Kreuzfahrt Schiff Stadt

St. Petersburg durch die Augen der Russen

Die Auswahl auf dem Markt war riesig
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Bei meiner Kreuzfahrt im Baltikum mit der Norwegian Star habe ich in St. Petersburg einen Ausflug über die Reederei Norwegian Cruise Line gebucht. Unter dem Titel „St. Petersburg through the eyes of the Russians“ habe ich an einem halben Tag versucht, einen kleinen Einblick in das Alltagsleben der Russen zu bekommen.

Auch wenn der Ausflug mit einem Preis von 109 US-Dollar ziemlich teuer (aber immerhin der günstigste der Reederei) war, wollte ich mir die Chance nicht nehmen lassen, St. Petersburg kennenzulernen. Für Kreuzfahrtpassagiere ist die Visumssituation für Russland einigermaßen kompliziert, aber mit einem gebuchten Ausflug erhält man im Terminal problemlos ein Tagesvisum für Russland.

Im Hafenviertel sind viele Neubauten entstanden
Im Hafenviertel der Stadt sind viele Neubauten entstanden

Mein Ausflug bestand aus einer Fahrt in der U-Bahn inklusive Umsteigen und somit einem Blick auf die kunstvoll gestalteten Stationen, einem Marktbesuch und einem Wodka-Tasting.

Nebenbei macht man mit dem Bus noch eine kleine Stadtrundfahrt.

Der Eingang in die tiefste U-Bahn-Station Europas
Der Eingang in die tiefste U-Bahn-Station Europas

Die U-Bahn-Stationen in St. Petersburg sollen die „Paläste für das Volk“ sein und sind entsprechend aufwändig und kunstvoll gestaltet. An jeder Ecke finden sich kleine Kunstwerke in den Stationen. Im Vergleich zum Rest der Stadt sind die unterirdischen Bahnhöfe auch äußerst sauber gehalten.

Die Wagen in der U-Bahn sind recht alt und laut
Die Wagen in der U-Bahn sind recht alt und laut

Als nächstes führte der Ausflug mich zum Wodka-Tasting in einem russischen Hotel. Dort gab es ein paar landestypische Snacks: Kaviar, Fleischsalat und einen Fruchtsaft. Die drei Sorten Wodka haben sich wirklich enorm im Geschmack unterschieden – und bei Temperaturen um 30 Grad für einen guten Schwips gesorgt. Glücklicherweise gab es auch Wasser dazu.

Drei Sorten Wodka haben für einen Schwips gereicht
Drei Sorten Wodka haben für einen Schwips gereicht
Bei der Wodka-Probe gab es auch Kaviar
Bei der Wodka-Probe gab es auch Kaviar

Auf einem kleinen Markt mitten in St. Petersburg machten wir unseren letzten Halt. Dort haben Omas das Gemüse angeboten, das sie in ihren Datschas auf dem Land anbauen. Die Auswahl war wirklich riesig und die Qualität sah auf den ersten Blick auf sehr gut aus. Für mich war der Blick in die Theke mit dem frischen Fleisch und Fisch etwas ungewohnt. Hier merkt man den kulturellen unterschied zu Deutschland.

Die Auswahl auf dem Markt war riesig
Die Auswahl auf dem Markt war riesig

Während der Busfahrten zwischen den Ausflugsstationen kamen wir an den meisten Sehenswürdigkeiten der Stadt vorbei. Die vielen Paläste der Stadt sind ein krasser Kontrast zu den normalen Wohnhäusern, die überwiegend den Eindruck machten, zu Hochzeiten der Sowjetunion entstanden zu sein. Die Schere zwischen Arm und Reich kam mir ziemlich groß vor.

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Die Stadionbaustelle ist ein Vorbote der WM 2018
Die Stadionbaustelle ist ein Vorbote der WM 2018

St. Petersburg – ein Fazit

Für mich war es der erste Besuch in Russland. St. Petersburg hat mich beeindruckt und doch fand ich es überraschend, wie arm viele Menschen in der Stadt zu sein scheinen, obwohl überall prunkvolle Paläste errichtet worden sind. Mein persönliches Highlight war die Fahrt mit der U-Bahn, bei der ich einen kleinen Einblick in das russische Alltagsleben bekommen konnte. Das Gleich gilt auch für den Besuch auf dem Markt. Als Destination für eine Kreuzfahrt ist St. Petersburg gut geeignet und es lohnt sich, die Stadt zu erkunden.

Offenlegung: Der Reiseveranstalter Sea Side Story hat mich netterweise zu dieser Kreuzfahrt eingeladen. Das war sehr nett, ändert aber meine Meinung nicht. Den Ausflug in St. Petersburg habe ich selbst gezahlt.
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Kommt aus Papenburg, studiert in Bremerhaven, hat an beiden Orten mit Kreuzfahrten zu tun, reist deshalb viel (aber nicht nur) auf dem Wasser und interessiert sich für Sport.

  1. Ja, Sankt Petersburg ist wirklich schön und freundlich – und in vielen Punkten sehr anders als Moskau.

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