Schluchtensteig von St. Blasien über den Hotzenwald bis Todtmoos

Tolle Aussicht von der Kreuzfelsenhütte

Mein Wecker klingelt früh an diesem Morgen in St. Blasien. Es ist noch dunkel draussen, während ich meine Morgentoilette erledige. Kurz nach 8 Uhr tappse ich die Treppen runter des Dom Hotels St. Blasien und werfe einen ersten Blick auf das Frühstück. Gut sieht es aus – doch darüber, wie am Ende der gestrigen Tourenbeschreibung der 4. Etappe des Schluchtensteigs von Fischbach nach St. Blasien erwähnt, ein anderes Mal mehr.

Zurück auf dem Zimmer packe ich meine Sachen fertig, werfe einen letzten Blick aus dem Fenster rüber zum Dom,

Blick aus meinem Hotelfenster morgens auf dem Dom St. Blasius

Blick aus meinem Hotelfenster morgens auf dem Dom St. Blasius

Dann geht es runter und mit einem kleinen Lunchpaket im Rucksack starte ich Punkt 9 Uhr auf die 5. Etappe des Schluchtensteigs.

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St. Blasien ist der Startpunkt, das Ziel in 18 km Wanderstrecke dann Todtmoos. Glaube ich zumindest jetzt noch.

Der Blick auf den Dom oben zeigt, das Wetter ist den fünften Tag in Folge famos – strahlend blauer Himmel und Sonnenschein. Morgens um 9 Uhr stört die Sonne auch noch nicht, noch hat sie keine Kraft.

Durch den Kurgarten laufe ich, werfe einen Blick auf das traumhaft schöne Gebäude des Amtsgerichts und Notariat St. Blasien.

Das Amtsgericht und Notariat St. Blasien

Das Amtsgericht und Notariat St. Blasien

Wenige Meter weiter ist der Startpunkt der heutigen Etappe, zur Abwechslung mache ich mal wieder ein Beweisfoto, dass ich tatsächlich da bin und twittere dies.

 

Dann folge ich der Beschilderung, die mich hinter den Dom und dann durch eine Unterführung führt. Zunächst geht der breite Weg oberhalb der Strasse entlang, immer der Sonne entgegen.

Los geht es auf einem breiten Weg auf der 5. Etappe des Schluchtensteigs

Los geht es auf einem breiten Weg auf der 5. Etappe des Schluchtensteigs

Doch schon schnell ändert sich der Weg, anstelle des breiten Weges geht es ein wenig steiler auf einem schmalen Pfad hinauf. Doch die Steigung ist durchaus angenehm, das Höhenprofil der Strecke hatte mich weit schlimmeres vermuten lassen.

Dem schmalen Pfad folge ich aufwärts auf dem Schluchtensteig, kurz nach St. Blasien

Dem schmalen Pfad folge ich aufwärts, kurz nach St. Blasien

Immer wieder werfe ich einen Blick zurück, immer wieder taucht der Dom St. Blasien in meinem Blickfeld auf. Schon beeindruckend, was da im 18. Jahrhundert mitten im Schwarzwald errichtet wurde.

Ein erster Blick zurück auf St. Blasien, der Dom noch ganz groß zu sehen

Ein erster Blick zurück auf St. Blasien, der Dom noch ganz groß zu sehen

Und immer kleiner wird der Dom St. Blasien, hier von der Bank Jesuitenblick

Und immer kleiner wird der Dom St. Blasien, hier von der Bank Jesuitenblick

Der Weg, den der Schluchtensteig hier nimmer, begeistert mich. Schmaler Pfad, links der Hang mit Aussicht, rechts Felsen – das ist einfach großartig und angenehm zu laufen.

Der Schluchtensteig bietet schon zu Beginn der 5. Etappe eine tolle Wegführung

Der Schluchtensteig bietet schon zu Beginn der 5. Etappe eine tolle Wegführung

Und auch weiterhin ist der Weg nicht so steil, wie ich befürchtet hatte.

