Mediterranes Flair auf der MSC Fantasia

MSC Fantasia Blick auf das Pooldeck

Meistens bin ich ja auf Kreuzfahrtschiffen unterwegs, die auf amerikanische Passagiere ausgerichtet sind. Auf der MSC Fantasia ist das anders. Dort herrscht mediterranes Flair und die Bordsprache ist Italienisch. Mit seinem großzügigen Pooldeck und der legeren Atmosphäre an Bord ist das Schiff vor allem etwas für Familien. Die MSC Fantasia habe ich mir im Sommer 2017 in Kiel angesehen.

Vor der Schiffsbesichtigung hatte ich Bedenken, weil MSC Kreuzfahrten ein recht schlechter Ruf vorauseilt. Schlecht ausgebildetes Servicepersonal und kein leckeres Essen gehören zu den häufigsten Kritikpunkten bei Passagieren. Meine Erfahrungen war fast durchweg positiver und auch die Schiffs-Hardware konnte mich überzeugen. Aber dazu später mehr.

Die MSC Fantasia in Kiel

Die MSC Fantasia in Kiel

Das Foto ist übrigens entstanden als ich an Bord der Mein Schiff 3 war und die MSC Fantasia neben ihr im Kieler Hafen lag.

Die MSC Fantasia in Zahlen

Die MSC Fantasia gehört mit einer Länge von rund 333 Metern und einer Breite von fast 38 Metern zu den größeren Kreuzfahrtschiffen auf den sieben Weltmeeren. An Bord finden rund 3300 Passagiere Platz, die Zugang zu 14 Decks haben. Dazu kommen rund 1400 Besatzungsmitglieder.

Ich persönlich mag ja diese großen Schiffe sehr. Auf der Norwegian Escape habe ich mich auch sehr wohlgefühlt. Während meiner Zeit an Bord der MSC Fantasia hatte ich den Eindruck, dass es genügend Bars und Restaurants gibt, allen Passagieren Platz zu bieten. Allgemein ist die große Auswahl an öffentlichen Bereichen ein Vorteil der größeren Kreuzfahrtschiffe.

Der erste Eindruck an Bord

Für mich war der Besuch der MSC Fantasia der erste persönliche Kontakt mit MSC Kreuzfahrten. Die Schiffsbesichtigung führte zunächst in den Mittelpunkt des Schiffes, das Atrium. Dort findet man alles, was man auf einer Kreuzfahrt braucht. Von hier aus erreicht man die Bars, Restaurants und Lounges. Auf den ersten Blick wird hier aber auch klar, wie die Reederei mediterrane Einrichtung versteht: mit vielen Spiegeln und bunten Farben. Das zieht sich über das gesamte Schiff.

Im Atrium gibt es zudem oft Livemusik, die zwar manchmal für meinen Geschmack zu laut ist, aber die Musiker verstehen ihr Handwerk auf jeden Fall. Ich habe hier einen Gitarristen spielen sehen, aber auch Duos und Trios treten im Atrium sowie abendlich in den Bars auf.

MSC Fantasia Atrium

Leuchtende Farben bestimmen das Atrium der MSC Fantasia

Im Atrium ist auch die berühmte Swarovski-Treppe zu finden, die zu den Besonderheiten bei MSC Kreuzfahrten gehört.

MSC Fantasia Treppe

Die Swarowski-Treppe ist eines der Markenzeichen von MSC

Kabinen der MSC Fantasia

Insgesamt verfügt die MSC Fantasia über 1600 Kabinen in 9 unterschiedlichen Kategorien. Zwei unterschiedliche Kabinen, eine Innen- und eine Balkonkabine habe ich mir angesehen. Beide sind hell eingerichtet und verfügen über die gleiche Größe wie bei anderen Reedereien ebenfalls üblich.

Die Innenkabine war hergerichtet für eine Belegung mit vier Personen. Zusätzlich zum Doppelbett, das aus zwei Einzelbetten zusammengeschoben worden ist, wurden dazu die sogenannten Pullmann-Betten aus den Kabinenwänden heruntergeklappt. Dadurch bleibt der Bereich vor dem Bett ebenso frei wie der Weg zum Bad. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass es zu viert doch ziemlich eng auf einer Kabine werden könnte. Für Sparfüchse ist das aber wohl die günstigste Art, eine Kreuzfahrt zu machen.

Die Innenkabinen sind in aller Regel 13 Quadratmeter groß. Es gibt allerdings auch größere (24 Quadratmeter) Kabinen, die für Menschen mit Behinderung und eingeschränkter Mobilität eingerichtet sind.

MSC Fantasia Innenkabine

Auch zu viert kann man in einer Innenkabine wohnen

Das Bad entspricht ebenfalls dem Kreuzfahrt-Standart und ist mit Dusche und WC ausgestattet. Allerdings habe ich hier erstmals einen klassischen Duschvorhang auf einem Kreuzfahrtschiff gefunden. Andere Reedereien verbauen stattdessen Schiebetüren aus Glas. In der Balkonkabine gab es ein baugleiches Bad.

MSC Fantasia Innenkabine Badezimmer

Blick in das Bad der Innenkabine

Die Balkonkabine wirkt natürlich deutlich geräumiger, durch die große Fensterfront zum Balkon hin viel Tageslicht einfällt. Die Grundfläche ist tatsächlich auch etwas größer und so passt noch ein Sofa in den Raum.

MSC Fantasia Balkonkabine

So sieht es in einer Balkonkabine aus

Die Balkonkabinen sind mindestens 17 Quadratmeter groß. Auch hier gibt es Kabinen für Menschen mit Behinderung, die bis zu 42 Quadratmeter groß sind.

MSC Fantasia Balkon

Der Balkon mit Stühlen und Tisch

 

Neben den normalen Kabinen gibt es bei MSC den Yacht Club Suitenbereich. Die Gäste des Yacht Club genießen einige zusätzliche Annehmlichkeiten wie ein eigenes Pool- und Sonnendeck, ein eigenes Restaurant, eine separate Bar und Lounge sowie einen Concierge-Service.

Restaurants, Bars und Lounges der MSC Fantasia

Mit 6 Restaurants und 11 Bars und Lounges ist die MSC Fantasia für die unterschiedlichsten Geschmäcker gewappnet.

Ich war zum Mittagessen im Red Valvet Hauptrestaurant. Es gab neben dem Menü auch die Möglichkeit, sich an einem kleinen Buffet zu bedienen, damit man einen Eindruck von der Auswahl im Buffetrestaurant bekommt. Der Service war aufmerksam und wirklich freundlich, die Qualität der Speisen war okay und besser als der Ruf von MSC suggeriert. Einzig die Anrichtung der Speisen auf den Tellern könnte schöner sein:

MSC Fantasia Burger

Der Burger wurde recht lieblos angerichtet.

 

MSC Fantasia Vorspeise

Die Vorspeise und Salat habe ich am Buffet zusammengestellt

MSC Fantasia Dessert

Das Dessert habe ich mir ebenfalls vom Buffet geholt.

Das Dessert hat mir gut geschmeckt. Panna Cotta und Kuchen waren wirklich lecker.

Mein Lieblingsplatz auf dem Schiff ist die Piazza San Giorgio, die mit ihrem Brunnen in der Mitte an den Dorfplatz die Ortsmitte kleiner italienischer Städte erinnert. Um die Piazza herum sind eine kleine „Eisdiele“ und ein „Straßencafé“ zu finden. Genügend Sitzplätze gibt es ebenfalls. Die Preise für Eis, Cappuccino und Torten liegen leicht unter den Preisen, die man aus Deutschland kennt. Ein Stück Torte ist so etwa schon für 1,90 Euro zu haben.

Eine detaillierte Übersicht der Getränkepreise und Getränkepakete bei MSC Kreuzfahrten findet ihr bei cruisetricks.de.

MSC Fantasia Piazza San Giorgio

Die Piazza San Giorgio auf Deck 6

MSC Fantasia Gelato

Eisdiele auf der Piazza San Giorgio

 

MSC Fantasia Diskothek

Die Diskothek names Liquid Discothek

 

MSC Fantasia Manhattan Bar

Die Manhattan Bar

 

MSC Fantasia Lounge

L’Insolito Lounge

Weitere Eindrücke von der MSC Fantasia

MSC Fantasia Theater

Das Theater l’Avanguardia

MSC Fantasia Sportsbar

Die Sportsbar bietet auch Liveübertragungen

MSC Fantasia Teens Lounge

Für Teenager gibt es eine eigene Lounge

Das Pooldeck der MSC Fantasia

Besonders gefallen hat mir das Pooldeck der MSC Fantasia, das viel Platz und eine Auswahl unterschiedlicher Pools bietet. Neben dem Hauptpool, Whirpools und einem Indoor-Pool gibt es auch ein kleineres Schwimmbecken am Heck und ein eigenes Sonnendeck für die Suitengäste aus dem MSC Yacht Club.

