Wie ist das Pilgern auf der Via Sacra? Teil 4: Falkenschlucht bis Annaberg

Unser dritter Pilgertag auf der Via Sacra begann mit dem Führung durch das Stift Lilienfeld, von der ich euch als letztes hier berichtet habe. Zum Ende der Besichtigung folgte noch ein Pilgersegen von Pater Pius, der ausgesprochen kurz und menschlich war 🙂

Dann begann ein erneuter „Cheat“, denn meine Gefährten beim Pilgern, Oliver, Elena, Tanja, Monika und ich wurden zunächst (planmäßig) mit dem Taxi nach Türnitz gefahren, wo wir im Restaurant des Hotels „goldener Löwe“ (SIC) zum Mittagessen eingeladen waren. Wer seine Pilger Etappe auf der Via Sacra in Türnitz enden lässt, der sollte durchaus das Hotel für die Nacht in Erwägung ziehen, ich habe da was von Wellnessoase gelesen, etwas, wozu wir abends nicht „Nein“ gesagt hätten 😉
Und auch das Essen ist sehr lecker dort, schon die Speisekarte gefällt mir von außen sehr gut,

Speisekarte im Restaurant des Hotels "goldener Löwe" in Türnitz an der Via Sacra

Spiesekarte…

von innen natürlich dann noch mehr und so wähle ich mal wieder Kässpätzle, die eine gute Stärkung für den weiteren Weg waren.

Kässpätzle im Hotel "goldener Löwe" in Türnitz - Pilgern auf der Via Sacra

Kässpätzle im Hotel „goldener Löwe“

Pilgern durch die Falkenschlucht über die Ebenbauernalm nach Annaberg – ein schönes neues Stück der Via Sacra

Dann kam der ungeplante Teil des Cheatens – wir ließen uns bis zur Falkenschlucht bringen, also zumindest bis zum Parkplatz derselben. Und dies auch aus guten Grund: Der Weg dorthin von Türnitz aus wurde uns als weitgehend aus Asphalt bestehend geschildert. Das macht auch nicht so wirklich Spass…

Die beeindruckende Falkenschlucht

Ab dem Parkplatz sind es ca. 40 Minuten zu laufen, immer auf einer Forststrasse.

Einfach gemütlich eine Forststrasse entlangschlendern - Ausweichstrecke Via Sacra

Einfach gemütlich eine Forststrasse entlangschlendern

Der Weg durch die Falkenschlucht ist übrigens eine recht neue Alternative auf der Via Sacra, und wir können nach dem Begehen sagen, dass das eine gute Idee war, denn der Weg gefällt uns. Aber wartet einfach ab, ihr seht das ja gleich selbst.

Der Weg ist wieder sehr gut ausgeschildert, es geht an einem rauschenden Bach entlang

und an alten Gebäuden, die neugierig machen, wir das Leben wohl früher hier so war.

Gebäude am Wegesrand auf dem Weg zur Falkenschlucht

Gebäude am Wegesrand

Auch ein kleiner See ist da, der eine toll grüne Farbe hat – und die meine kleine Kamera, die ich zum Pilgern dabei hatte, leider nicht einfangen konnte (ja, ich weiss, der Fotograf ist schuld…).

Wie oben angemerkt – rund 40 Minuten sind es, bis wir den Eingang der Falkenschlucht erreichen.

Der Eingang zur Falkenschlucht

Der Eingang zur Falkenschlucht

Uns kommt angenehm entgegen, obwohl wir gerade erst im Lokal eingekehrt waren, dass sich hier ein kleiner Imbisswagen befindet,

Falkenschluchthütte - gut, um sich nochmal zu stärken

Falkenschluchthütte – gut, um sich nochmal zu stärken

an dem wir nochmals einen Schluck trinken können. Natürlich stilgerecht im Mostviertel, ein Glas Most. Es ist die Falkenschluchthütte, die im Juli und August jeden Samstag und Sonntag bei schönem Wetter von 11-17 Uhr geöffnet hat (und bei uns im Juni auch schon ;)). Die Preise sind sehr günstig, bis hierher lohnt es sich nicht, auf mitgebrachtes zurückzugreifen:

Die Karte der Falkenschluchthütte

Die Karte der Falkenschluchthütte

So gestärkt, geht es nun wirklich los für uns mit der Falkenschlucht.

In der Falkenschlucht

In der Falkenschlucht

Erst geht es stetig bergauf, und wir gewinnen deutlich Höhenmeter. Wir wissen ja, dass wir heute bis auf über 1.000 Meter kommen sollen – und da ist ganz gut, dass es gleich zu Beginn ein wenig steiler ist, wo wir noch alle fit sind.

Ein paar Eindrücke aus der Falkenschlucht bis zu dem Stegteil binde ich euch einfach mal als Galerie ein, nehmt euch die Zeit und schaut das in Ruhe an 🙂

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Dann kommt der spannende Teil, den wir erst einmal kritisch von oben beäugen. Es geht auf einem schmalen Steg weiter durch die Falkenschlucht über den Bach. „Nur eine Person gleichzeitig“ steht da sinngemäß angeschrieben.

Kritisch blicken wir hinab auf den Steg in der Falkenschlucht...

Kritisch blicken wir hinab auf den Steg…

Doch was solls, wenn andere da rüber können, dann können wir das natürlich auch. Und so machen wir uns einer nach der anderen auf den Weg…

Reiseblogger Oliver

Reiseblogger Oliver

Reisebloggerin Elena...

