Wandern in Kärnten: Vom Hotel Pulverer in Bad Kleinkirchheim zum Kaiserburg

Ja, es ist schon lange her, ein gutes halbes Jahr, als wir auf den Kaiserburg Gipfel gewandert sind. Und der Beitrag wird ein wenig kürzer als sonst, nehme ich mir zumindest jetzt vor. Denn ich habe diesen Tag mehr genossen als dass ich Notizen gemacht hätte. Ob dem tatsächlich so wird, das wirst ja am Ende sehen. Ausgangspunkt der Wanderung war das wunderbare Wellnesshotel Pulverer in Bad Kleinkirchheim, die uns zu einem Hotelaufenthalt eingeladen haben (s. u.).

Nachdem der Sonntag mit trüben Wetter uns in die Therme des Hotels geschickt hat, blicken wir Montagmorgen vorsichtig aus dem Fenster. Stimmt die Vorhersage und es wird freundlicher?

Panorama vom Hotelzimmer aus - perfektes Wetter für eine Wanderung in Kärnten

Panorama vom Hotelzimmer aus – perfektes Wetter für eine Wanderung in Kärnten

Perfekt! Strahlend blauer Himmel und Sonnenschein, aber nicht zu heiß! Wir packen unseren Rucksack nach dem Frühstück und machen uns auf den Weg in Richtung Kaiserburg, wohlwissend, dass wir hier den Berg dann auch mit der Seilbahn runter fahren können 🙂

Vom Hotel sind es nur wenige Meter bis zur Touristeninfo, wo wir in unseren Weg in Richtung der Kaiserburg einsteigen. Die ersten gemütlichen 15 Minuten geht es über Asphalt, der Weg ist gut ausgezeichnet.

Wegbeschilderung im Tal in Bad Kleinkirchheim

Wegbeschilderung im Tal in Bad Kleinkirchheim

Starten tun wir auf etwa 950 m, die Tour soll uns bis auf 2055 m führen an diesem Tag.

Wir freuen uns, dass die Wegstrecke nach etwa 15 Minuten den Asphalt verlässt und wir weiter auf einem hellen Feldweg kommen.

Weiter geht es auf einem hellen Feldweg

Weiter geht es auf einem hellen Feldweg

Dann heißt es schon bald eine Pause auf dieser Wanderung einlegen. Nicht weil wir diese benötigen – aber manchmal gibt einem das Leben auch schöne Gründe, einfach so eine Pause zu machen, auch wenn der Körper sie nicht braucht.

Und ich finde, dieser Geselle ist ein sehr guter Grund, oder? 😉

Ein neugieriger Esel am Wegesrand

Ein neugieriger Esel am Wegesrand

Ein bisschen mehr vom Esel

Ein bisschen mehr vom Esel

Die Wanderung zum Gipfel Kaiserburg beginnt somit mit einem Lächeln auf den Lippen und auch der nächste Wegteil ist gefällig. Immer wieder wechseln sich Waldabschnitte und damit Schatten und Sonne ab und auch die Steigung ist noch sehr angenehm.

Nach etwa 30 Minuten Wanderung kommt die Gretchenfrage: lieber dem Güterweg folgen oder dem Pfad, für den eine Wanderzeit von 2 Stunden 45 Minuten angeben wird. Wir sind uns einig – der Pfad ist schöner, also links rauf auf den Pfad, runter vom Güterweg.

Über Wurzeln geht es weiter bergauf

Über Wurzeln geht es weiter bergauf

Schatten und Sonne auf dem Weg

Schatten und Sonne auf dem Weg

Doch auch hier stossen wir immer wieder auf den Güterweg, immer wieder geht es ein Stück auf diesem entlang, dann verlassen wir ihn wieder.

Die Abzweigung zur Unterwirthüttn nach weiteren etwa 10 Minuten lassen wir ebenfalls rechts, nicht links, liegen. Noch sind wir fit, weiter geht es bergauf!

Abzweigung zur Unterwirthüttn

Abzweigung zur Unterwirthüttn

Zwischendurch erhaschen wir einen Blick auf die Gondeln, die zur Kaiserburg hoch fahren.

Gondeln zur Kaiserburg

Gondeln zur Kaiserburg

Auch weiterhin ist der Wanderweg gut ausgezeichnet und wir könnten uns jederzeit für den sicherlich weniger anstrengenden Weg zur Kaiserburg auf dem Güterweg entscheiden – die Zeitangabe lässt zumindest darauf schließen, dass es hier mit deutlich weniger Steigung, da für eine längere Strecke nach oben geht.