MSC Fantasia Blick auf das Pooldeck

Der Blick über das gesamte Pooldeck

MSC Fantasia Pooldeck

Das Pooldeck der MSC Fantasia

MSC Fantasia Wasserrutsche

Auch eine Wasserrutsche gibt es an Bord

MSC Fantasia Indoor Pool

Der Indoor Pool

MSC Fantasia Pool am Heck

Am Heck auf Deck 15 gibt es noch einen weiteren Pool

Auf dem Foto kann man an den zusammengeklappten Liegen gut den Sonnenschutz erkennen, über den alle Liegen an Bord verfügen. So kann jeder den Schatten über dem eigenen Kopf selbst regulieren und die Suche nach Schattenplätzen entfällt. Sehr clever!

MSC Fantasia Heck Pool

Der zweite Pool am Heck

 

Fazit zur MSC Fantasia

Der Ruf von MSC Kreuzfahrten in der Branche war lange Zeit kein guter. Schlechter Service und ungenießbares Essen gehörten zu den Kritikpunkten vieler Gäste. Das hat sich nach meiner Erfahrung deutlich verbessert, wenn auch das Essen längst noch nicht mit der Qualität bei TUI Cruises oder Norwegian Cruise Line mithalten kann. Dafür sind die Kreuzfahrten mit MSC aber teils auch erheblich günstiger. Wirklich gut ist die Auswahl an Bars und das Pooldeck mit seinen vielen Möglichkeiten auf der MSC Fantasia. Die Kabinen haben mir ebenfalls sehr gut gefallen. Wer auf der Suche nach einer günstigen Kreuzfahrt ist und sich in Italien wohlfühlt, wird auch die MSC Fantasia mögen.

Offenlegung: Die Fotos sind bei einem privaten Besuch an Bord der MSC Fantasia entstanden. Ich schreibe über das Schiff, weil ich es gerne will.
Wenn Ihr noch mehr über mich und meine Kreuzfahrten erfahren wollt, folgt mir einfach bei Twitter oder auch bei Instagram. Dort könnt Ihr mich „live“ bei Reisen oder durch das Besucherzentrum der Meyer Werft begleiten.

Was gibt es Neues bei der Bahn? Erkenntnisse von DBME17

Schnappschuss von der Leuchtenden Bahnsteigkante

Schon letztes Jahr war ich eingeladen, zu erfahren, was es so Neues bei der Bahn gibt. Wer mich kennt weiss, dass ich eigentlich alles mit der Bahn fahre – und das sehr gerne. Und so habe ich mich über die erneute Einladung zum Event #DBME17 sehr gefreut. Der Hashtag #DBME17 bedeutet in diesem Fall: „Deutsche Bahn – Mobilität erleben 2017“. Letztes Jahr durfte ich beispielsweise mit dem ICE4 eine Probefahrt machen, die Bahnhofsboxen sehen (die in Stuttgart schon umgesetzt sind) und auch die neuen Lounge Möbel der Bahn. Und auch diese sind jetzt in der neuen DB Bahn Lounge in Nürnberg in Verwendung!

Ich bin daher sehr gespannt, was es dieses Jahr an Neuigkeiten gibt! Stattfinden tut das Event dieses Jahr in der Veranstaltungshalle Radialsystem V in der Nähe des Berliner Ostbahnhofs. Am Vortag bin ich da schon mal mit dem Schiff vorbei gefahren.

Veranstaltungszentrum Radialsystem V in der Nähe des Berliner Ostbahnhofs von der Spree aus fotografiert

Veranstaltungszentrum Radialsystem V in der Nähe des Berliner Ostbahnhofs von der Spree aus fotografiert

Da war es nur bewölkt, heute fällt seit ich wach bin starker Regen. Ich bin daher sehr gespannt, wie naß ich dort ankommen werde. Vom Hotel zum Zug wurde ich nur ein klein wenig nass…
Einen ersten Leak, wo um es gehen wird, kommt vom Twitterteam der Deutschen Bahn:

Na, dann bin ich ja mal gespannt, der KomfortCheckin hat mich eh schon neugierig gemacht. Und was das wohl für schwarzes Gerät im Bild unten rechts ist?

Vor der Halle ist die Akkreditierung aufgebaut inklusive Garderobe, das geht schön fix und ich freue mich auf den Kaffee, der bereits im Eingang zum Veranstaltungszentrum bereit steht. Und nicht nur Kaffee, auch die neuen Mehrwegbecher stehen ebenso zum Mitnehmen bereit, wie einige schön angerichtete Kleinigkeiten zum Frühstück.

Happen zum Frühstück beim #DBME17 Event der Deutschen Bahn in Berlin

Happen zum Frühstück beim #DBME17 Event der Deutschen Bahn in Berlin

Eva von DB Vertrieb kommt uns direkt entgegen, mit der Akkreditierung bekommt sie eine Benachrichtigung auf ihr Handy, dass wir da sind. Auch wenige andere uns bekannte Gesichter vom Vorjahr sind zu sehen, nach einer Weile gemütlichen Quatschens geht es dann in die Halle, wo dann auch bald das offizielle Programm startet. Zu Beginn verschaffe ich Dir jetzt einen Überblick über die Vorträge mit den jeweiligen Kernpunkten aus meiner Sicht, die einzelnen Neuigkeiten kommen weiter unten, da kannst Du natürlich auch hin scrollen 😉

Vorträge beim #DBME17

Begrüßung durch Vorstand Dr. Richard Lutz

Es sind wenige Zahlen, dir wir dieses Jahr hören, möglicherweise, weil diese bereits zuvor in der Pressekonferenz genannt wurden. Mich beeindruckt dennoch, dass es alleine über 2 Mio Fahrgäste rund um den 3.10. waren, die mit dem Fernverkehr der Bahn unterwegs waren.

Dr. Lutz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG, beim #DBME17 in Berlin

Dr. Lutz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG, beim #DBME17 in Berlin

Wichtig ist ihm das Programm „Zukunft Bahn“, denn das steht dafür, dass die Bahn in vielen Punkten noch besser werden will.

Lutz sieht die Bahn auf gutem Weg, aber noch lange nicht am Ziel. Für das 4. Quartal ist ein Endspurt in Sachen Pünktlichkeit geplant, das Jahr hatte schon einige Hämmer wie die Streckensperrung wie in Rastatt – das ausgerechnet der heutige Tag dem schon wieder versucht, einen Strich durch die Rechnung zu machen, ahnt noch keiner. Die Schäden, die der Sturm Xavier anrichten wird im Laufe des nachmittags/abends, die werden immens. Doch das war morgens in der Form noch nicht abzusehen. Wer sehen will, wie die Bahn das Problem mit Xavier praktisch gehandelt hat, kann mal bei Tims Erfahrungsbericht reinschauen.

Bleiben wir als erst noch in den Morgenstunden und hören, dass Digitalisierung und SmartCities Kernthema blieben. Eine der ganz großen Fragen, die sich die Bahn stellt, ist „Wie gestalten wir den Verkehr in immer größer werdenden Metropolen?“.

Wenn ich es richtig mitbekommen habe, geht am 25.10. der erste autonome Bus in Linienverkehr in Berlin?! Ich lasse das jetzt mal noch stehen, kümmere mich aber noch um den Faktencheck, ok?

Nach Dr Lutz betritt

Birgit Bohle, Vorstandsvorsitzende DB Fernverkehr

die Bühne. Bei den Überlegungen, was treibt denn die Bahnmitarbeiter eigentlich an, wurden 1000 Mitarbeiter der Bahn einbezogen und befragt.

Birgit Bohle, Vorsitzende des Vorstands DB Bahn Fernverkehr, bei Ihrer Rede in Berlin beim #DBME17

Birgit Bohle, Vorsitzende des Vorstands DB Bahn Fernverkehr, bei Ihrer Rede in Berlin beim #DBME17

Kernbotschaft ist:

„Wir verbinden Menschen. Wir überwinden Distanzen.“

Hierzu wurde ein sehr schöner kurzer Film produziert, der das ganze eindrücklich aufzeigt.

Der Augenmerk wird aber nicht nur auf Neuheiten und Digitalisierung liegen, sondern auch das Kerngeschäft bleibt glücklicherweise im Blickfeld. Der neue ICE 4 wird ab dem Fahrplanwechsel zum 10.12.2017 zwischen Hamburg und München sowie zwischen Hamburg und Berlin verkehren. Weitere Strecken folgen.

Frau Bohle freut sich auf alle Fälle sehr darüber, dass die Kundenzufriedenheit stetig und meßbar steigt. Was ich gut nachvollziehen kann 😉

Einige der Neuerungen, die wir hier anschauen können in den beiden Hallenteilen, spricht sie noch in ihrer Rede an, beispielsweise dass im neuen ICE Portal 10.000 Filme/Serien werden pro Tag angesehen an Bord – das ist schon eine Hausnummer!

Der KomfortCheckin soll künftig dafür sorgen, dass der Fahrgast nicht mehr kontrolliert wird. Das bringt natürlich mehr Ruhe für mich als Fahrgast, wenn ich nicht mehr bei jedem Personalwechsel neu geprüft werden. Vor allem, wenn ich, wie so oft, einfach nur vor mich hin dösen möchte.. Und es verschafft dem Zugbegleiter mehr Zeit für den eigentlich Service am Kunden. Mehr dazu weiter unten.

Dr. Michael Peterson, Marketing Vorstand bei DB Fernverkehr

betont im Anschluss noch einmal, dass die Basisqualität wichtig ist und nicht außer Acht gelassen werden darf. Pünktlichkeit, Klimaanlage, Sauberkeit, aber auch WLAN gehören da mittlerweile dazu.

Prof. Tom Hirt, Head of Think Tank – Group Project Traveller Information

zeigt noch, wie die Benutzerinformation und die Buchung mit einer Bahnapp und im Web in Zukunft aussehen kann anhand eines Prototyps.

Hierfür wurde eine komplett neue Nutzeroberfläche geschaffen anstelle auf bestehende aufzusetzen. Bei der Entwicklung wird sich unter anderem an unterschiedlichen Nutzerprofilen orientiert, beispielsweise Geschäftsreisende, Pendler, Familien. Ich nehme an, dass hierfür Personas gebildet wurden, aber so nicht direkt angesprochen.

Die neue Oberfläche soll bis  in drei Jahren kommen. Ende 2018 für ersten Kunden schon im Test verfügbar – ich bin gespannt und überlege mir tatsächlich, dafür mir noch ein Androidgerät zuzulegen, denn die Entwicklung findet zunächst dafür statt (mehr Nutzer bislang als bei iOS Geräten).

Das weitere, was er uns erzählt, das lasse ich in Vorstellung der einzelnen Stationen einfliessen, einverstanden?

Soviel zu den Reden, jetzt gebe ich euch gerne einen Einblick, was alles so in Arbeit ist bei der Bahn – einiges konnte mich durchaus beeindrucken. Hier ein kleiner Überblick, zum Vergrößern einfach anklicken/-touchen.

Übersicht über die Stationen mit Neuigkeiten bei der Bahn auf dem Event #DBME17 in Berlin

Übersicht über die Stationen mit Neuigkeiten bei der Bahn auf dem Event #DBME17 in Berlin

Stationen mit Neuigkeiten bei der Deutschen Bahn

Was mich am meisten beeindruckt hat, ist tatsächlich die

Leuchtende Bahnsteigkante

Hö? Leuchtende Kante? Was soll dass denn jetzt besonders beeindruckendes sein, magst Du Dich fragen. Das ist ein Streifen mit Lichtfaserbeton, der als Test erstmals Ende November auf Gleis 2 in Bad Cannstatt eingesetzt werden wird. Und der kann?

Farblich gesteuert wird angezeigt, wo denn der Zug hält, der Passagier mit Pfeilen also darauf hingewiesen, dass der Haltebereich noch ein Stück weg ist. Auch wo die Türen sind, wird durch grünes Leuchten dargestellt (ich hoffe ja, dass mein Einwand, dass es als Aufstellfläche kommuniziert werden und dann unmittelbar NEBEN den Türen sein sollte, noch umgesetzt wird)

Zusätzlich wird die Auslastung der Wagen angezeigt, so dass die Fahrgäste sich bereits am Bahnsteig besser verteilen können. Möglich wird das durch die Nutzung der in den S-Bahnen verbauten Kameras, die für diesen Zweck stark verpixelte Bilder an die entsprechende Software senden (ja, Datenschutz wurde dabei beachtet ;))

Finde ich eine tolle Idee, zumal ich ja eh meist auf mein Smartphone schaue und das daher durchaus auch unbewusst wahrnehmen könnte. Ich bin sehr gespannt, wie das ankommen wird. Ziel ist es, auch die Pünktlichkeit zu verbessern, wenn die Menschen schon am richtigen Fleck stehen und gerade bei Kurzzügen nicht erst noch über den halben Bahnsteig rennen müssen, während ein vermeintlich netter Mensch die Türe blockiert (und damit natürlich Auswirkungen auf das komplexe System nimmt, die auf allen Linien mit Verspätungen sich bemerkbar machen…).

Schnappschuss von der Leuchtenden Bahnsteigkante

Schnappschuss von der Leuchtenden Bahnsteigkante

DB Regio Bayern stellt Ideenzug vor

Hier ist ein Mockup aufgebaut, wie ein Zugteil in Zukunft aussehen kann mit auch sehr persönlichen Informationen zu den Fahrgästen (wenn sie das wollen!). So könnte über ein entsprechendes Display einer einsteigenden Person angezeigt werden, wo ihre Freunde sitzen, wo das gebuchte Abteil ist oder wo es noch freie Plätze hat (was natürlich auch ohne Personalisierung geht).

Anzeigebeispiel im Ideenzug der DB Regio Bayern

Anzeigebeispiel im Ideenzug der DB Regio Bayern

Es könnte verschiedene Abteile geben, beispielsweise auch ein Fitnessabteil mit einem Heimtrainer. Oder eine Premiumklasse, bei der schon bei der Buchung des Zuges Kaffee an den Platz mitgebucht wird.

Die Möglichkeiten, die hier vorgestellt werden, sind immens! Gezeigt werden soll den Bestellern (Ländern), was alles möglich ist, die Entscheidung über die Ausstattung bleibt natürlich bei den Bestellern.


Live-Reisebegleitung mittels intelligenter Prognosen

Auch sehr spannend, an was sich die Bahn da ran traut, auch wenn man meinen sollte, dass es bereits existiert.

Heute ist so, dass immer wenn der Zug über einen Sensor fährt,ein neues Signal gesendet wird und eine neue Prognose erstellt wird – aber ohne Berücksichtigung von den Begebenheiten der kommenden Strecke (wenn ich es richtig verstanden habe). Künftig wir in einem riesigen big data Projekt eine genaue Prognose angestrebt, die auch Begebenheiten wie Einstiegsverzögerungen bei bekannten großen Messen und Unwettern auf der kommenden Strecke berücksichtigen soll. Nur dass Du eine Idee bekommst, was heißt: Pro Minute werden dann ca. 1.300 Echtzeitpositionsmeldungen von Zügen verarbeitet und ca. 350.000 Ankunfts- und Abfahrtsprognosen berechnet.

Der erste Schritt wird aber bereits im Dezember 2017 stattfinden: Statt nur Verspätungsminuten in App und Web anzugeben, wird endlich die erwartete Ankunftszeit auf allen Kanälen angeben, so dass keiner mehr selbst rechnen muss (was bei der Planung von Anschlüssen unter Stress ja auch gerne mal zu einem Rechenfehler führt).

Neue Anzeige im DB Navigator und auf allen anderen Plattformen

Neue Anzeige im DB Navigator und auf allen anderen Plattformen

Der Rest wird ab Mai 2018 zunächst im Fernverkehr erwartet. Das neue System soll zusätzlich auch bessere Auslastungsprognosen zulassen, die wohl auch vom Kunden eingesehen werden können.

Bahn Bonus App

Es gibt ja immer wieder neue Apps bei der Bahn – oft um erst einmal zu testen, ohne die „Haupt-App“, den DB Navigator, zu überfrachten.

Hier wird die Bahn Bonus App vorgestellt (wer das Bonus Programm der Bahn noch nicht kennt, bitte klicken). Diese zeigt neben dem aktuellen Punktestand auch vor allem Partner in der Nähe. Also Partner, bei denen man entweder Punkte einlösen oder aber auch sammeln kann. Denn das geht nicht nur bei der Bahn, sondern beispielsweise auch bei Hotels wie den Accorhotels (Mercure, Ibis, etc.) oder Mietwagenfirmen wie Avis. Geplant ist der Launch der App für Frühjahr 2018.

Kommende bahn.bonus App mit omnipräsenter Punktestandanzeige

Kommende bahn.bonus App mit omnipräsenter Punktestandanzeige

VDE 8

VDE steht für Verkehrsprojekt Deutsche Einheit und die 8 für die Verbindung München – Berlin. Bislang fahren hier 1,8 Millionen Fahrgäste im Jahr. Künftig werden 3,6 Mio. erwartet, denn die Fahrtzeit verkürzt sich mit Beginn des Winterfahrplans auf 3 Stunden 55 Minuten. Von Innenstadt zu Innenstadt! Damit wird die Bahn auf dieser Relation eine Konkurrenz zum Flug (mit der auch die Lufthansa wohl schon in der Mittelfristplanung rechnete), 3 Sprinter verkehren täglich in beide Richtungen. 10 Milliarden Euro hat der Bau gekostet. Ganz interessant – auf der Schnellfahrstrecke wird auf Signale gänzlich verzichtet.

Interaktive Bahnhofskarte

Sowohl in App als auch an den bereits bekannten neuen Terminals werden interaktive Bahnhofskarten zur Verfügung stehen, wo man beispielsweise neben der Lage von Schließfächern, Lounge oder eben auch Läden auch die Öffnungszeiten abrufen kann.

Interaktive Bahnhofskarte

Interaktive Bahnhofskarte

DB Navigator

Verspätungen werden künftig mit Ankunftszeit statt „+xyz Minuten“ angezeigt, das habe ich ja schon weiter oben angesprochen. Dies soll schon Ende Dezember der Fall sein. Außerdem kommt endlich auch die Möglichkeit, mit Paypal zu zahlen, das soll schon Ende des Monats der Fall sein. Eine neue Möglichkeit der Schnellbuchung dann ab 2018.

Holoplot

Ganz coole Geschichte, von der ich bereits im Podcast Bahnfunk (Folge 8) gehört habe. Wenn Du Dich für den Bahnbetrieb interessierst, dann solltest Du den aber schon kennen, wenn nicht -> da lang!

Doch was ist nun Holoplot? Kurz gesagt, ein neuartiges Lautsprechersystem, das es ermöglicht, mit Ansagen punktuell gezielt Bereiche getrennt ansteuern. Also so, dass Du nicht mehr das Plärren der Ansage vom Nachbargleis hörst und deswegen deine eigene kaum mehr verstehst. Es sind auch auch mehrere Sprachen möglich. Grundsätzlich ist die Ausstrahlung strahl- oder fächerförmig möglich, bislang strahlt der Ton kugelförmig aus. Technisch sei das eine planare Welle (ich hab ja keinen Plan von Technik…). Ein Langzeit Pilot über 6 Monate kommt, bislang gab es bereits zwei kurze Tests in Frankfurt und in München. Auch auf dem Event wurde das demonstriert – zwei „Probanden“ standen etwa 3 Meter voneinander entfernt und haben unterschiedliche Ansagen bekommen. Im Ergebnis hat einer angefangen, Kniebeugen zu machen (der Tim vom Podcast oben stand da dummerweise nah genug dran, so dass er „fällig“ war) während der andere angefangen hat zu winken 😉

KomfortCheckin

Mein zweiter Favorit, denn der wird für störungsfreies Fahren mit der Bahn sorgen. Was ist der KomfortCheckin? Ganz einfach: Wenn Du (vorerst) ein Handyticket oder ein Onlineticket buchst (und diese in den DB Navigator lädst), kannst Du nach dem Einsteigen in den Zug dich selbst innerhalb Deines Tickets im Navigator auf deinem Sitzplatz Einchecken. Voraussetzung dafür ist daher natürlich eine Sitzplatzreservierung.

Der Zugbegleiter erhält dann eine Liste auf seinem Gerät, auf welchen Plätzen Menschen sitzen, die bereits eingecheckt haben und muss diese nicht mehr kontrollieren. Und Du kannst in Ruhe schlafen, Podcasts hören oder Filme schauen. Auch die Funktion ist bereits im Feldtest, auf den Strecken Hamburg – München, und Dortmund – Stuttgart.

Eingecheckt mittels Komfort Check-in sowie Anzeige auf dem Gerät des Zugbegleiters

Eingecheckt mittels Komfort Check-in sowie Anzeige auf dem Gerät des Zugbegleiters

Augmented Reality in der Kinderwelt
Eher für die Eltern mit Kindern in der Bahn interessant, wobei ich mir auch weitere Anwendungsgebiete vorstellen kann, die spannend sind – schaue ich schließlich immer wieder aus dem Fenster und überlege, was das da draussen wohl gerade ist, was ich sehe. Doch zurück zu den Kindern:

Hier wird voraussichtlich ab den 1. Quartal 2018 die App „Der kleine ICE“ umgestaltet und kann mit Markern auf Karte im Abteil ein neues Reiseerlebnis für die kleinen schaffen. Diese zeigt dann beim drüber gehen mit der Kamera des Smartphones oder Tablets Infos an. Auch viele Symbole im Zug kommen dann auf einmal mit Erklärungen vom kleinen ICE.

Da das ganze jetzt nicht ganz so mein Bereich ist, ausnahmsweise ein Ausschnitt aus dem Factsheet:

„Betrachtet man zum Beispiel durch die App das Ruhebereichsymbol, kann man sich zum einen die Bedeutung erklären lassen, aber es können sich auch interessante Fun-Facts, Spiele oder Animationen dahinter verbergen, angeregt durch ein Symbol für das Kind freigeschaltet und erlebbar werden. Damit bietet die DB ein Angebot für Kinder, das sowohl deren Wissensdurst stillt und mit unterhaltsamen Spielen jeden Anflug von Langeweile vertreibt. “

Das soll es mal mit den Vorstellungen der Neuigkeiten von der Bahn gewesen sein für heute, stichwortartig noch eine Übersicht, was insgesamt in Berlin vorgestellt wurde, auch wenn ich nicht an jeder einzelnen Station war:

  • Umfassend einfaches Kundenerlebnis
  • Intelligente Prognosen
  • Mobilitätsangebote von Morgen
  • Die neue Schnellfahrstrecke Berlin-München
  • Interaktive Bahnhofskarten
  • Punktgenaue Ansagen
  • Komfort Check-In
  • Betrieb Live
  • Neues Kundenerlebnis DB Regio und S-Bahn München
  • bahn.bonus App
  • Kooperation DB und Lufthansa
  • Mehr Mobilität für jeden Gast:
    – Mobilitätsbudget
    – Pay as you go
    – Driversity
  • Medibus – Virtual Reality Experience
  • Innovative Reisendeninformation:
  • Dynamischer Schriftanzeiger und Digitale Vitrine
  • Augmented Reality in der Kinderwelt
  • DB Navigator
  • Leuchtende Bahnsteigkante
  • ICE Portal
  • WLAN Bus

Was ich auch ganz nett fand auf der Veranstaltung- alles, was es hier auf der Veranstaltung innerhalb der Halle zu essen gibt, gibt es auch Bord der Züge.

Fazit zur Veranstaltung #DBME17 in Berlin

Man muss nicht wie ich ein Fanboy der Bahn sein, um zu sehen, dass die Bahn an vielen Ecken sich nicht nur bemüht, vieles für ihre Kunden zu tun, sondern aus den Bemühungen auch Taten folgen. Manche schneller, manche langsamer. Für mich immer mehr für Gelassenheit auf der Schiene sorgt, dass ich mit jeder Veranstaltung auch ein wenig mehr über den Bahnbetrieb lerne. Und wenn man weiss, warum wo Probleme entstehen, wenn man sieht, woran alles gearbeitet wird, um diese zu beseitigen oder zu verringern, dann geht man mit Verspätungen einfach gelassener um. Also ich zumindest. Und denke wieder und wieder darüber nach, wie ich mir meinen Traum, eine Bahncard 100, leisten kann.

PS: Hungern mussten wir übrigens in keiner Art und Weise. Neben der Verpflegung in der Halle (du erinnerst Dich, alles Essen, dass es auch in der Bahn gibt), standen draussen noch ein paar Foodtrucks – und das Pulled Pork war eines der besten, die ich je hatte!

Wenig Andrang dank starkem Regen an der Schlemmerhütte beim #DBME17 Event in Berlin

Wenig Andrang dank starkem Regen an der Schlemmerhütte

Pulled Pork Buger von der Schlemmerhütte auf dem #DBME17 Event in Berlin

Pulled Pork Buger von der Schlemmerhütte auf dem #DBME17 Event in Berlin

Reispfanne

Reispfanne

Ihr wollt schneller und „live“ bei meinen Reisen dabei sein? Dann folgt mir doch bei Instagram und/oder Twitter. Auf Instagram sogar oft tatsächlich live mit den Instastories. Meist abends gibt es auf der Facebookseite des Reiseblogs dann auch eine kurze Zusammenfassung der Tage auf Reisen mit den Bildern vom Smartphone.  Auch hier freue ich mich immer auf neue „Gefällt mir“ – und mir helft ihr damit auch!

Wenn Du mir nun auch was Gutes tun willst – meinen Amazon Wunschzettel findest Du hier!

Offenlegung: Ich wurde von der Deutschen Bahn zu diesem Event eingeladen. Die Einladung umfasst das Bahnticket (1. Klasse) zur An- und Abreise sowie das Catering während der Veranstaltung. Es wurden keinerlei Erwartungen geäußert, was ich mit der Einladung anfange, letztes Jahr hatte ich auch nur getwittert und nicht einmal gebloggt und war trotzdem wieder eingeladen.

Anzeigen:
Ich schrieb schon, mein Traum ist eine Bahncard 100 – über das Leben damit gibt es ein interessantes Buch, über das ich hier gebloggt habe.




Auf den Spuren von Manns Zauberberg: Ein Wochenende im traumhaften Waldhotel Davos

Das Waldhotel Davos

Ende März/Anfang April zog es uns nach Davos. Und nicht irgendwohin in Davos, sondern Dank einer großzügigen Einladung ins das Waldhotel Davos. Das ist nicht nur unglaublich schön, sondern hat auch eine besondere Geschichte. Denn das Waldhotel Davos wurde 1911 als Waldsanatorium erbaut – in dem unter anderen Thomas Manns Frau Katia Mann kurte und ihn bei seinem Besuch inspirierte, den Roman „Zauberberg“ zu schreiben.

Schon an der Rezeption merken wir, dass das Hotel besonders ist. Gleich drei Damen an der Rezeption, vor der Stühle stehen.

„Herzliche Willkommen. Bitte setzen Sie sich doch für den Checkin. Hatten Sie eine gute Anreise?“

Und weiter, bevor wir uns auch nur erstaunt anschauen können:

„Möchten Sie etwas trinken, einen Prosecco vielleicht oder einen Kaffee?“

Dann bekommen wir noch magische Tücher hingestellt auf einem Unterteller. Groß wie ein Fingerhut werden diese mit warmen Wasser übergossen und breiten sich aus. „Damit können Sie Ihre Hände erfrischen“, erfahren wir, bevor wir fragen können.

Es gibt immer ein erstes Mal – mittlerweile habe ich diese Tücher auch anderswo erlebt und muss sagen, das ist schon eine feine Sache!

Wir genießen den Prosecco im weitläufigen, sehr gemütlichen Barbereich an einem Platz am Fenster.

Großzügig Platz hat es hier - und auch der Ausblick ist nicht zu verachten im Barbereich des Waldhotels Davos (Foto: Gesine Klinkigt)

Großzügig Platz hat es hier – und auch der Ausblick ist nicht zu verachten (Foto: Gesine Klinkigt)

Wenig später begrüßen uns Bardhyl und Maria Coli, die herzlichen Gastgeber des Hauses. Gerne nehmen wir ihr Angebot an, nach dem Bezug unserer Junior Suite eine kleine Hausführung zu erhalten. Das Haus hat schließlich Tradition und wir sind beide schon sehr neugierig. Doch erst werden wir zu unserer

Junior Suite mit Südbalkon

gebracht.

Schon beim Öffnen der Türe wird klar, dass das Waldhotel Davos etwas besonderes ist. So ein großes Zimmer hatte sehr selten. Wenn Du häufiger hier mitliest, weißt Du, was jetzt kommt. Denn immer, wenn ich die Türe zu einem Hotelzimmer mache, halte ich den ersten Eindruck in einem Bild fest (auch wenn es fast immer ungünstige Lichtverhältnisse dafür sind 😉

Der erste Blick in unsere Juniorsuite im Waldhotel Davos

Der erste Blick in unsere Juniorsuite im Waldhotel Davos

Neben dem Eingang ist auf der rechten Seite das Bad, das zeige ich Dir gleich noch separat.

Zwei Ebenen in der Junior Suite im Waldhotel Davos

Auf der oberen Ebene ist diese gemütliche Sitzgarnitur und ein Kamin! Ein eigener Kamin!

Oberer Bereich der Junior Suite im Waldhotel Davos - Sitzgelegenheiten und großer Kamin

Oberer Bereich der Junior Suite im Waldhotel Davos – Sitzgelegenheiten und großer Kamin

Der dient übrigens nicht nur der Zierde, wir hätten ihn auch nutzen können 🙂

Vorbereitetes Holz im Kamin in unserer Juniorsuite im Waldhotel Davos

Vorbereitetes Holz im Kamin in unserer Juniorsuite

Und auch ein ausreichend großer Schreibtisch ist hier,

Schreibtisch

Schreibtisch

auf dem auch eine Obstauswahl zur Begrüßung für uns steht.

Obstteller zur Begrüßung

Obstteller zur Begrüßung

Gegenüber des Bades befindet sich auch der große Kleiderschrank in der Wand, der keine Wünsche offen lässt, auch die Bademäntel hängen hier für uns bereit,

Bademäntel im Schrank des Waldhotels Davos

Bademäntel im Schrank

und neben dem Safe wird auch eine Bose Soundanlage bereit gehalten!

Schrank mit Safe und Bose Soundanlage im Waldhotel Davos

Schrank mit Safe und Bose Soundanlage

Neben dem Schreibtisch geht es dann einige Stufen runter, das große bequeme Bett ist so ein wenig vom Wohnbereich abgetrennt.

Hattest Du schon mal Rosenblätter auf dem Bett bei der Ankunft in deinem Hotelzimmer?

Bett mit Rosenblättern und Blick quer durch die Suite (Foto: Gesine Klinkigt)

Bett mit Rosenblättern und Blick quer durch die Suite (Foto: Gesine Klinkigt)

Aber weisst Du, was das beste an diesen Betten ist? Ich zeige Dir das mal von hinten (und jetzt sollte ich dringend Photoshop lernen, das nicht vorhandenen grün tut ja schon weh…):

Betten mit Aussicht!

Betten mit Aussicht!

Ist das nicht fantastisch? Diese Aussicht aus dem Bett (und natürlich auch vom Balkon aus), die man gleich morgen hat. Übrigens ohne Aufstehen zu müssen, der Vorhang lässt sich per Schalter vom Bett aus öffnen! Morgens um 6.20 Uhr hast Du dann so einen Anblick,

Sonnenaufgang in Davos

Sonnenaufgang in Davos

Und eine Stunde später

Ausblick morgens, direkt hinter dem Bett

Ausblick morgens, direkt hinter dem Bett

Der Südbalkon der Suite ist übrigens sehr üppig bemessen –

Viel Platz auf dem Balkon unserer Juniorsuite im Waldhotel davos

Viel Platz auf dem Balkon

und es gibt die Original-Liegen aus dem früheren Sanatorium, die komplett restauriert wurden.

Originalliegen aus dem früheren Sanatorium

Originalliegen aus dem früheren Sanatorium

Information zu den Liegen aus dem Jahr 1911 im Waldhotel Davos

Information zu den Liegen aus dem Jahr 1911

Der Balkon lädt nun wirklich dazu ein, es sich für längere Zeit bequem zu machen. Und obwohl es das Wochenende Ende März/Anfang April 2017 ist, mache ich genau das.

Ich mache es mir dann mal gemütlich, ein wenig Erholung muss auch sein

Ich mache es mir dann mal gemütlich, ein wenig Erholung muss auch sein

Bei dem Ausblick aber auch kein Wunder, oder?

Den Ausblick nutzen wir auch für ein Bild anlässlich des 4. Bloggeburtstages des Travellerblogs.

Ausblick mit Werbung für den travellerblog.eu zum 4. Bloggeburtstag

Ausblick mit Werbung für den travellerblog.eu zum 4. Bloggeburtstag

Apropos Ausblick. Für den vollen Durchblick bzw. den besten Weitblick steht sogar ein Fernglas bereit!

Sogar ein Fernglas wird für den Gast im Waldhotel Davos bereit gehalten

Sogar ein Fernglas wird für den Gast im Waldhotel Davos bereit gehalten

Einen Einblick in das

Bad der Juniorsuite

kann ich Dir übrigens auch keinesfalls verwehren, denn das ist der Hammer!

Nicht nur, dass es eine schöne ebenerdige Dusche hat,

Ein Blick in die schöne Dusche

Ein Blick in die schöne Dusche

zwei Personen sich gleichzeitig waschen könnten,

Zwei Waschbecken und noch einmal Rosenblätter in der Junior Suite des Waldhotels Davos

Zwei Waschbecken und noch einmal Rosenblätter

nein, der Knüller ist diese Badewanne mit Aussicht!

Badewanne mit Aussicht in der Juniorsuite im Waldhotel Davos

Badewanne mit Aussicht in der Juniorsuite

Einfach der Hammer, oder?

Bevor wir uns auf den Weg zum Treffpunkt mit Herrn Coli machen, naschen wir noch schnell das weitere Gastgeschenk, das für uns auf dem Couchtisch bereit steht,

Macarons und Davoser Wasser

Macarons und Davoser Wasser

und machen wir eine kleine

Hausführung durch das Waldhotel Davos/h2>

Wir treffen uns wieder in der

Bar Krokowski

wo wir auch nochmal einen Blick auf die Rezeption werfen, quer durch den großzügig gestalteten Raum.

Vom Sitzplatz an der großen Fensterfront zur Rezeption geschaut

Vom Sitzplatz an der großen Fensterfront zur Rezeption geschaut

Und auch hier in der Bar Krokowski hat es wieder einen großen Kamin, der den Blick unweigerlich auf sich zieht.

Gemütlicher Sitzbereich vor dem großen Kamin in der Bar Krokowski im Waldhotel Davos

Gemütlicher Sitzbereich vor dem großen Kamin in der Bar Krokowski im Waldhotel Davos

Oft ist es in Bars ja kuschelig eng, nicht so im Waldhotel Davos. Hier hat es ausreichend Abstand zum Nebentisch und die Laufwege sind breit.

Großzügige Laufwege

Großzügige Laufwege

Während unserer Hausführung erfahren wir so einiges über das heutige Waldhotel Davos, das früher das Waldsanatorium war. 1911 schon erbaut, seit Beginn in Besitz der Familie von Gemmingen. Und ein riesiger Bekanntheitsschub natürlich mit dem Erscheinen des „Zaubergs“ von Thomas Mann.

Wir erfahren, dass es schon damals die großen Balkone gab, denn die Kurgäste mussten vor allem eines: Mindestens 6 Stunden am Tag liegen! Da werde ich manchmal doch ein wenig neidisch.

Das Waldsanatorium lief gut, 20 Franken die Nacht waren hier damals zu zahlen (in anderen Sanatorien lag der Preis zu der Zeit bei 1,50 Franken…). Eine Besonderheit, die das Waldsanatorium damals schon auszeichnete war das fliessende Wasser…

Mit der Entdeckung des Streptomycin und Medikamenten gegen Tuberkulose ging es abwärts. Abwärts mit dem Waldsanatorium, aber auch mit den anderen Häusern. 1957 wurde das Haus daher in ein Hotel umgewandelt, doch das war eine schwierige Zeit. Obwohl es damals komplett entkernt wurde, hatte sich der Gedanke an Krankenbetten in den Köpfen der Menschen festgesetzt.

Eines der damaligen Zimmer konnte Dank Sachspenden auch wieder hergestellt werden:

Blick in ein wiederhergestelltes Sanatoriumszimmer

Blick in ein wiederhergestelltes Sanatoriumszimmer

Fliessendes Wasser vor 100 Jahren im Waldsanatorium

Fliessendes Wasser vor 100 Jahren im Waldsanatorium

Im Jahr 2002 wurde das Gebäude dann radikal umgebaut. 20 Millionen Franken wurden in den Umbau investiert. Möglichst nah am Vorbild sollte es werden, ohne auf den heutigen Standard dabei verzichten müssen. Das Holz für den Umbau stammt aus der Region, möglichst viele Elemente des Gebäudes wurden anhand alter Bilder so genau wie möglich nachgebaut. Gleichzeitig sollte es so viel Luft und Licht wie nur irgendwie möglich geben.

Hoteldirektor Bardhyl Coli zeigt mir das Waldhotel Davos (Bild: Gesine Klinkigt)

Hoteldirektor Bardhyl Coli zeigt mir das Waldhotel Davos (Bild: Gesine Klinkigt)

Und am Beispiel von diesem alten Bild des

Speisesaals

Bild vom alten Speisesaal

Bild vom alten Speisesaal

im Vergleich mit einem Blick in den Speisesaal heute

Blick in den Speisesaal heute (Foto: Gesine Klinkigt)

Blick in den Speisesaal heute (Foto: Gesine Klinkigt)

sieht man wunderbar, wie gut das gelungen ist. Sowohl die frappierende Ähnlichkeit mit früher als auch der Gedanke des lichtdurchfluteten Raumes.

Der Speisesaal war früher DER Treffpunkt der Gäste – und es gab im Sanatorium eher schwere Kost. 10 Gänge waren an der Tagesordnung…

Wir gehen weiter und werfen einen Blick in das mit 14 GaultMillau-Punkten (Update 2.10.2017: im GaultMillau Schweiz 2018 nun mit 15 Punkten!) bewertete

Wein-Restaurant Mann und Co.

Ein erster Blick ins Wein-Restaurant Mann und Co. im Waldhotel Davos

Ein erster Blick ins Wein-Restaurant Mann und Co.

Das steht natürlich auch externen Gästen offen, es wird sogar ein Abhol- und Zurückbring Shuttle nach Davos in den Ort runter angeboten.

Mir gefällt es hier sehr gut (und mir wird am Abend auch das Essen noch sehr gut schmecken ;))

Runder Tisch für den Abend eingedeckt im Wein-Restaurant Mann und Co.

Runder Tisch für den Abend eingedeckt im Wein-Restaurant Mann und Co.

Dann geht es weiter, die Treppen runter, zu einem der Lieblingsorte von Herrn Coli. Das kann ich nachvollziehen, denn der

Weinkeller mit Degustationsraum

ist in der Tat beeindruckend!

Ein erster Blick in den Weinkeller mit Degustationsraum im Waldhotel Davos

Ein erster Blick in den Weinkeller mit Degustationsraum

Und da dieser Ausschnitt nur erahnen lässt, wie grandios es hier unten ist, liefere ich doch glatt noch ein Panorama nach:

Panorama vom Weinkeller

Panorama vom Weinkeller

Hatte ich erwähnt, dass Herr Coli nicht nur Hotelier ist, sondern auch ausgebildeter Sommelier? Da erklärt sich leicht die Leidenschaft zum Wein – und dem Genuß in schöner Umgebung.

Degustationsraum

Degustationsraum

Vom Weinkeller geht es weiter in den

Wellnessbereich des Waldhotels Davos

Den größten Teil nimmt hier das große Solebad ein, in dem nahezu kein Chlor verwendet wird. nach dem ursprünglichen Bau 1987 wurde der Bereich im Jahr 1999 nochmals umfassend renoviert – und kann sich heute sehen lassen.

Lichtdurchflutetes Solebad im Wellnessbereich des Waldhotels Davos

Lichtdurchflutetes Solebad im Wellnessbereich des Waldhotels Davos

34 Grad ist das Wasser hier – und so werden auch wir einige Zeit in der wolligen Wärme verbringen und uns ein wenig entspannen. Das tut nach unserer Wanderung am folgenden Samstag auch richtig gut.

Dürsten musst Du hier natürlich auch nicht, Wasser und Tee steht bereit.

Wasser und Tee im Wellnessbereich

Wasser und Tee im Wellnessbereich

Das große Solebad wird ergänzt durch eine Solegrotte, eine Sauna,

Sauna im Waldhotel Davos

Sauna im Waldhotel Davos

eine Physiotherm Infrarotkabine,

Physiotherm Infrarotkabine

Physiotherm Infrarotkabine

sowie ein türkisches Dampfbad und einen Kneippraum.

Natürlich fehlen auch Duschen und Ruheraum nicht, das muss ich aber nicht wirklich extra erwähnen, oder?

Wir fahren noch schnell mit dem Aufzug nach oben, die luxuriöse

Spa Suite

anschauen. Satte 69 Quadratmeter ist diese groß und hat neben dem Wohnzimmer

Wohnzimmer in der Spa Suite des Waldhotels Davos

Wohnzimmer in der Spa Suite

ein abgetrenntes Schlafzimmer.