Nach rund 25 Minuten führt der Pfad weiter weg von der Strasse. Die Markierung des Schluchtensteigs weist nach links hoch, doch ich sehe auch den Hinweis zur Aussicht „Luisenruhe“. Und das sind gerade einmal rund 50 Meter Umweg – die mache ich natürlich sofort und gerne. Nur wenige Meter geht es hoch, dann hat man eine teilweise Rundumsicht in das Tal.

Ausblick von der Aussicht Luisenhöhe auf dem Schluchtensteig, knapp 30 Minuten nach dem Start in St. Blasien

Ausblick von der Aussicht Luisenhöhe auf dem Schluchtensteig, knapp 30 Minuten nach dem Start in St. Blasien

Doch los, weiter geht’s. Der Weg wird erst breiter, dann aber auch deutlich steiler. Doch keine Angst, steil ist der Weg gerade nur soweit Du sehen kannst, also rund 40 Meter. Dann wird es wieder eben. Eine Wegmarkierung verrät mir, dass es noch 16,5 km bis Todtmoos sind. Der Weg beginnt leicht anzusteigen, der Straßenlärm wird auch immer leiser, ich bekomme auf einmal angenehme Gerüche von Kräutern in die Nase. Links führt der Schluchtensteig dann etwas steiler hoch,

Abzweigung, die ich nicht verpassen darf auf dem Schluchtensteig

Abzweigung, die ich nicht verpassen darf auf dem Schluchtensteig

der Weg ist grasig und ich rieche Pilze. Der steilere Anstieg dauert etwa drei Minuten,

Schöner heller Waldweg

Schöner heller Waldweg

und dann taucht auch schon eine Bank vor mir auf. Ich schnaufe und schwitze und auch meine Achillessehnen erinnern sich schnell wieder an die Anstrengungen der letzten Tage. Doch schon bald wechseln sich ebene Abschnitte mit Abschnitten minimaler Gefälle und Steigungen ab. Nur ein kurzes Stück wird es nochmal steil, direkt nach einer Linkskurve, doch auch das sind nur 1-2 Minuten tatsächlich.

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An dem Felsen vorbei sehe ich erstmals den Lehenkopfturm.

Der Lehenkopfturm vom Schluchtensteig aus kurz vor Ankunft dort

Der Lehenkopfturm vom Schluchtensteig aus kurz vor Ankunft dort

Knapp eine Stunde bin ich bis hier unterwegs, es sind auch nur noch wenige Meter hoch bis zum Turm. Der ist übrigens begehbar, innen über die Holztreppe, die Türe ist offen. Da ich aber nur einzelne Fenster und keine offene Plattform von unten sehe, verzichte ich auf die Stufen und posiere stattdessen mal für eines der wenigen Bilder, auf denen ich auch mit drauf bin.

Hubert Mayer an der Aussichtsplattform vor dem Lehenkopfturm auf 1.015 Metern

Ich an der Aussichtsplattform vor dem Lehenkopfturm auf 1.015 Metern

Auf 1.1015 Meter liegt diese Ebene, und es bietet sich an, hier einen Moment Pause zu machen. Hier kannst Du schön sitzen, noch ist die Sonne auch nicht so drückend, es ist ja gerade Mal 10 Uhr.

Plateau am Lehenkopfturm

Plateau am Lehenkopfturm

Dann trinke ich noch schnelle einen Schluck Wasser, esse den Keks-Schoko-Riegel, den ich in mein Lunchpaket bekommen habe und mache mich auf den weiteren Weg. Zunächst geht es steil abwärts, meine Knie ächtzen schnell und ich wünsche mir zum wiederholten Male, doch Stöcke gekauft zu haben.

Abwärts geht es nach dem Lehenkopfturm

Abwärts geht es nach dem Lehenkopfturm

Dann wird es flacher, der Weg wechselt immer wieder zwischen Nadelbelag und Gras. Nach rund 10 Minuten komme ich an ein Schild – 14 km bis Todtmoos. Rechts ums Eck geht es auf einem Forstweg weiter und ich marschiere mit weit ausholenden Schritten. Nebenbei beantworte ich die Frage einer Freundin, de mich über den Facebook Messenger erreichet, ob ich denn nun Vollzeit für meinen Blog unterwegs wäre- leider nein..