Alternativen über Alternativen auf dieser Wanderung

Alternativen über Alternativen auf dieser Wanderung

Denn das ist, was jetzt kommt – es geht verdammt steil bergauf, was meine Achillessehnen zum Schmerzen bringt und mir den Atem nimmt. Doch keine Sorge, es sind nur fünf Minuten, die ich mich richtig quäle (ok, andere lassen sich dann mehr Zeit…).

Dafür ist der Weg so wie ich ihn gerne bei Wanderungen mag, ein schmaler Pfad!

Steil geht es bergauf in Richtung Kaiserburg

Steil geht es bergauf in Richtung Kaiserburg

Dann wird der Weg entspannter, wir kreuzen eine Kuhweide (wenn Du mich kennst – ich bin nicht begeistert…),

Über eine Kuhweide geht es weiter zur Kaiserburg

Über eine Kuhweide geht es weiter zur Kaiserburg

Kurz danach ein Schild, nur noch etwas über 1,5 Stunden sollen es sein bis nach oben. Wir sind schon wieder deutlich schneller als der Weg ausgeschildert war, trotz dass wir immer wieder anhalten, um Bilder zu machen. Langsam nehmen auch die Aussichten zu, ein weiterer Grund, immer wieder mal für einen Moment innezuhalten und zu genießen!

Nicht ganz zwei Stunden sind wir unterwegs, als unser Weg auf einmal schwieriger wird. Es beginnt mit ein wenig Holz auf der Strecke, über das wir noch gut drüber laufen können.

Ein paar Baumreste auf dem Wanderweg, leicht zu überqueren

Ein paar Baumreste auf dem Wanderweg, leicht zu überqueren

Doch schon wenige Meter weiter geht das nicht mehr. Hier ist kein Durchkommen mehr möglich.

Hier ist Schluss. Zumindest für den Moment auf dem Wanderweg aufgrund des blockierenden Baumes

Hier ist Schluss. Zumindest für den Moment auf dem Wanderweg

Also steigen wir ein paar Meter steil an der Seite den Berg hoch und folgen hier einem anderen Weg. Hier treffen wir auch erstmals seit wir das Tal verlassen haben auf andere Wanderer, die uns entgegen kommen. Bis dahin waren wir alleine im Wald unterwegs…

Schnell kommen wir wieder zurück auf unseren Weg und unser Ziel rückt schnell näher:

Nur noch 40 Minuten bis zum Ziel sind angeschrieben auf dem Schild

Nur noch 40 Minuten bis zum Ziel sind angeschrieben

Die Aussichten, die sich uns bieten werden immer schöner.

Herrliche von Bäumen wie in Fenster eingerahmte Aussicht

Herrliche von Bäumen wie in Fenster eingerahmte Aussicht

Der Weg wechselt jetzt in die Sonne auf einen Feldweg und unser vorläufiges Ziel, das Bergrestaurant Kaiserburg, ist erstmals auf der Wanderung zu sehen.

Feldweg und das Bergrestaurant Kaiserburg ist in Sichtweite

Feldweg und das Bergrestaurant Kaiserburg ist in Sichtweite

Der Weg bis zum Bergrestaurant ist nun erholsam flach und wir haben dabei genug Zeit, die Aussicht ins Tal und in die Berge zu genießen.

Am Bergrestaurant angekommen, blicken wir nochmal zurück – einfach herrlich, oder?

Ausblick vom Bergrestaurant Kaiserburg aus

Ausblick vom Bergrestaurant Kaiserburg aus

Hier heißt es erst einmal, eine Pause einzulegen, ein schönes Radler zu trinken und auszuschwitzen. Die Tourenaufzeichnung endet hier auch, bis zum Gipfel sind es aber nur wenige Meter.

Nach einer der Anstrengung angemessen Pause in der Sonne geht es ausreichend erholt die wenigen Meter hoch zum Gipfel. Hier kommen wir noch einem Geröllfeld mit ein paar versuchten Steinmanderln vorbei.

Versuchte Steinmanderl

Versuchte Steinmanderl

Tja, und dann ist es geschafft, wir sind am Gipfelkreuz angekommen und die Aussicht hier oben ist fantastisch!

Panorama am Gipfel Kaiserburg

Panorama am Gipfel Kaiserburg

Ich (Hubert), leicht abgekämpft aber happy in der Sonne und auf dem Berg (Danke an Gesine für das Bild!)