Schlafzimmer in der Spa Suite

Schlafzimmer in der Spa Suite

Doch neben der Größe dieser Spa Suite begeistert mich vor allem das Bad. Das Waschbecken aus Walser Granit mit Grünstich,

aber allem voran die frei stehende Badewanne!

Frei stehende Badewanne in der Spa Suite im riesen Badezimmer

Frei stehende Badewanne in der Spa Suite im riesen Badezimmer

Abschließend werfen wir schnell noch einen Blick in den Skikeller

Blick in den Skikeller des Waldhotels Davos

Blick in den Skikeller des Waldhotels Davos

und den Fitnessraum.

Fitnessraum im Waldhotel Davos

Fitnessraum im Waldhotel Davos

Dann wird es ernst – denn wir haben noch 2 Tage

Essen im Waldhotel Davos

vor uns. Einen Abend im Rahmen der Halbpension, ein Abend im Weinrestaurant Mann & Co. als Verwöhnpension
(4-Gang-Menü inklusive korrespondierender Weine).

Dinner im Waldhotel Davos

Beide Mal essen wir im Weinrestaurant Mann & Co., denn kurz vor Saisonende wird der Speisesaal nur für das Frühstück genutzt.

Die Auswahl am ersten Abend, die zeige ich Dir am besten gleich hier als Speisekarte:

Menüauswahl am ersten Abend im Waldhotel Davos

Menüauswahl am ersten Abend im Waldhotel Davos

Und dann kommen all die Leckereien, die ich Dir einfach nur zeigen möchte, ich denke, das reicht, dass Dir das Wasser im und zusammenläuft 😉

Und er Rotwein dazu, der ist ebenfalls fantastisch!

Ein witziges Detail am Rande – alle Mitarbeiter haben nicht nur ihren Namen auf dem Schild, sondern auch einen Begriff mit dem sie sich selbst beschreiben. Und so gab es die Reiterin, den Rennfahrer. Finde ich ein sehr nettes Detail, das zeigt, wie wichtig der Mensch dort genommen wird!

Zurück ins Zimmer stellen wir fest, dass es (natürlich) auch einen Turndown Service gab,

Das Bett nach dem Turndown Service im Waldhotel Davos

Das Bett nach dem Turndown Service im Waldhotel Davos

der große Vorhang verschlossen ist und das Bett frisch gemacht.

Am zweiten Abend, da wird es dann schon unwirklich fantastisch – leider habe ich hier keine Speisekarte mehr und kann gar nichts konkretes mehr sagen zu den zahlreichen Gängen, die wir lustvoll zusammen mit der Weinbegleitung genossen haben :/

Ihr müsst euch hier also ganz mit den Bildern begnügen.

Wagt es wer zu bezweifeln, dass es so lecker war, wie auf den Bildern?

Und wo man gut zu Abend ist, da gibt es meist auch am Morgen etwas Gutes:

Das Frühstück im Waldhotel Davos

Es bleibt kein Wunsch offen – das Buffet ist reichhaltig, Eierspeisen werden frisch zubereitet. Hierfür gibt es eine extra Station direkt neben den Teigwaren.

Eierstation und Teigwarenauswahl im Waldhotel Davos

Eierstation und Teigwarenauswahl im Waldhotel Davos

Und das sehr lecker, so lecker, dass ich am Samstag am Ende des Frühstücks ein zweites Mal laufe, um mir ein zweites Omelette zu holen, das ich mir mit Schinken, Zwiebeln, Paprika, Tomate und Käse zubereiten lasse. Nur auf die Champignons verzichte ich 😉

Mein leckeres frisches Omelette zum Frühstück im Waldhotel Davos

Mein leckeres frisches Omelette zum Frühstück im Waldhotel Davos

Wir starten nach einem ersten Rundgang, was alles feil geboten wird, mit einem frischen Orangensaft, Prosecco und verdammt leckeren Kaffee, der tassenweise von dem überaus aufmerksamen Kellner gebracht wird.

Das Saftbuffet ist auch nicht zu verachten:

Säfte inklusive Prosecco zum Frühstück im Waldhotel Davos

Säfte inklusive Prosecco zum Frühstück im Waldhotel Davos

Nach dem Omelette gönne ich mir einen schönen Teller voll mit verschiedenen Wurstwaren und einer Auswahl des Brots.

Mein Frühstücksteller Nummer 2, lecker Brot und Wurst

Mein Frühstücksteller Nummer 2, lecker Brot und Wurst

Die Auswahl, was es noch so alles zum Frühstück hier im Waldhotel gibt, zeige ich Dir am besten in einer Galerie

Fazit zum Waldhotel Davos

Luxus pur – das ist das erste, was mir dort und auch in der Erinnerung in den Sinn kommt. Die Herzlichkeit mit der wir dort aufgenommen wurden, die wundervolle Suite (die es mir aber etwas schwer machte, morgens aufzustehen, ich hätte stundenlang den Ausblick vom Bett aus genießen können) und alle Räumlichkeiten inklusive des erholsamen Bades. Ja, das Waldhotel Davos kann ich Dir für Deinen Aufenthalt in Davos sehr empfehlen! Der Wermutstropfen: Das Hotel hat nur im Winter geöffnet, ab April ist bis November Sommerpause (dann geht es für die Familie Coli und die Mitarbeiter weiter in das im Sommer geleitete Hotel Vitznauerhof am Vierwaldstättersee). Doch wenn Du eine luxuriöse Unterkunft für einen Skiurlaub im legendären Davos suchst und bereit bist, die entsprechenden Preise zu bezahlen, dann – GO!

Das Waldhotel Davos

Das Waldhotel Davos

Fakten zum Waldhotel Davos
Waldhotel Davos
Buolstrasse 3
CH-7270 Davos Platz

Tel. +41 (0)81 415 15 15

Web
Mail

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Wenn Du mir nun auch was Gutes tun willst – meinen Amazon Wunschzettel findest Du hier!

Offenlegung: Ich wurde vom Waldhotel Davos zu dem Besuch eingeladen. Herzlichen Dank für diese sehr schöne Einladung und tolle Zusammenarbeit! Die Einladung umfasste die Übernachtungen mit Frühstück und Abendessen inkl. Getränken. Die Anfahrt und unser Tagesprogramm haben wir selbst bezahlt. Mein Dank geht auch an Lisa Vollenweider von der Agentur Weibel Communication AG, die den Aufenthalt für uns organisiert und uns im Vorfeld toll betreut haben!

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Die MS Zuiderdam von Holland America Line

Die Schiffe von Holland America Line (HAL) gehören zu denen, die ich schon lange kennenlernen wollte. Mit der MS Zuiderdam habe ich nun ein älteres Schiff der Flotte besucht und gemerkt, was das Besondere bei HAL ist: Ruhe, Gelassenheit und Traditionen. In einer Zeit, in der sich die großen Kreuzfahrtreedereien dieser Welt mit jedem neuen Schiff selbst zu übertrumpfen versuchen, tut ein wenig Unaufgeregtheit wirklich gut.

Restaurants und Bars auf der MS Zuiderdam

Das kulinarische Niveau bei Holland America Line ist wirklich hoch und die Restaurant-Auswahl an Bord der MS Zuiderdam mit Bedienrestaurants und Buffetrestaurant für unterschiedliche Vorlieben geeignet.

Restaurant Pinnacle Grill

Das Spezialitätenrestaurant Pinnacle Grill

Das Spezialitätenrestaurant Pinnacle Grill ist auf allen Schiffen von Holland America Line verfügbar. Dort werden Gerichte von aus dem Nordwesten der USA serviert. Dazu gehören Königslachs aus Alaska und Fleisch von Rindern, die auf der Washington State Double R Ranch gezüchtet wurden. Die passenden Weine stammen auch aus dem pazifischen Nordwesten und anderen Weingütern aus der ganzen Welt. Der Aufpreis pro Person beträgt 35 US Dollar.

Sitzecke im Pinnacle Grill

Sitzecke im Pinnacle Grill

Das Hauptrestaurant der MS Zuiderdam erstreckt sich über zwei Decks und bietet Frühstück, Mittagessen und Dinner als Menü. Beispiele für die Menüs gibt es auf der Webseite von Holland America Line.

Übrigens gibt es zum Dinner im Hauptrestaurant regelmäßig Officer Tables, an denen auch ein Offizier Platz nimmt und man so sehr interessante Gespräche führen kann. Ein Gala-Dinner während jeder Reise rundet das Angebot im Hauptrestaurant ab.