Reisebloggerin Elena…

Und noch ein paar Bilder in einer Galerie:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Und als ich als letzter mich auf den Weg über die Stege mache, da erwarten mich die anderen auch schon am Ende dieser kleinen, aber sehr eindrucksvollen Wegstrecke:

Immer diese Reiseblogger...

Immer diese Reiseblogger…

Weiter geht es bergauf, die Wege werden wieder breiter und nach wenigen Minuten stossen wir auf einen Forstweg, wo auch zwei andere Wanderer eine kleine Wegpause einlegen. Wir tun es ihnen nach – bis wir uns auf den weiteren Weg nach oben machen.

In unserer Wegbeschreibung wurden wir übrigens gewarnt, dass innerhalb der Falkenschlucht kein Mobilfunknetz zur Verfügung steht, ihr solltet nach Möglichkeit daher immer mindestens zu zweit unterwegs sein. Auch wenn ich den weg als nicht sonderlich schwierig empfand, ein wenig trittsicher sollte man schon sein.

Wir laufen ein weit eingeschnittenes Wegstück, das uns den Blick nach oben ermöglicht.

Pilgern_Via-Sacra_Falkenschlucht_Annaberg_18

Pilgern_Via-Sacra_Falkenschlucht_Annaberg_30

Ca. 800 Meter nach dem Beginn des Forstweges müssen wir rechts abbiegen, aber das ist auch hier gut ausgeschildert – die Ärgernisse der seltsamen Markierungen auf diesem Wegstück werden aber noch folgen.

Und während wir der sachten Steigung nach oben folgen, holen uns die Bilder von eben wieder ein. Eben noch nach oben fotografiert, sehen wir endlich schön deutlich, wie es aufwärts geht, wenn wir unsere Eindrücke vergleichen, wenn wir alle paar Meter zur Seite sehen…

Pilgern_Via-Sacra_Falkenschlucht_Annaberg_31

Das macht Laune und beflügelt unseren Schritt.. Immer weiter geht es aufwärts Richtung Ebenbauernalm – die wir dann irgendwie gar nicht wahrnehmen, dass wir sie schon erreicht haben müssen. Der Weg führt uns hier bis auf 1.129 Meter – und besonders Tanja freut sich – endlich darf sie von einem Berg sprechen, den sie bestiegen hat 😉

BrOggitCQAE3Oi1

Der weitere Weg ist schnell erzählt, es geht erst relativ steil bergab, dann werden die Wegauszeichnungen extrem seltsam: Unten kommt ein Schild „45 Minuten“ bis Annaberg. Nach 10 Minuten leichter Bergaufstrecke das nächste Schild: „1 h“… Wenige Meter später: „1 1/4 h“.. da Fühlen wir uns schon veralbert – und geben dies aber auch so weiter, damit das berichtigt werden kann. Und nein, wir nahmen den direkten Weg, nicht die zusätzlich vorhandenen Rundstrecken um den Berg.

Als wir dann endlich den Parkplatz vor Annaberg entdecken, freuen wir uns doch sehr, immerhin ging es mehrmals hoch und runter und auch Annaberg liegt auf 976 Metern Höhe.

Den Gasthof Meyer, wo wir die Nacht verbringen werden, finden wir schnell – und sind hocherfreut, dass die Kirche, die wir heute noch besichtigen sollen, direkt daneben liegt.

Angekommen im Gasthof, gönne ich mir erst ein Radler, das habe ich mehr als verdient! Und dann stossen wir auch noch mit einem Sekt (für die anderen mit Holler) an. bevor wir schnell das Zimmer beziehen – wir sind ja bereits mit Maria Kvarda noch verabredet, die mit uns am nächsten Tag die letzte Strecke bis Mariazell gehen wird und uns jetzt aber noch

die Pfarrkirche Heilige Anna

in Annaberg zeigen möchte.

Die ist nämlich durchaus schick, aber seht selbst:

Pilgern_Via-Sacra_Falkenschlucht_Annaberg_37

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Pilger auf der Via Sacra aufgepasst: Flüstert ihr der Heiligen Anna etwas ins Ohr, so soll euch dieser Wunsch erfüllt werden, so munkelt man. Ich habe meinen Wunsch in ihrem Ohr hinterlassen – und warte darauf, dass es eintritt ;))

Unser Abend nach dieser dritten Etappe der Via Sacra klang im Gasthof Meyer bei recht leckeren Essen und sehr leckerem Blauen Zweigelt aus.

Zu diesem Tag haben auch berichtet:

Elena
Monika
Tanja

Disclosure:
Zum BloggerPilgern ins Mostviertel wurde ich via Elena Paschinger (Danke, meine Liebe!) von der Destination Mostviertel Tourismus eingeladen. Herzlichen Dank für die Einladung, die von der Anreise über Unterkunft zur Verpflegung hin alles umfasste, eingeladen. Meine Meinung lasse ich mir von einer Einladung nicht beeinflussen.


Anzeigen:


Veröffentlicht von Hubert Mayer

Jahrgang 73, Blogger, Netzwerker, LL.B, Versicherungsbetriebswirt (DVA), stark ehrenamtlich in Stuttgart engagiert, Onlinejunkie. Du findest mich auch auf Twitter, Twitter, Facebook, Facebookseite des Travellerblogs, Google+ Wer mich und meine Bloggerei unterstützen möchte: Mein Amazon Wunschzettel ist lang

%d Bloggern gefällt das: