Schluchtensteig von Schattenmühle bis Schluchsee-Fischbach beim Blogger-Wander-Monat

Und der Blick nach rechts am Rechenfelsen

Der Blogger-Wander-Monat ist eigentlich vorbei, ein Wochenende für jeden war geplant. Doch ich wollte mehr vom Schluchtensteig, nicht nur einzelne Etappen, nein, dieses Mal will ich einen der Top Trails of Germany am Stück laufen. Über alle Etappen. Und so stelle ich mir meine Wecker auf 7 Uhr und bekomme gerade noch einen schönen Rest vom Sonnenaufgang von meinem Balkon im Möhringers Schwarzwaldhotel mit – schöner kann ein Tag kaum beginnen!

Sonnenaufgang hinter Bonndorf vom Balkon des Möhringer Schwarzwaldhotels aus

Sonnenaufgang hinter Bonndorf vom Balkon des Möhringer Schwarzwaldhotels aus

Schnell runter also zum Frühstück, wenn ich nicht auf den Schluchtensteig wollen würde, würde ich hier lange sitzen. Die Auswahl ist groß, auch Sekt steht bereit. Doch will los, die dritte Etappe von der Schattenmühle bis nach Fischbach steht auf dem Plan, etwas über 18 km, und auch mit einigen Höhenmetern. Beim Auschecken im Möhringers Schwarzwaldhotel bekomme ich noch eine 0.5 l Plastikflasche Wasser für die Wanderung mit, dann laufe ich zum Bahnhof, wo der Bus zur Schattenmühle um 9.16 Uhr mich pünktlich einsteigen lässt.

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Von der Bushaltestelle aus geht es schnell über die Brücke,

Brücke an der Schattenmühle

Brücke an der Schattenmühle

von der ich noch schnell einen Blick auf die Wutach werfe.

Blick auf die Wutach von der Brücke an der Schattenmühle

Blick auf die Wutach von der Brücke an der Schattenmühle

Hinter der Brücke ist das obligatorische Schild, dass mich ein wenig auf die kommende Etappe des Schluchtensteigs einstimmt. Mir gefällt das hier, dass ich immer wieder Kilometerangaben für Ziele, aber auch für Zwischenziele habe, das macht für das Laufen leichter.

Wegbeschilderung am Start der 3. Etappe des Schluchtensteigs an der Schattenmühle

Wegbeschilderung am Start der 3. Etappe des Schluchtensteigs

Dieses Mal ist jedoch das Etappenziel noch gar nicht drauf, nur Lenzkirch. Gut, ich weiss, ab da sind es noch 5 km, auch so kann ich mir die Kraft einteilen. Zuvor habe ich natürlich das Höhenprofil der Strecke angeschaut und weiss, dass es nach Lenzkirch nochmal hoch gehen wird. Und nicht nur da, sondern auch hier und jetzt beginnt die Strecke mit einem kurzen steilen Anstieg, direkt links hoch hinter der Brücke, neben dem Schild, erst über Stufen, dann über einen schmalen wurzeligen Waldweg.

Zu Beginn gehts steil hoch auf einem schönen wurzligen Waldweg auf der 3. Etappe des Schluchtensteigs

Zu Beginn gehts steil hoch auf einem schönen wurzligen Waldweg

Doch keine Sorge, der Anstieg ist nur kurz, bald erreiche ich den kreuzenden Waldweg, dem ich nach links leicht bergab folge.

Breiter Waldweg auf der 3. Etappe des Schluchtensteigs

Breiter Waldweg

Links unter mir plätschert die Wutach munter vor sich hin. Ich bin derweil dankbar, erst einmal ein Stück im Schatten laufen zu können, der Tag verspricht heiß zu werden. Der Weg wird schmaler

Der Waldweg wird schmaler und gefällt mir so noch besser

Der Waldweg wird schmaler und gefällt mir so noch besser

und ich schreite kräftig aus. Nach einigen Minuten beginne ich mir aber Sorgen zu machen. Habe ich eine Abzweigung verpasst? Schon länger habe ich kein Schild gesehen, das mir sagt, dass ich richtig bin. Was macht der gewiefte Wanderer da? Schnell im Netz schauen, ob man noch richtig ist? Pustekuchen. Wie schon gestern werde ich auf dieser Etappe über sehr lange Zeit kein Internet haben, weder Vodafone noch T-Mobile möchten hier Netz zur Verfügung stellen.