Blöderweise verpasse ich dabei eine Abzweigung und merke nach einer Weile, dass nur noch andere Markierungen da sind. Ein kurzer Blick auf die Tourkarte, die ich auch in der Alpenvereinsapp geladen habe, zeigt das Desaster. Zurück und hoch muss ich. Aber es scheint eine Abkürzung zu geben. Quer durch die Prärie, bis auf die letzten 20 Meter ein kleines Wegchen. Doch der Schein trügt, es geht die letzten gut 100 m steil hoch und quer durch die Botanik. Ich bin froh, wieder auf den regulären Weg zu kommen und dafür nassgeschwitzt.

Der Weg führt hier bald aus dem Wald raus und auf Teer ein Stück weiter. Bald sehe ich eine Bank, kurz vor einem Mini-Örtchen mit vier Höfen.

Bank in der Sonne am Rande des Schluchtensteigs

Bank in der Sonne am Rande des Schluchtensteigs

Kurz geht es an der Strasse lang, doch wenige Meter weiter zweigt der Schluchtensteig nach links über Wiese ab.

Bei strahlend blauen Himmel geht es über die Wiese auf dem Schluchtensteig

Bei strahlend blauen Himmel geht es über die Wiese

Die Strecke gefällt mir immer besser – bislang die abwechslungsreichste Strecke auf dem Schluchtensteig, und das wird auch so weiter gehen, das sei schon angekündigt. Kurz danach geht es auf einem schönen schmalen Trampelpfad durch Farne weiter.

Trampelpfad quer durch die Farne auf dem Schluchtensteig

Trampelpfad quer durch die Farne

Das Schild, das mir kurz darauf den Blick auf den Feldberg ankündigt, nehme ich zur Kenntnis. Aber an der Stelle scheint ein junger Baum im Weg zu stehen 😉 Also gehe ich weiter, immer den Wegkennzeichnungen des Schluchtensteigs entlang. Auf diesem Abschnitt gibt es immer wieder Tafeln, die Dir das Leben und die Landschaft erklären.

Schöner Pfad auf der 5. Etappe des Schluchtensteigs

Schöner Pfad auf der 5. Etappe des Schluchtensteigs

Erklärschild am Wegerand - hier zu typischen Vögeln

Erklärschild am Wegerand

Knapp 10 Minuten später komme ich an den Aussichtspunkt Alpenpanorama Horbach. auf 1.010 Meter bietet sich eine tolle Aussicht, auch wenn die Alpen sich in dem diesigen Schleier verstecken.

Ich nutze den kurzen Stop, wieder etwas zu trinken. Einmal die Stunde versuche ich das regelmäßig auf diesen Etappen zu tun, so lässt es sich am besten mit dem Wasser haushalten.

Über recht hohe Stufen geht es abwärts, mein Knie ächzt. Doch ich will nicht klagen – den Großteil der Belastung kann ich durch Aufstützen auf das Geländer an der linken Seite gut abfangen. Unten geht es kurz nach rechts, dann nach links auf dem Teerweg weiter. Noch 12 km nach Todtmoos werden hier angeschrieben, ich gehe flotten Schrittes den Teerweg runter. Keine fünf Minuten später stehe ich am Klosterweiher, hier hat es auch eine Einkehrmöglichkeit mit Terrasse im Landgasthof Klosterweiherhof (mi-So ab 10 Uhr sowie an Feiertagen geöffnet).

Der Klosterweiher mit dem Landgasthof Klosterweiherhof

Der Klosterweiher mit dem Landgasthof Klosterweiherhof

Beim nächsten Mal werde ich wohl hier meine Mittagspause machen, heute ist es mir noch zu früh (11.16 Uhr). Der Schluchtensteig geht hinter dem Gasthof rechts den Berg hoch, schon nach wenigen Metern geht der Teerweg in einen Schotterweg über. Auf diesem geht es ein Stück weit bergauf,

Schotterweg kurz nach dem Landgasthof Klosterweiherhof

Schotterweg kurz nach dem Landgasthof Klosterweiherhof

dann komme ich an eine Hinweistafel zur Friedrich-August-Grube. Die Tafeln eignen sich gut, einen Moment innezuhalten und ein wenig über die Geschichte der Grube und des Naturschutzgebietes nachzulesen.

Die folgenden zwei Minuten geht es steil bergauf, endlich Schatten. Und der Anstieg wird sehr sanft nach links geht der Weg weiter. Und es sind auch nur mehr 11 km bis Todtmoos.

Eine Viertelstunde nach dem Klosterweiher komme ich an die Kreuzfelsenhütte,

Kreuzfelsenhütte auf dem Schluchtensteig

Kreuzfelsenhütte auf dem Schluchtensteig

wo ebenfalls ein guter Ort wäre, eine Pause einzulegen. 1.015 Meter hoch sind wir hier, es gibt mehrere Sitzgelegenheiten mit toller Aussicht.

Tolle Aussicht von der Kreuzfelsenhütte

Tolle Aussicht von der Kreuzfelsenhütte

Auf dem Steinquader, den Du da siehst, ist eine Panoramatafel angebracht, die Dir zeigt, was Du da sehen könntest.

Hinter der Kreuzfelsenhütte geht es wieder kurz abwärts, als es eben wird, folgt schon ein neuer scharfer Anstieg rechts auf Schotter nach oben. Es sind nur zwei Minuten, doch diese reichen, mich wieder zum Schnaufen zu bringen. Doch danach geht es wieder angenehm weiter. Was mich irritiert, ist das wiederholte Auftreten von denselben Entfernungsangaben, obwohl ich ein paar hundert Meter bereits gelaufen bin.

Wenig später geht es wieder einmal durch Kühe durch, das bleibt mir selten erspart. Ich hab doch hohen Respekt vor diesen großen Tieren.

Erst noch weiter entfernt, die Kühe

Erst noch weiter entfernt, die Kühe

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Die Rinder sind übrigens sehr wichtig für den Erhalt der Landschaft, ohne diese müssten ständig Menschen damit beschäftigt werden, Gras und Sträucher nachzuschneiden.

Die Sonne brennt mir auf den Kopf, während ich über die Wiesen wandere,

Weg durch die Sonne

Weg durch die Sonne

mein Akku entleert sich schneller als, mit lieb ist, gerade mal noch 50 % Restkapazität. Wieder merke ich, dass Notizen in Evernote, Bilder machen und Mitschneiden der Strecke mit Komoot Tribut am Akku fordern.

Punkt 12 Uhr bin ich 3 Stunden unterwegs und ich treffe auf ein Schild, dass Todtmoos in 9 km Entfernung ankündigt. Halbzeit also in jeder Hinsicht, mit 6 Stunden ist die Etappe auch ausgeschrieben. Den folgenden knackigen kurzen Anstieg bewältige ich schnell, dann geht es eben weiter. Weiter oben nach einer leichten Steigung sehe ich eine Bank in der Sonne stehen, die für einen tollen Ausblick spricht.

Bank mit Aussicht in Sichtweite auf halben Weg nach Todtmoos

Bank mit Aussicht in Sichtweite

Gebongt. Hier lasse ich mich für 15 Minuten nieder, esse mein Brötchen, das ich als Lunchpaket im Dom Hotel mitgenommen habe und genieße die Aussicht. Nebenbei lade ich den Akku auch ein paar Prozent nach, nach 15 Minuten geht es dann aber weiter. Kurz danach führt der Weg bergab,

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fünf Minuten später sehe ich das Hinweisschild auf den Ibacher Panaoramaweg, dem der Schluchtensteig nun für einige Weile folgen wird. Willst Du nur eine kurze Wanderung machen, bietet der sich an. Knapp 12 Km geht der Ibacher Panoramaweg, lediglich 278 Höhenmeter hoch und runter führt dieser Rundweg durch den Schwarzwald.

Der Abschnitt an der Strasse entlang sind nur rund 100 m. dann geht es erst rechts ab, dann links hoch zum „Größten Alpenpanorama des Schwarzwalds“. Über eine Wiese geht es nach oben, ein Grashüpfer springt erschreckt vor mir weg.

Von dem Aussichtspunkt aus soll ich Eignernordwand, den Mönch und die Jungfrau sehen – doch maximal erahnen kann ich diese im weissen Band am Horizont.

Panoramablick in Richtung der Alpen, nur ist bei dem Wetter nichts zu sehen

Panoramablick in Richtung der Alpen, nur ist bei dem Wetter nichts zu sehen

Ich gehe weiter über die Weiden, genieße die Ruhe und schwitze ein wenig in der Sonne. 24 Grad Celsius sagt die Wetterapp, doch in der Sonne und in Bewegung fühlt es sich natürlich heißer an.

Gegen 13 Uhr komme ich mal wieder an ein Gipfelkreuz. Das nutze ich aus – und trinke einen Schluck aus meinem Flachmann, in dem ich immer noch den leckeren Lechweg Kramat mit mir führe.

Auch hier sind leider keine Alpen zu sehen, der Schwarzwaldblick, den Du in dem Tweet hier siehst, ist dafür auch schön!

Eine Viertelstunde später komme ich an eine Strasse, nur noch 6 Km bis Todtmoos sind angeschrieben. Weit ist es nicht auf der Strasse, bei der an der Seite Kies für die Wanderer aufgeschüttet ist, bald zweigt ein schmaler Weg nach links ab. Mir läuft aber schon wieder das Wasser runter, langsam wird die Sonne echt viel.

Der Weg, auf dem ich nun bin, schlängelt sich schön über die Wiese, nur die Strasse, die oberhalb und links vorbei führt am Ende, stört die Ruhe. Immer wieder meinen Motorradfahrer, die Gänge hoch drehen zu müssen…

Herrlicher Weg durch die Wiesen

Herrlicher Weg durch die Wiesen

Am Ende des Pfades geht es leicht oberhalb der Strasse entlang und ich komme an die Bushaltestelle des Südbadenbusses „Abzweigung Ibach“. Hier werden die Orte St. Blasien und Todtmoos miteinander verbunden.

Es geht nach rechts, über die Strasse und wieder aufwärts. Ein letztes Mal, wenn ich das Höhenprofil richtig im Kopf habe?. Etwas über 10 Minuten sind es, dann bin ich endlich wieder im Wald – endlich Schatten! Ein Stück geht es auf dem Waldweg noch bergauf, 4 km sind es mittlerweile nur noch bis Todtmoos. Dann geht es leicht abwärts,

Breiter Waldweg

Breiter Waldweg

ich mache wieder lange Schritte, um voran zu kommen. 20 Minuten, nachdem ich in den Schatten des Waldes eingetaucht bin, komme ich an die Strasse, die ich von weiter oben schon genervt hörte. Also nicht die Strasse, aber die Fahrzeuge darauf. Hier steht das Ibacher Kreuz,

Das Ibacher Kreuz

Das Ibacher Kreuz

das 1777 hier errichtet wurde. Von hier sind es lediglich noch 2,5 km bis zu meinem Etappenziel, über die Strasse geht es, rechts runter und dann gleich links weg von der Strasse.

Der Weg führt schnell weg von der Strasse

Der Weg führt schnell weg von der Strasse

Der Weg ist schmal und geht für meine Knie schon fast zu steil abwärts. Ich merke die vorangegangenen Etappen um so mehr.

Ein schmaler steiniger Pfad führt abwärts vom Ibacher Kreuz

Ein schmaler steiniger Pfad führt abwärts vom Ibacher Kreuz

Nur kurz wird der Weg flacher als ich einen Waldweg quere, breiter wird der Weg, doch schnell wird es wieder steil.

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Tatsächlich sind es keine 10 Minuten bis der Weg in eine kleine Schlucht abzweigt.

