Insbesondere, als es auf einmal ein wenig bunter wird und Felsen auftauchen.

Die Landschaft wird vielfältiger im Laufe des Weges auf dem Schluchtensteig

Die Landschaft wird vielfältiger im Laufe des Weges

Ich lasse der Schwerkraft fast freien Lauf und gehe mit sehr weiten Schritten immer weiter. Ein Waldweg kommt mir in die Quere, hier geht es zwei Meter nach links und dann wieder nach rechts. Der Weg wird wieder steiler, aber auch grüner und schmaler, einfach natürlicher.

Im Grünen geht es abwärts auf der 6. Etappe des Schluchtensteigs

Im Grünen geht es abwärts

Gegen 9.30 Uhr bin ich im Tal angekommen, ich stosse direkt auf eine größere Strasse. Doch schon schräg gegenüber kann ich die Schilder erkennen, die die Wanderwege hier auszeichnen und so laufe ich flotten Schrittes weiter. Mein sehr hohes Tempo macht sich bemerkbar, mir ist leicht schwindlig. Auf dem Wegweiser nach der Brücke ist Wehr mit 17,5 km angeschrieben, ich war bis dato also mit rund 5,5 Stundenkilometern unterwegs, trotz Steigungen und Gefällen. Ich mache eine kurze Pause, nehme einen Schluck aus meiner Trinkflasche *) Affiliatelink (der Plan ist sowieso, ziemlich regelmäßig einmal die Stunde etwas zu trinken). Der Weg erscheint steil,

Schöner Weg aufwärts nach der Strassenkreuzung

Schöner Weg aufwärts nach der Strassenkreuzung

doch vielleicht ist es der kurzen Pause geschuldet, dass er sich doch gar nicht so anfühlt und ich zügig Schritt für Schritt aufwärts stürme. Der Anstieg stellt sich als kurz heraus, bald geht es erst eben, dann mal kurz aufwärts, dann wieder abwärts weiter. Alles nicht nennenswert anstrengend, alles nur kurz Stücke. Nachdem ich über eine Brücke komme, geht es durch den nächsten Ort auf Teer weiter. Hier steht eine kleine süsse Kirche am Wegesrand,

Süsse Kirche in Todtmoos-Au am Wegesrand der 6. Etappe des Schluchtensteigs

Süsse Kirche am Wegesrand in Todtmoos-Au

kurz danach geht es an der Kreuzung links an der Hauptstrasse entlang. Was mir hier mehrfach auffällt: Die Wegweiser Schilder mit den Entfernungsangaben hängen verkehrt herum für den Schluchtensteig, so dass die silberne Seite sich Dir präsentiert und Du einmal um das Schild herum laufen musst, um es lesen zu können. Am Ortsausgang sehe ich, dass es 12 km nach Wehr wären – wenn ich auf der Strasse weiter gehen würde. Doch ich bleibe natürlich auf dem Wanderweg des Schluchtensteigs, der bald schräg nach links weg von der Strasse abzweigt. Wieder Hinweis: Beachtet bitte die Schilder mit den Rettungssektoren, falls DU oder die Wanderer vor Dir in Not geraten! Hier geht es beispielsweise in den Sektor „S“.

Ich bin nicht alleine auf der Strecke unterwegs, vor mir sind wieder Wanderer in Sicht,

Wanderer auf dem Schluchtensteig in Sicht!

Wanderer auf dem Schluchtensteig in Sicht!

die ich jedoch schnell überhole. Leicht aufwärts geht es, noch bin ich erstaunlich fit und schaffe es, mein hohes Tempo zu halten. Groß zu sehen gibt es gerade eh nicht, kein Grund also, hier auf den Regen zu warten… Pausen wären immer wieder möglich, es gibt einige Bänke am Wegesrand.

Eine Bank mit Aussicht

Eine Bank mit Aussicht

Und auch abwärts wieder eine Bank zum Erholen am Rande des Schluchtensteigs

Und auch abwärts wieder eine Bank zum Erholen

Der Weg wechselt hier zwischen leichten Gefälle und leichten Steigungen – was mir gerade sehr entgegen kommt. In einer längeren Kurve zweigt der Weg nach rechts ab,

Schöner Weg nach unten

Schöner Weg nach unten

es geht wie in einer kleinen Schlucht abwärts, rechts von mir höre ich Wasser vergnügt plätschern. Nach knapp 10 Minuten geht es scharf nach links auf einen schmalen Pfad, erst ganz kurz aufwärts.