MS Zuiderdam Hauptrestaurant

Das Hauptrestaurant im Heck erstreckt sich über zwei Decks

MS Zuiderdam Hauptrestaurant

Im Hauptrestaurant werden bis zu 3 Mahlzeiten am Tag serviert

MS Zuiderdam Hauptrestaurant

So sieht es im oberen Decks des Hauptrestaurants aus

Der Lido Market ist das Büffetrestaurant an Bord der MS Zuiderdam. Hier gibt es viele unterschiedliche Stationen, an denen alle drei Hauptmahlzeiten zubereitet werden. Zudem gibt es hier – und auch an anderen Arten an Bord – nach Seetagen auch den traditionellen Nachmittagstee. Hier wird wieder einmal klar, dass Holland America Line viel Wert auf Tradition legt.

MS Zuidedam Buffetrestaurant

Blick in das Buffet-Restaurant der MS Zuiderdam

MS Zuiderdam Atrium

Das zentrale Atrium der MS Zuiderdam

MS Zuiderdam Kunst

An Bord findet sich viel Kunst wie dieses Seepferdchen im Atrium

MS Zuiderdam Atrium

Das Atrium aus der Perspektive von der Rezeption.

Entertainment an Bord – das volle Programm

Herzstück für das Entertainment an Bord ist auch auf der MS Zuiderdam das Theater. In diesem Fall ist es die Vista Show Lounge und ist komplett in rot und schwarz eingerichtet. Im Gegensatz zu vielen anderen Schiffen gibt es hier auch gemütliche Sofas und Tische für Getränke. Das hat mir sehr gut gefallen!

Das Theater

Ganz in rot: das Theater an Bord

Neben den Shows im Theater gibt es die B.B. King All-Star-Band, die jeden Abend in der Queen’s Lounge auftritt und Musik aus Memphis, direkt aus der Beale Street, an Bord bringt. Das Repertoire umfasst funkige und schnelle sowie gefühlvolle und sanfte Stücke.

MS Zuiderdam Theater

Das Theater erstreckt sich über 2 Decks

Auf Deck 10 gibt es viele Bereiche, in die man sich zurückziehen kann und dennoch nah am Geschehen ist. Die Bibliothek hat eine große Auswahl Bücher in verschiedenen Sprachen. Direkt daneben gibt es auch mehrere Computer, die auch einen (kostenpflichtigen) Internetzugang bieten. Der Bereich der Bibliothek geht direkt über in das Crow’s Nest.

MS Zuiderdam Bibliothek

Genügend Lesestoff für lange Seetage gibt es in der Bibliothek

MS Zuiderdam Bibliothek

Am Rande Der Bibliothek sind auch Computer mit Internetzugang zu finden

Das Crow’s Nest ist eine großzüzige Lounge auf Deck 10, die einen Panoramablick über den Bugbereich des Schiffs bietet. Hier finden sich gemütliche Sessel und Stühle sowie Bars.

Bar Crow's Nest

Das Crow’s Nest ist eine Bar auf Deck 10 mit Panoramablick

Holland America Line lebt Seefahrer-Traditionen

MS Zuiderdam Schornstein

Die runden weißen Schornsteine sind das Markenzeichen von Holland America Lines.

MS Zuiderdam Pool

Der Pool an Bord ist recht groß und lässt sich überdachen

Die MS Zuiderdam gehört heutzutage zu den kleinen bis mittelgroßen Schiffen und bietet rund 2000 Passagieren Platz. Kletterparks, Autoscooter und Wasserrutschen sucht man an Bord vergebens. Das ist auch gut so, denn die MS Zuiderdam überzeugt mit ihrer ruhigen Art. Große Decksflächen mit viel Platz für Shuffleboard und ein Promenadendeck mit hölzernen Bänken lassen das Herz des traditionellen Kreuzfahrt-Passagieres höher schlagen. Insgesamt zeigt sich Holland America Line sehr traditionell und ist stolz auf seine lange Geschichte als Reederei.

Das zeigen auch die öffentlichen Bereiche des Schiffs: die Bar auf Deck 10 mit einem wundervollen Panoramablick heißt schlicht und einfach „Crow’s Nest“, Krähennest, wie der Ausguck in Schiffsmasten traditionell genannt wird. Anderswo hätte man von einer „Observation Lounge“ gesprochen. Auch die Plaketten, die dem Schiff bei einem Erstanlauf eines Hafens überreicht werden, werden nicht wie bei anderen Reedereien in den Bereich der Gangway verbannt, sondern recht prominent in einem Treppenhaus nahe des Theaters gezeigt. Der Gast soll schließlich wissen, wie weit die MS Zuiderdam bereits rumgekommen ist.

Hafenplaketten

Die Plakettensammlung an Bord zeigt, wie weit das Schiff herumgekommen ist.

Zu Besuch auf der Brücke der MS Zuiderdam

Der Besuch an Bord der MS Zuiderdam war für mich nicht nur deshalb besonders, weil ich vorher noch kein Schiff der Reederei kennenlernen konnte, sondern auch, weil ich einen Blick auf die Brücke des Schiffs werfen durfte. Von hier aus wird das Schiff kommandiert: die Brücke ist die Navigations- und Sicherheitszentrale.

Hier wird natürlich trotz allen Traditionsbewusstseins modernste Technik eingesetzt. Dazu gehören zum Beispiel elektronische Seekarten, die Papierkarten auf vielen Kreuzfahrtschiffen bereis ersetzt haben.

Ms Zuiderdam Brücke

Sogar einen Blick auf die Brücke der MS Zuiderdam durfte ich werfen

Blick von der Brücke der MS Zuiderdam

Blick von der Brücke der MS Zuiderdam

Die Kabinen der MS Zuiderdam

Ich konnte nur eine Balkonkabine sehen, sodass nich nicht viel zu anderen Kabinenkategorien sagen kann. Die Balkonkabine ist aber allgemein die beliebteste Kabinenart.

Auf der MS Zuiderdam wirken die Kabinen sehr aufgeräumt und schlicht eingerichtet. Dennoch ist jeder notwendige Komfort vorhanden und man merkt den Kabinen ihr Alter nicht an. Einzig die Sitzecke und der Balkon wirken kleiner als auf neueren Schiffen.

MS Zuiderdamm Balkonkabine

Der Blick in eine Balkonkabine

Fazit

Die lange Geschichte von Holland America Line ist auch an Bord allgegenwärtig. Wer eine klassische Kreuzfahrt sucht oder im Urlaub auf See abschalten will, ist hier genau richtig. Die Reederei richtet sich an ein internationales Publikum, hauptsächliche US-Amerikaner und Niederländer. Darauf muss man sich einstellen. Zudem wird die große Restaurant-Auswahl Genießer überzeugen.

Offenlegung: Die Fotos sind bei einem privaten Besuch an Bord entstanden. Ich schreibe über das Schiff, weil ich es gerne will.
Wenn Ihr noch mehr über mich und meine Kreuzfahrten erfahren wollt, folgt mir einfach bei Twitter oder auch bei Instagram. Dort könnt Ihr mich „live“ bei Reisen oder durch das Besucherzentrum der Meyer Werft begleiten.

Wie schmeckt Schleswig-Holstein? Ein Selbstversuch mit dem Urlaubskochbuch im Grünen Binnenland

Birnen, Bohnen und Speck mit Kartoffeln aus dem Urlaubskochbuch nachgekocht

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Wann warst Du das letzte Mal so richtig auf dem Land? Weit draussen in der Natur?

Ich war vergangenes Wochenende in Schleswig-Holstein eingeladen und wer da gleich an Meer denkt, dem geht es wie mir! Doch weit gefehlt, ich war zu Gast im Grünen Binnenland (wenngleich ich dann doch auf einer Tour mit dem e-Bike dann das Meer gesehen habe), also im oberen Teil von Schleswig-Holstein, zwischen der Ostsee und der Nordsee. Flaches Land war meine Vorstellung – doch es ist deutlich hügeliger als ich erwartet habe. Doch der Reihe nach:

Die Anreise ins Grüne Binnenland

Von Stuttgart ist das ein ordentliches Stück. Aber für mich war das recht entspannt. Von Stuttgart aus kann ich mit dem ICE bis Kiel in etwas über 6 Stunden durchfahren, dann weiter bis Sörup mit dem RE, das sind gerade mal weitere knapp 60 Minuten, die es durch eine schöne grüne Landschaft und immer wieder mal über Wasser geht. Weiterlesen