Zu Besuch auf dem Traumschiff Amadea

Pool am Heck

Von traumhaften Kreuzfahrten und dem Leben auf See erzählt die ZDF-Serie Das Traumschiff seit vielen Jahren. Seit diesem Jahr hat Kapitän Victor Burger (Sascha Hehn) das Kommando über die Amadea von Phoenix Reisen aus Bonn. Diesen Luxusliner habe ich mir am Kreuzfahrtterminal in Hamburg-Altona mal genau angesehen. Ermöglicht  hatte die Reederei den Besuch über unseren Cruise Tourism Management-Verein Seegang e.V.

Die Amadea am Terminal in Altona

Die Amadea hatte am Kreuzfahrtterminal in Hamburg-Altona festgemacht.

Schon während der ersten Sekunden an Bord wird auf dem Traumschiff Amadea klar, dass sie zurecht für die Serie ausgewählt worden ist. Das Schiff gehört wohl zu den schönsten klassischen Kreuzfahrtschiffen, die noch auf dem Markt sind. Mit etwa 560 Passagieren und 280 Crewmitgliedern ist auch das Verhältnis von Besatzung und Gästen sehr gut. Zum Vergleich: das größte Kreuzfahrtschiff der Welt, die Allure of the Seas von Royal Caribbean International, beherbergt bis zu 5400 Gäste bei rund 2200 Crewmitgliedern. Die Amadea macht trotz ihres Alters – immerhin ist sie schon 1991 in Dienst gestellt worden – einen frischen Eindruck. Dafür sorgen natürlich auch die umfangreichen Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen, die zuletzt im Dezember 2013 an Bord durchgeführt worden sind.

Die Kabinen der Amadea

Spannend war für mich die Besichtigung der Kabinen, denn die Amadea verfügt ausschließlich über klimatisierte Kabinen mit Meerblick. Die Bandbreite reicht von der einfachen Außenkabine bis hin zur Royal-Suite, die mit  einer ovalen Badewanne und einem eigenen kleinen Wintergarten ausgestattet ist. Das ist natürlich gerade bei Fahrten in kältere Regionen ein tolles Feature! Zudem gibt es barrierefreie Kabinen, die auch über ein ausreichend großes Bad für Rollstuhlfahrer verfügen.

Die kleinsten 3-Bett Außenkabinen sind etwa 16,5 Quadratmeter groß, währen die Royal-Suiten mit ihrem Balkon eine Größe von bis zu 71 Quadratmetern haben. Dazwischen gibt es Kabinen unterschiedlichster Größe und damit auch für unterschiedliche Geldbeutel. Bei allen Kabinenkategorieren gleichwertig ist die technische Ausstattung mit Sat-TV und Internetzugang. Kosten für den Internetzugang auf See: 1 Euro für jede Mail oder als Flatrate zum Beispiel 250 Euro pro Woche! Weniger kostspielig ist der Korb mit frischem Obst, der jeden Tag auf die Kabinen gebracht wird.

Traumschiff-Suite

So nächtigt man auf dem Traumschiff – wenn man eine Suite gebucht hat.

 

Theater und Bars auf der Amadea

Im Theater probten während meines Besuchs die Darsteller für die Abendshow. Dennoch durfte ich die zweistöckige Show-Lounge betreten und habe mir das Treiben auf der Bühne einige Minuten angesehen. Die Proben sahen schon gut aus, die Show muss sicher spektakulär sein.

Als Alternative steht ein Kino an Bord zur Verfügung, das modern ausgestattet ist. Welche Filme dort gespielt werden, konnte ich allerdings leider nicht herausfinden.

Amadea Bordkino

Das Traumschiff-Kino ist modern ausgestattet.

An klassischen Kreuzfahrtschiffen mag ich die großen Deckflächen am Heck und die Nähe zum Wasser. Auch die Amadea bietet ihren Passagieren einen tollen Blick und viele Bars an ihrem Heck. Das Lido Café zum Beispiel bietet die Möglichkeit, bei schönem Wetter im Freien zu frühstücken und zu Mittag zu essen. Dafür wird dort ein Buffet hergerichtet.