Ein schmaler Pfad zweigt ab und verspricht eine interessante Strecke auf dieser Etappe des Schluchtensteigs

Ein schmaler Pfad zweigt ab und verspricht eine interessante Strecke

Und endlich kommt auch auf dieser Etappe ein toller Teil – immer am Abgrund entlang schlängelt sich der Weg am Hang entlang. Der Pfad bleibt schmal, bietet zwischendurch Aussicht ins Tal hinter, lädt einfach zum Genießen der Tour ein. Das zeige ich Dir am Besten mit einigen Bildern, oder?

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Einmal kommt auch eine Bank auf diesem Abschnitt, hier hat man nicht nur einen tollen Ausblick nach unten, sondern auf einmal auch kurz LTE mit Vodafone, während T-Mobile hier den Dienst verweigert, nachdem sich das Handy vorher schon ins Schweizer Netz einbuchte. Hier halte ich kurz an und trinke mal wieder einen Schluck und genieße.

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Nach rund 30 Minuten ist dieser Abschnitt leider auch schon wieder vorbei und ich komme auf einen breiten Waldweg, der scharf links bergab führt. Keine fünf Minuten später erreiche ich eine Kehre, in der ich den nächsten Wegweiser mit Entfernungsangabe finde, leider auch hier wieder erst lesbar, als ich daran vorbei laufe und von der anderen Seite drauf schaue.

Erst mal nicht lesbare Schilder, wenn man darauf zu läuft

Erst mal nicht lesbare Schilder, wenn man darauf zu läuft

11 km sind es noch bis Wehr, mehr als die Hälfte habe ich also bereits geschafft!

In dieser Kehre geht es dann schon wieder runter von dem breiten Waldweg, wieder ein schöner schmaler Pfad,

Rechts ab von der Wanderautobahn, runter in die nächste Schlucht

Rechts ab von der Wanderautobahn, runter in die nächste Schlucht

wieder in eine Schlucht. Es geht wieder an einem Bach entlang, der Weg ist schmal und ich merke wieder, wie die letzten Tage mich geschlaucht haben, denn das Laufen auf den Steinen strengt mich ziemlich an, obwohl der Weg faktisch gar nicht sonderlich anstrengend ist. Doch meinen Sehnen und Bändern fällt mittlerweile der Ausgleich schwer.

Wildromantisch beschreibt diesen Teil des Weges recht gut, finde ich, was meinst Du?

Der Weg fast aus Bodenperspektive

Der Weg fast aus Bodenperspektive

Der Bach rausch vorbei

Der Bach rausch vorbei

Holzstämme liegen hier auch quer und natürlich unaufgeräumt rum

Holzstämme liegen hier auch quer und natürlich unaufgeräumt rum

Ein wenig mit der Kamera gespielt...

Ein wenig mit der Kamera gespielt…

Einfach schön hier auf diesem Abschnitt der 6. Etappe des Schluchtensteigs

Einfach schön hier..

Nur 20 Minuten dauert der Weg durch diese schöne Schlucht runter, dann komme ich auf einen kleinen Parkplatz und über eine kleine Brücke. 10 km sind es noch bis Wehr, doch jetzt beginnt, was ich die ganze Zeit befürchtet habe und weswegen ich so Tempo gemacht habe. Die ersten leichten Tropfen fallen vom Himmel. Ich überlege, ob ich auf einen Bus warten soll, die Haltestelle „Am Schluchtensteig“ des Südbadenbusses (Linie 7320) ist direkt vor meiner Nase. 10 km bevor ich den ganzen Schluchtensteig gelaufen bin? NEIN! NEIN! NEIN! Ich beise die Zähne zusammen, ignoriere die Regentropfen und überquere die Strasse, die von Todtmoos nach Wehr führt.

Auf der anderen Seite geht es links bergauf,

Wieder mal geht es bergauf auf dem Schluchtensteig

Wieder mal geht es bergauf

die Bäumchen über mir halten immer weniger den schnell stärker werdenden Regen ab und der Weg wird zu allem Überfluss auch schnell steiler. Ich halte kurz inne, trinke einen Schluck, krame die Regenjacke aus dem Rucksack und gehe weiter. Jetzt hätte ich doch gerne den Swing Outdoor-Regenschirm dabei, der mir von EuroSchirm für diese Wanderung gesponsort wurde, doch der war mir mit knapp 67 cm länge doch zu lang zum Mitnehmen, vor allem auf den manchmal doch schmaleren Pfaden. Trotzdem Danke!