Brücke am Beginn einer kleinen Schlucht kurz vor Todtmoos

Brücke am Beginn einer kleinen Schlucht kurz vor Todtmoos

Schöne Umgebung zum Laufen in der Schlucht

Schöne Umgebung zum Laufen in der Schlucht

Das Wasser plätschert angenehm neben mir, hier macht das Laufen wieder richtig Spass. Nach etwa 20 Minuten in diesem Tal erreiche ich den Ortseingang von Todtmoos. Der Metzger rechts hat seit 13.30 Uhr zu, das Cafe Bockstaller wurde mir für eine Schwarzwälder Kirschtorte empfohlen. Ein kurzer Blick in Google Maps zeigt mir aber, dass ich noch einen guten Kilometer und 100 Höhenmeter zu meiner Unterkunft heute zu überwinden habe. Denn diese liegt ein wenig abseits des Weges in Todtmoos-Strick. Mit einem kurzen Blick auf den Akkustand beschliesse ich, doch direkt zum Hotel zu laufen und das Cafe und die Schwarzwälder Torte bis zu meinem nächsten Besuch warten zu lassen.

Als ich im Hotel Rössle ankomme, erfahre ich, dass ich auch unten abgeholt worden wäre – hätte ich das nur gewusst… Zum Hotel erzähle ich Dir auch im Winter mehr, einverstanden? Nur soviel sei gesagt, eine Sauna und ein Dampfbad wirken nach dem Wandern Wunder!

Fazit zur 5. Etappe des Schluchtensteigs von St. Blasien nach Todtmoos

Eindeutig die schönste Etappe des Schluchtensteigs. Tolle abwechslungsreiche Strecke, die zwar anstrengend ist, aber durchaus auch gemütlicher als in den sechs Stunden, in den denen sie ausgeschrieben ist und in denen ich sie auch gelaufen bin, gewandert werden kann. Ich hab sie fest eingeplant, nochmal zur Erholung zu laufen.

Fakten zum Schluchtensteig

Gesamtstrecke: 119 km
Etappen: 6
Aufstieg insgesamt: 3.415 m
Abstieg insgesamt: 3.505 m
Schwierigkeit: schwer
Gepäcktransport: buchbar

Website

Tourdetails zum Download (GPX, KML) u. a. bei Outdoor Active

Offenlegung für alle sechs Etappen: Ich wurde zu den sechs Wandertagen von der Projektstelle Schluchtensteig Schwarzwald eingeladen. Herzlichen Dank für diese sehr schöne Einladung und tolle Zusammenarbeit! Die Einladung umfasste die Übernachtungen mit Frühstück und ein Abendessen sowie den Gepäcktransport. Dazu kam die Versorgung mit Reiseführern, Infomaterial und die gesamte Planung inkl. der Buchung. Wer meint, dass die Einladung meine Meinung beeinflusst, kennt mich schlecht. Die Anfahrt habe ich selbst bezahlt, ebenso wie alle Getränke. Dafür gab der Outdoorausrüster LOWA noch ein paar Schuhe aus an alle Teilnehmer des Blogger_Wander-Monats von Toptrails of Germany, zu denen der Schluchtensteig gehört. Ich muss nichts über die Schuhe schreiben (und auch nicht verlinken, mache ich aber trotzdem gerne!) – und habe die Schuhe gewählt, die ich sowieso vor kurzem auch gekauft habe, da LOWA eh meine bevorzugte Marke für All Terrain Schuhe ist.
Ihr wollt schneller und „live“ bei meinen Reisen dabei sein? Dann folgt mir doch bei Instagram und/oder Twitter. Meist abends gibt es auf der Facebookseite des Reiseblogs dann auch eine kurze Zusammenfassung der Tage auf Reisen mit den Bildern vom Smartphone. Ich freue mich sehr über Herzchen, „Gefällt mir“, geteilte und/oder kommentierte Beiträge auf allen Kanälen 😉

Anzeigen: Für die Wanderung wurde mir vom Einladenden auch Wanderführer zur Verfügung gestellt. In diesem Fall war das der Hikeline Wanderführer Fernwanderweg Schluchtensteig: Quer durch den Naturpark Südschwarzwald, 119 km, 1:35 000, GPS-Tracks Download, wasserfest

Veröffentlicht von Hubert Mayer

Blogger, Netzwerker, LL.B, Versicherungsmensch, ehrenamtlich in Stuttgart engagiert, Onlinejunkie. Du findest mich auch auf Twitter, Twitter, Facebook, Facebookseite des Travellerblogs, Google+ Wer mich und meine Bloggerei unterstützen möchte: Mein Amazon Wunschzettel ist lang

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