Die Kopernikus Bar auf dem Jupiter-Deck ist die Diskothek an Bord und ziemlich klein. Aber eine Disko ist wohl auch nichts, das die Gäste auf dem Traumschiff unbedingt nutzen wollen. Wohl schon eher nach dem Geschmack der Passagiere ist der Dom Perignon Champagner für 115 Euro pro Flasche, mit dem die Bar aufwarten kann.

Wer es lieber ruhiger hat, findet an Bord  eine große Wellness-Oase mit Spa-Bereich, Beauty-Salon, Saunen, Erlebnisduschen, Eistempel, Dampfbad, Ruheraum und einer Massageabteilung (gegen Gebühr). Der Wellness-Bereich ist wie das Fitnessstudio sehr modern eingerichtet und machte einen einladenden Eindruck.

Pool am Heck

Der Pool auf dem Lido-Deck.

 

Das Essen an Bord der Amadea

Den Abschluss der Schiffsbesichtigung bildete ein 4-Gänge-Menü im Restaurant Vier Jahreszeiten.  Zur Auswahl standen Kalbsrücken, Zanderschnitte und eine vegetarische Alternative. Ich habe den Kalbsrücken gewählt und die Entscheidung nicht bereut. Dazu gab es neben den Tischweinen auch eine große Auswahl an Säften, was mir sehr gut gefallen hat. Das Servicepersonal war auf dem Schiff sehr nett und hat auch halbleere Gläser nachgeschenkt.

Das Schöne an der Amadea ist die Restaurantaufteilung. Sie verfügt neben dem Vier Jahreszeiten noch über das Restaurant Amadea, sodass alle Passagiere in einer langen Tischzeit essen können. Beim Großteil aller Kreuzfahrtschiffe gibt es zwei Tischzeiten in einem Restaurant, was dazu führt, dass die Zeit im Restaurant begrenzt ist – das ist auf der Amadea kein Problem!

Das Mittagsmenü

Das war das Menü zum Ende der Besichtigung.

 

Kreuzfahrten mit der Amadea

Das neue Traumschiff ist noch bis in den Juli in Hamburg stationiert und absolviert Kreuzfahrten mit einer Länger von 12 bis 17 Tagen in die Ostsee und an das Nordkap. Anschließend wird sie von Bremerhaven aus zwei kürzere Kreuzfahrten anbieten und im August zu einer bereits ausgebuchten 25-tägigen Grönland-Reise aufbrechen, bevor sie nach Nizza und von dort aus im Herbst nach Kapstadt fährt. Die Routen sind also sehr unterschiedlichen und bieten für jeden Geschmack etwas.

Fazit

Die Amadea hat mir wirklich gut gefallen. Normalerweise bin ich eher ein Freund der riesigen modernen Ozeanriesen, aber die Amadea hat mir die Schönheit kleinerer Schiffe gezeigt. Mit ihrer modernen Ausstattung und den geräumigen Kabinen, die alle über Meerblick verfügen, hat sie die Bezeichnung „First Class Kreuzfahrtschiff“ wirklich verdient. Im letzten Jahr sind leider einiger dieser klassischen Schiffe wie die Traumschiff-Vorgängerin „Deutschland“ vom Markt verschwunden, die Amadea wird aber sicher noch lange von diesem Schicksal verschont bleiben. Jetzt heißt es warten auf den ersten Weihnachtstag und den ersten großen TV-Auftritt der Amadea als ZDF-Traumschiff.

Wenn Ihr noch mehr über mich und Kreuzfahrten erfahren wollt, folgt mir einfach bei Twitter oder auch bei Instagram. Dort könnt Ihr mich „live“ bei Reisen oder durch das Besucherzentrum der Meyer Werft begleiten.

Veröffentlicht von Florian Feimann

Kommt aus Papenburg, studiert in Bremerhaven, hat an beiden Orten mit Kreuzfahrten zu tun, reist deshalb viel (aber nicht nur) auf dem Wasser und interessiert sich für Sport.

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