Der Weg hier hoch gefällt mir wieder gut, nur der Regen nervt mich, denn er verhindert zuverlässig das Fotografieren und das Notieren von Details. Unterwegs komme ich durch ein Stück Bannwald, also einen Bereich, in dem die Natur sich selbst überlassen wird und nur dort eingegriffen wird, wo Wanderer möglicherweise gefährdet werden. Der angeschriebene Ausblick zur Felsenhütte ist durch den Regen nicht zu genießen, tatsächlich ist die Hütte deswegen kaum zu sehen.

Ausblick zur Felsenhütte, man könnte sich hier auch auf die Bank setzen...

Ausblick zur Felsenhütte, man könnte sich hier auch auf die Bank setzen…

Kurz danach geht es über eine kleine Brücke über den Heiterspanbach

Der Heiterspanbach direkt an der Brücke auf dem Schluchtensteig

Der Heiterspanbach direkt an der Brücke

und auch wenn der Weg zwischen Auf- und Abwärtspassagen wechselt: Meist geht es bergauf.

Beim nächsten Schild, auf das ich stosse, ist Wehr auf einmal nicht mehr auf dem Schluchtensteig angeschrieben, dafür eine Mettlerhütte in 200 m Entfernung. Doch eine Hütte sehe ich nicht, dafür die Möglichkeit, eine kurz Rast einzulegen.

Rastplatz im Regen

Rastplatz im Regen

Und hier dann ist dann auch Wehr wieder angeschrieben, 8 km noch. Schnell geht es bergab weiter, den Regen habe ich einigermaßen gut überstanden, doch dann komme ich an einer schmalen Stelle an Pflanzen vorbei, die in den Pfad ragen – und bin bis zum Oberschenkel klatschnass. Gut, dass meine Outdoorhose sich schnell erwärmt…

Ein kurzer Abschnitt auf einem breiteren Pfad folgt, dann wieder auf einem schmalen Pfad weiter abwärts.

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Drops (App) sagt mir, dass die nächsten zwei Stunden kein Niederschlag zu erwarten ist, schnell also raus aus der Regenjacke und die Kamera wieder in die Hand. Auf der kleinen Wendefläche, auf die ich dann stosse, zweigt mein Weg nach rechts ab und erstmals bin ich wieder richtig froh, dass das kommende Stücke eine breite Wanderautobahn ist. Ich will warm werden, trocknen und voran kommen, um aus den Klamotten zu kommen. Eigentlich fühle ich mich ja auch warm, doch ein kurzes Testfühlen an der Haut zeigt, dass diese tatsächlich kalt ist. Vorsorglich ziehe ich über das nasse Hemd doch meine Fleecejacke, für eine Erkältung habe ich keine Zeit.

4,5 km noch bis Wehr, verrät mir das nächste Schild. Kurz danach steigt mir der Geruch von Thymian in die Nase, ich bin irritiert. Weiss jemand, ob das tatsächlich sein kann, der das hier gerade liest?

Dann sehe ich längere Zeit keine Wwegmarkierung des Schluchtensteigs mehr, auch nicht an dieser spitzen Gabelung:

Der Weg gabelt sich ohne Markierung

Der Weg gabelt sich ohne Markierung

Ich ziehe die App zurate und staune. Ich bin weit weg vom Weg. Doch wo war die Abzweigung? Bergauf laufe ich zurück. Das erste Schild – kein Hinweis auf den Schluchtensteig, laut App bin ich auch immer noch weit weg vom Weg. Doch stop, da, von den Ästen verdeckt, ist eine kleine Wegmarkierung. Später erfahre ich im Hotel, dass ich wohl auf einer Umleitung bin, der normale Weg an einem Stausee vorbei führt.

Leicht genervt laufe ich wieder abwärts, der Weg zurück bergauf hat Kraft gekostet. Ich entscheide mich für den rechten Weg an der Abzweigung, der, der weiter abwärts führt. Tatsächlich stosse ich nach einer Weile wieder an eine Wegmarkierung des Schluchtensteigs, doch schon an der nächsten Kreuzung ist mir wieder nicht klar, welchen Weg ich weiter gehen soll und meine App hilft mit der von mir gespeicherten Route ja auch nicht weiter. Ich folge meinem Instinkt und liege wieder richtig.

5 Stunden nach dem Start in Todtmoos geht es raus aus den Bäumen und ich sehe auf einmal Wehr.

Wehr zeigt sich am Horizonz

Wehr zeigt sich am Horizonz

Die erste Freude wird leicht getrübt, als ich das Schild 2,5 km sehe, doch auch das schaffe ich doch bestimmt noch locker.

Tatsächlich zieht sich der Weg aber und eine große Baustelle am Ortseingang lässt mich wieder zweifeln, ob ich noch auf dem rechten Weg bin und daher froh, trotz nagelneuer Teerstrasse auf ein Schild zu stossen.