Ich (Hubert), leicht abgekämpft aber happy in der Sonne und auf dem Berg (Danke an Gesine für das Bild!)

Und noch mehr Aussicht vom Gipfel Kaiserburg

Und noch mehr Aussicht vom Gipfel Kaiserburg

Dann geht es wieder abwärts und noch schnell neben dem Restaurant mit einer anderen Perspektive ein wenig ins Tal schauen.

Was für eine Aussicht. Und hier geht es auch teilweise extrem steil runter, also sei vorsichtig!

Steil geht es bergab!

Steil geht es bergab!

Doch irgendwann reisen wir uns los und setzen uns in die Gondel, die uns gemütlich ins Tal schaukelt. Auf dem Weg zum Hotel Pulverer kommen wir auch noch an einem Supermarkt vorbei, so dass ich mir wieder einen Vorrat Kaminwurzen anlegen kann für die nächsten Tage…


Fazit zur Wanderung zum Gipfel Kaiserburg

Ja, teilweise ist der Weg schon sehr fordernd gewesen. Doch es sind auch über 1.000 Höhenmeter – und die Wanderstrecke ist toll mit herrlichen Ausblicken und schön abwechslungsreich. Kann ich also definitiv für einen Ausflug empfehlen, wenn Du in dieser Ecke von Kärnten bist!

PS: Das mit dem kurzen Beitrag hat ja wieder nicht so wirklich geklappt 😉

Wenn Du noch weitere Ausflugstipps dort suchst, dann kannst Du auch bei meiner lieben Freundin Katja vorbei schauen, die ihren Urlaub in den Nockbergen ein paar Tage später ebenfalls sehr genossen hat. Mit Katja war ich übrigens auch schon in Österreich unterwegs, wenngleich auch in einer ganz anderen Ecke, bei den Hochgebirgsstauseen von Kaprun!

Ihr wollt schneller und „live“ bei meinen Reisen dabei sein? Dann folgt mir doch bei Instagram und/oder Twitter. Auf Instagram sogar oft tatsächlich live mit den Instastories. Meist abends gibt es auf der Facebookseite des Reiseblogs dann auch eine kurze Zusammenfassung der Tage auf Reisen mit den Bildern vom Smartphone. Auch hier freue ich mich immer auf neue „Gefällt mir“ – und mir helft ihr damit auch! Oft mit auf Reisen war Gesine, die ebenfalls tolle Instagram Bilder macht (und einige hier im Blog beisteuert und die die zweite Hälfte des „wir“ in diesem Beitrag war). Folgt Gesine doch auch auf Instagram!

Wenn Du mir nun auch was Gutes tun willst – meinen Amazon Wunschzettel findest Du hier!

Offenlegung: Ich wurde vom Hotel Pulverer eingeladen, das Hotel 3 Nächte inklusive Verwöhnpension (Frühstück, Nachmittagsimbiss und mehrgängiges Abendessen) zu besuchen. Mein besonders herzlicher Dank an dieser Stelle geht an Karoline, die das für uns zusammen mit Ihren Kollegen*Innen organisiert hat! Anfahrt und Getränke haben wir selbst bezahlt, es floß keine Bezahlung und es wurden keine Vorgaben gemacht, ob und wann ich etwas schreiben „muss“. Grund, etwas schön zu schreiben, gibt es nicht – ich schreibe immer meine persönlichen Eindrücke.

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Bremerhaven – mehr als nur das Klimahaus?

Klar, für das Klimahaus ist Bremerhaven bekannt. Auch hier im Blog hat mein Co-Autor Florian etwas zum Klimahaus schon geschrieben. Und ja, ein Besuch lohnt und meiner im September im Rahmen einer Einladung zu einer Bloggerreise (siehe unten) war auch viel, viel zu kurz. Nur eine gute Stunde war für unseren Besuch vorgesehen, dabei kannst Du dort bestimmt auch einen ganzen Tag verbringen, ohne dich zu langweilen. Ein paar meiner Eindrücke aus dem

Klimahaus Bremerhaven

teile ich natürlich trotzdem gerne mit Dir in Form von Bildern, geschrieben hat Florian ja schon eine Menge. Danach zeige ich Dir aber mehr aus Bremerhaven 😉 Weiterlesen

Reiseplanung 2018 – was plane ich?

Hubert Mayer vom Travellerblog.eu in Schottland am Steuerrad eines Schiffes

Anfang Januar 2018 – es wird höchste Zeit, mal ein paar Worte über meine Reiseplanung für 2018 zu verlieren.