Doch ich habe mir schon Zuhause die Karten für den offline Zugriff runter geladen und stelle daher schnell fest, dass ich mir keine Sorgen machen muss. Ich bin weiterhin auf dem richtigen Weg und habe keine Abzweigung verpasst.

Nach ca. 25 Minuten kommen Sitzgelegenheiten am Wegesrand, schon fast in der Sonne

Sitzgelegenheiten am Wegesrand des Schluchtensteigs

Sitzgelegenheiten am Wegesrand des Schluchtensteigs

und der Weg lichtet sich. Hier komme ich raus aus dem Wald

Der Weg lichtet sich

Der Weg lichtet sich

Pflanzen am Wegesrand

Pflanzen am Wegesrand

und ein Stück weiter oben geht es am Rande eines Feldes entlang.

Am Rande des Feldes geht es entlang, bei strahlend blauen Himmel

Am Rande des Feldes geht es entlang, bei strahlend blauen Himmel

Die Sonne scheint mir in den Nacken, noch geht es, die Kraft der Sonne wird erst im Laufe des Tages noch stark zunehmen. Der Weg ist schön abwechslungsreich, sowohl von der Beschaffenheit des Weges selbst als auch von der Umgebung.

Schmaler trockener Pfad auf der dritten Etappe des Schluchtensteigs

Schmaler trockener Pfad

Ein Blick an den Wegesrand

Ein Blick an den Wegesrand

Nach etwa 2,5 km komme ich an das „Räuberschlössle“, hier lohnt der Weg um die Ecke (ca. 10 Meter), um die Überreste anzuschauen, die nur aus Felsen bestehen,

Überreste des Räuberschlössle über der Wutachschlucht

Überreste des Räuberschlössle über der Wutachschlucht

und einen Blick runter zur Wutach zu werfen. Immerhin sind wir hier rund 80 Meter über der Wutach, ihc hoffe, Du hast keine Höhenangst.

Blick runter auf die Wutach von der Seite des Räuberschlössles, wo Du rein läufst

Blick runter auf die Wutach von der Seite des Räuberschlössles, wo Du rein läufst

Blick auf die Wutach von der rechten Seite des Räuberschlössle

Blick auf die Wutach von der rechten Seite des Räuberschlössle

Der Weg führt weiter am Rande der Schlucht entlang und ist sehr angenehm zu laufen. Ein schmaler Pfad, ohne Wurzeln oder Steine, so dass Du gemütlich Deinen Gedanken nachhängen kannst.

Gemütlicher Teil der 3. Etappe des Schluchtensteigs

Gemütlicher Teil der 3. Etappe des Schluchtensteigs

Kurz geht es bergauf, dann wieder eben weiter. Ich beginne immer mehr zu entspannen, auch wenn es weiter kein Netz gibt (ja, ich bekenne mich, ich brauche Internet…). Die Wutach rauscht vor sich hin, Vögel kreischen, es ist einfach herrlich. Ab und an höre ich einen kleinen Zufluss plätschern, der sich seinen Weg bergab in die Wutach sucht. Ich bin froh über wasserfeste Schuhe, die mich über die Gerinnsel laufen lassen, ohne groß einen Weg zu suchen.

Der Weg wechselt immer wieder, mal wäre Platz, nebeneinander zu laufen, mal müsste man in Reihe laufen. Und auch wie auf den beiden Etappen zuvor fehlt auch hier der Baum nicht, der quer über dem Weg liegt.

Baum quer über dem Wanderweg der 3. Etappe des Schluchtensteigs

Baum quer über dem Wanderweg

Immer näher komme ich wieder der Wutach, nach rund 70 Minuten Wanderzeit bin ich unten an dieser Brücke, die ich dann aber links liegen lasse, denn der Weg geht nach links.

Brücke über die Wutach

Brücke über die Wutach

Nach weiteren 10 Minuten komme ich an die Wehranlage.