Im Ort komme ich am Minigolfplatz vorbei, wo ich geneigt gewesen wäre, kurz auf ein Radler einzukehren, wenn ich nicht so naß gewesen wäre.

Minigolfplatz lädt die Wanderer vom Schluchtensteig auf eine Pause ein

Minigolfplatz lädt die Wanderer vom Schluchtensteig auf eine Pause ein

Der Weg zeiht sich immer weiter,

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dann geht es über eine Brücke (nicht diese hier auf dem Bild, noch ein wenig weiter) nach rechts, dann wähne ich mich erstmals im Ziel. Doch falsch, ich muss noch bis zum Rathaus, wo ich dann endlich mein Zielfoto machen kann 😉

Ich bin HAPPY – 119 km und noch ein paar kleine Umwege und Abstecher zu den Hotels und zurück später kann ich durchaus ein wenig stolz auf mich sein.

Knapp einen Kilometer habe ich dann doch noch vor mir zum Hotel Landgasthof „Zur Sonne“, wo ich bei meiner Ankunft direkt gefragt werde, ob ich einen WLAN Code brauche. Meine Unterkunft ist im Nachbargebäude, dem Gästehaus, und das Zimmer gefällt mir gut. Doch auch über diese Unterkunft werde ich ausführlich im Winter berichten 😉 Eines sei aber verraten: Ich habe an diesem Abend dort das mit Abstand beste Cordon Bleu ever gegessen!

Und in meinem Zimmer angekommen, schaue ich mir auch den Regenschirm mal noch genauer an und stelle fest, dass man den gut über den Rücken hängen kann, wenn man ohne Rucksack unterwegs ist 😉

Gesponsorter Outdoor Regenschirm von EuroSchirm

Gesponsorter Outdoor Regenschirm von EuroSchirm

Fazit zu 6. Etappe des Schluchtensteigs von Todtmoos nach Wehr

Der erste Teil der Etappe kann schnell mit Tempo gelaufen werden, die Wege sind recht breit. Später wird der Weg schön, vor allem auf den Etappen, wo die Wege schmal sind, am Abgrund entlang führen oder in die Schluchten hinein. Ohne Regen(erwartung) wäre ich vermutlich gute 7 Stunden unterwegs gewesen, das ist durchaus schon anstrengend.

Fakten zum Schluchtensteig

Gesamtstrecke: 119 km
Etappen: 6
Aufstieg insgesamt: 3.415 m
Absteig insgesamt: 3.505 m
Schwierigkeit: schwer
Gepäcktransport: buchbar

Website

Tourdetails zum Download (GPX, KML) u. a. bei Outdoor Active

Offenlegung für alle sechs Etappen: Ich wurde zu den sechs Wandertagen von der Projektstelle Schluchtensteig Schwarzwald eingeladen. Herzlichen Dank für diese sehr schöne Einladung und tolle Zusammenarbeit! Die Einladung umfasste die Übernachtungen mit Frühstück und ein Abendessen sowie den Gepäcktransport. Dazu kam die Versorgung mit Reiseführern, Infomaterial und die gesamte Planung inkl. der Buchung. Wer meint, dass die Einladung meine Meinung beeinflusst, kennt mich schlecht. Die Anfahrt habe ich selbst bezahlt, ebenso wie alle Getränke. Dafür gab der Outdoorausrüster LOWA noch ein paar Schuhe aus an alle Teilnehmer des Blogger_Wander-Monats von Toptrails of Germany, zu denen der Schluchtensteig gehört. Ich muss nichts über die Schuhe schreiben (und auch nicht verlinken, mache ich aber trotzdem gerne!) – und habe die Schuhe gewählt, die ich sowieso vor kurzem auch gekauft habe, da LOWA eh meine bevorzugte Marke für All Terrain Schuhe ist.
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Anzeigen: Für die Wanderung wurde mir vom Einladenden auch Wanderführer zur Verfügung gestellt. In diesem Fall war das der Hikeline Wanderführer Fernwanderweg Schluchtensteig: Quer durch den Naturpark Südschwarzwald, 119 km, 1:35 000, GPS-Tracks Download, wasserfest

Veröffentlicht von Hubert Mayer

Blogger, Netzwerker, LL.B, Versicherungsmensch, ehrenamtlich in Stuttgart engagiert, Onlinejunkie. Du findest mich auch auf Twitter, Twitter, Facebook, Facebookseite des Travellerblogs, Google+ Wer mich und meine Bloggerei unterstützen möchte: Mein Amazon Wunschzettel ist lang

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