Kaum schreibe ich diesen Satz, muss ich lauthals los lachen. Genau in diesem Moment trudelt bei mir eine E-Mail von Groupon Reisen ein mit dem Betreff „Deine Reisepläne für 2018 – Wellness | Aktiv-Urlaub | Fernreisen | City Trips“. Und nein, keine Werbung oder so, habe noch nie was mit denen gemacht, gebucht oder zu tun gehabt (von diversen „normalen“ Einkäufen natürlich abgesehen). Nur lustig, dass die echt just in dem Moment kommt.

Genug der Ablenkung, ab in die Reiseplanung, die dieses Jahr bislang nicht sehr umfangreich ist. Vor allem, wenn ich es mit den geplanten Tagen meiner Reiseplanung für 2017 vergleiche! Da war echt schon nahezu alles verplant. Doch was steht nun an? Erst einmal zeige ich Dir das terminlich schon fest Geplante, dann was ich noch so vor habe… Weiterlesen

Über den Rhein nach Koblenz mit der MS Rhein Melodie

Atrium vor dem Loungebereich

Vor zwei Jahren habe ich meine erste Flusskreuzfahrt unternommen. Im November habe ich es endlich geschafft, eine zweite zu machen. Mit der MS Rhein Melodie von nicko cruises Flussreisen ging es für mich in zwei Nächten von Köln nach Koblenz und wieder zurück.

Das Schiff ist wie die meisten Flusskreuzfahrtschiffe der großen Reedereien etwas mehr als 130 Meter lang und etwas breiter als 11 Meter. So finden 198 Passagiere und 40 Besatzungsmitglieder an Bord Platz. Zur Ausstattung gehören ein Restaurant, eine große Lounge mit Bar, eine Bibliothek und ein großes Sonnendeck. Letzteres konnte ich wetterbedingt leider nicht testen.

Die MS Rhein Melodie auf dem Rhein in Koblenz

Die MS Rhein Melodie auf dem Rhein in Koblenz

An Bord der MS Rhein Melodie

Den ersten Eindruck auf der MS Rhein Melodie bekommt man beim Betreten des Atriums. Das ist für ein Flusskreuzfahrtschiff vergleichsweise groß und erstreckt sich über zwei Decks. Von hier aus erreicht man die Kabinen auf allen drei Decks, das Restaurant und den Loungebereich auf Deck 2.

Das zwei Decks hohe Atrium

Das zwei Decks hohe Atrium

Direkt im Atrium liegt die Rezeption, die 24 Stunden lang besetzt ist, und direkt daneben der Schreibtisch des Kreuzfahrtmanagers. Hier lassen sich Getränkepakete und Ausflüge buchen. Weiterlesen

Mein 2017 – kann weg oder auch nicht

Danke an 2017bestnine.com für den Zusammenschnitt

Es ist seltsam. Eben habe ich noch meinen Jahresrückblick 2016 mit Licht und Schatten gelesen. Das, was ich dort als größten Lichtblick für mich schrieb, ist nun auch wieder Vergangenheit. Eine schöne Vergangenheit, aber vorbei. Auch beruflich war es ein sehr schwieriges Jahr mit viel Ärger. Das Jahr 2017 war also auch nicht einfach. Doch so ist das wohl im Leben.

Heute freue ich mich auf ein gemütliches Raclette mit Freunden, aber ich hätte das auch einfach für mich alleine gemacht. Gemütlich wie letztes Jahr. Und wenn ich so zurückdenke an mein 2017, das in ein paar Stunden dann hier auch ganz formell Geschichte ist, dann überwiegen die schönen Zeiten.

Lass mich vor dem Rückblick noch kurz darüber nachdenken, wofür ich gerade dankbar bin…

  • Ich habe Dank meiner Ex-Freundin jetzt eine viel, viel schönere Wohnung
  • Trotz reduzierter Arbeitszeit konnte ich viel Reisen und habe auch das Geld für eine weitere Sondertilgung meiner Wohnung zusammen
  • Ich bin dieses Jahr wahnsinnig oft auf meinem Balkon gewesen
  • Ich fühle mich gesund
  • Ich habe mal wieder richtig Urlaub gemacht, ganze zwei Wochen weg gewesen und davor und danach auch Freizeit

Das ist doch einiges…

Meine „Vorsätze“ für 2018 habe ich eben auch schon vom Balkon aus (auf meinem anderen Account) getwittert:

Doch schauen wir mal, was ich 2017 so erleben durfte: Weiterlesen