Wehanlage an der Wutach auf dem Schluchtensteig

Wehanlage an der Wutach

Auf dem folgenden Weg verschwinden auf einmal die Geräusche der Wutach, ein kurzer Blick nach unten zeigt mir, dass die Wutach hier recht breit ist und die daher sehr gemächlich vor sich hin fliesst.

Der Weg ist wieder sehr schön, den der Schluchtensteig hier nimmt, teilweise mit Wurzeln,

Schön wurzliger Waldweg

Schön wurzliger Waldweg

dann wird er etwas steiler und steiniger, um dann wieder über einen breiten Wirtschaftsweg abwärts zu verlaufen.

Bald komme ich an eine Brücke,

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von hier an sind es noch 7 km bis Lenzkirch, etwa ein Drittel der heutigen Etappe habe ich also geschafft. Nach der Brücke geht es wieder bergauf, doch das ist nur kurz, dann führt der Weg zunächst eben weiter, dann geht es bergab zur Wutach. Unterwegs bestaune ich die Wurzeln auf dem Weg.

Nahaufnahme eine beliebigen Wurzel auf dem Weg ;)

Nahaufnahme einer beliebigen Wurzel auf dem Weg 😉

Dann geht es direkt entlang der Wutach, der Weg ist schmal und ebenfalls voller Wurzeln. Da es auch weiter kein Netz gibt, solltest Du unbedingt Deine Augen auf den Weg richten und auf Deine Füsse achten. Ich genieße diesen Teil der Stecke, ich mag einfach Wasser!

Direkt an der Wutach entlang führt die Strecke der dritten Etappe des Schluchtensteigs

Direkt an der Wutach entlang führt die Strecke

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Immer wieder geht es ein Stückchen hoch und wieder runter zur Wutach. Keine besonders anstrengenden Steigungen oder Gefälle. Mal bin ich ein wenig oberhalb der Wutach,

Weg oberhalb der Wutach

Weg oberhalb der Wutach

mal direkt am Fluss.

Nach rund 2 Stunden komme ich an zwei Brücken, von denen ich die erste überquere, die zweite mal wieder links liegen lasse.

Brücken

Brücken

6 km nach Lenzkirch sind anschrieben, für zwei Minuten geht es mittelsteil den Berg hoch, dann schon wieder links runter. Der Weg bleibt abwechslungsreif,

Steg auf dem Weg

Steg auf dem Weg

und nach rund 10 Minuten komme ich am Rechenfelsen an. Hier bietet sich nochmals ein toller Blick hinab,

Blick links runter am Rechenfelsen (ok, direkt dahinter)

Blick links runter am Rechenfelsen (ok, direkt dahinter)

Und der Blick nach rechts am Rechenfelsen

Und der Blick nach rechts am Rechenfelsen

und es bietet sich an, hier eine kurze Pause einzulegen, denn es hat auch eine Bank, auf der Du es Dir gemütlich machen kannst.

Mich zieht es aber weiter, es geht erst wieder bergab, dann ein kurzes steiles Stück bergauf, das jedoch bald wieder abflacht. Immer wieder kommt die warme Sonne durch und beginnt, mich mit einem kleinen Sonnenbrand zu versorgen.

Schöner Wanderweg entlang des Schluchtensteigs in der Sonne

Schöner Wanderweg entlang des Schluchtensteigs in der Sonne

Kurz vor 12 Uhr bucht sich das T-Mobile Handy erstmals wieder kurz ins Netz ein (Vodafone sagt immer noch „kein Netz“), für einen Moment gibt es sogar LTE, dann der Rückfall auf Edge. Ich bin an einer Bank, wo ich mir die Sonne ins Gesicht scheinen lassen könnte, vor mir sind Gitter als Geländer an der Kante der Felsen. Neugierig schaue ich runter – doch es gibt irgendwie nicht wirklich was zu sehen.

Es folgt ein kurzer steiler Anstieg, dann geht es auf einem gemütlich zu gehenden Wirtschaftsweg weiter.

Ein breiter Wirtschaftsweg führt mich weiter dem heutigen Ziel entgegen auf dem Schluchtensteig

Ein breiter Wirtschaftsweg führt mich weiter dem heutigen Ziel entgegen

Der Weg kommt bald wieder in die Sonne und an der Kreuzung, die dann folgt, laufe ich falsch. Ich folge dem Teerweg nach rechts, eine Ausschilderung sehe ich nicht. Nach wenigen hundert Metern wundere ich mich immer mehr und ziehe dir App zurate, in der ich die Etappe eingespeichert habe. Und tatsächlich, ich bin etwa 100 Meter oberhalb des Schluchtensteigs. Und es gibt eine Querverbindung, also bin ich bald wieder auf der richtigen Pfad, wenn auch nicht dem der Tugend :-p

Das nächste Schild sagt mir, es sind noch 3,5 km bis Lenzkirch. Kurz später komme ich an eine „Umleitung“.

Umleitung auf dem Schluchtensteig

Umleitung auf dem Schluchtensteig

Ich schaue den ursprünglichen Weg an und denke, die Umleitung muss schon lange bestehen. Auf meinem Weg schlängelt sich eine Blindschleiche über den Weg (zumindest denke ich, dass es eine ist…), doch ich bin zu langsam, die Kamera auszupacken. Schnell verschwindet sie im Grün am Wegesrand, da hätte ich nur ein Suchbild draus machen können.

Auf der anderen Strassenseite befindet sich ein kleiner Rastplatz, ich laufe trotzdem direkt weiter links den Pfad nach unten.

Rund 100 m geht es hier steil bergab

Rund 100 m geht es hier steil bergab

Unten erwartet mich eine Informationstafel über den Mühlenweg, auf dem ich eben schon ein Stück gelaufen bin. 3 km sind es noch bis Lenzkirch, ziemlich genau 3 Stunden bin ich bis hierher unterwegs.

Nach einigen Metern weitet sich das Tal, und es folgt bald ein kurzer stetiger mittelsteiler Anstieg. An der kommenden Kreuzung geht es gerade rüber, das Schild gegenüber ist kaum zu sehen, da es rund 15 Meter weiter vorne liegt und etwas eingewachsen ist. Als ich aus dem Wald komme, ist Lenzkirch mit 2 km angeschrieben, aber auch erstmal mein Tagesziel Fischbach mit 7 km. Mein Akku des iPhone ist dank des schlechten Netzes schon auf 32 Prozent runter. Ich beschließe hier schon, in Lenzkirch eine Pause zu machen. Die nächsten 2 km geht es auf einem Teerweg in den Ort Lenzkirch rein, immer in der prallen Mittagssonne. Ich bin froh, wenigstens bis zum Ortsrand teilweise auf der Wiese neben dem Teerweg laufen zu können.

Im Ort sehe ich erst das Hotel Gasthof Schwörer und freue mich auf einen Happen zu essen und en Radler. Doch weit gefehlt, unter der Woche gibt es nur von 18-21 Uhr warme Küche. Also laufe ich weiter durch Lenzkirch, bis ich am Cafe Wiest ankomme, wo ich eine Maultaschensuppe (4,20 EUR, sehr klein) und ein lokales Pils der Brauerei Rogg (sehr lecker!; 2,80 EUR für 0,5 l) trinke. Das war auch höchste Zeit, denn der letzte Kilometer auf Teer war unangenehm lange für meine geschundenen Füsse.

Alternativen für Pausen gibt es hier genug, wenige Meter weiter ist die Metzgerei Adler, darüber der Gasthof „Wilder Mann“, in dem es griechische Küche gibt“. Gegenüber auch ein Italiener, wenige Meter weiter werde ich dann auch noch einen Kiosk mit Döner sehen. Doch erst schaue ich nochmal auf das Rathaus, das sich in aller Pracht hier zeigt.

Rathaus von Lenzkirch

Rathaus von Lenzkirch

Kurze Zwischeninfo: Wenn Du den Schluchtensteig in fünf Etappen gehst, wurde mir von Brigitte, die das macht, in St. Blasien empfohlen, im Margaretenhof zu übernachten. Sehr herzlich sei der Empfang dort und die Dame des Hauses sehr, sehr hilfsbereit. Brigitte kam dort klatschnass an und wurde gleich herzlich umsorgt.

Für mich geht es aber weiter, meine Etappe endet nicht hier. Nach dem Ort geht es kurz über eine Wiese, dann im Schatten am Waldrand den Hang entlang aufwärts. Der Teerweg, auf den Du dann nach links abzweigst, quält mich nur 2-300 Meter, dann geht es schon wieder rechts hoch auf einem gemütlichen schönen Weg,

Weg zum Geopark Lenzkirch

Weg zum Geopark Lenzkirch

bis ich nach wenigen Minuten am Geopark Lenzkirch ankomme. Hier erfahre ich, dass ich nun 50 km des Schluchtensteigs geschafft habe 😉 Und bekomme einen tollen Ausblick runter nach Lenzkirch.

50 km Schluchtensteig am Geopark Lenzkirch

50 km Schluchtensteig am Geopark Lenzkirch

Im Geopark stehen diverse Steine rum, die beschriftet sind.

Blick zurück in den Geopark

Blick zurück in den Geopark

Ein quarzarmer Porphyr

Ein quarzarmer Porphyr

Kurz nach dem Geopark geht es ein kurzes Stück rechts hoch auf einem Teerweg, 4 km bis Fischbach sind angeschrieben. Ich bin froh, als der Weg bald in einen Wirtschaftsweg übergeht und ich wieder in den Schatten komme. Es hat 27 Grad im Schatten, zu viel eigentlich zum Wandern, oder? In der Sonne ist es noch wärmer, und mir läuft das Wasser langsam nur so runter.

Wirtschaftsweg bergauf

Wirtschaftsweg bergauf

Auf rund 925 Höhenmetern geht es erst mal bergab. Alles in mir rebelliert, ich weiss doch, ich muss noch auf rund 1110 Höhenmeter hoch. Jeder Meter bergab will auch wieder hochgelaufen werden. Doch bald folgt wieder ein sanfter Aufstieg. Und wieder geht es runter…

Der Weg zweigt nach links ab, wieder in die Sonne. 2,4 km sollen es noch bis Fischbach sein. Meine App sagt, ich bin auf 894 Meter – also noch 200 Höhenmeter werde ich hoch müssen. Sanft geht es bergauf bis ich bei 942 Höhenmetern an eine Kapelle komme.

Kapelle auf dem Weg zwischen Lenzkirch und Fischbach

Kapelle auf dem Weg zwischen Lenzkirch und Fischbach

Das nutze ich doch für eine kurze Pause und genieße die Ruhe und die kühle Luft in der Kapelle.

Eigentlich ganz hübsch hie rin der Kapelle , oder?

Eigentlich ganz hübsch hier in der Kapelle , oder?

Hinter Kapelle stehen in der prallen Sonne Bänke und Tisch, doch ich bin dankbar über den endlich ein wenig aufkommenden Wind und laufe die vor mir liegende Teerstrasse hoch.

Doch ich komme nicht weit, auf 977 Höhenmetern liegt auf der linken Seite ein Bauernhof, der Schwendehof Käskessele. Das am Weg stehende Schild macht mich neugierig,

Schwendehof Käskessele mit SB-Kühlschrank am Rande des Schluchtensteigs

Schwendehof Käskessele mit SB-Kühlschrank

und ich laufe die paar Meter auf den Hof. Und tatsächlich, ein Kühlschrank steht da, gefüllt mit Wurst (Rind oder Schwein, je 1,50 EUR), Apfelschorle (0,5 l 2 EUR), Bier (0,33 l Roggs Landbier 1,50 EUR), Dosen mit Wurst, Salami und (Trink- und normaler) Jogurt. Und verschieden große Stücke Käse. Daneben steht die Kasse, Du kannst also auch einen Schein wechseln.

Prall gefüllter SB-Kühlschrank mit Leckereien am Schwendehof Käskessele

Prall gefüllter SB-Kühlschrank mit Leckereien am Schwendehof Käskessele

Ich gönne mir ein eiskaltes leckeres Landbier und eine der Rindswürste und hab für 3 EUR selten lecker gespeist!

Dann mache ich mich weiter auf den Weg, ich will auch irgendwann in Lenzkirch ankommen. Den Zwischenstop hier am Schwendehof Käskessele kann ich Dir aber nur empfehlen, auch wenn es nicht mehr weit ist!

Kurz nach dem Hof wird aus dem Teerweg auch wieder ein Schotterweg, nicht links geht es, sondern gerade den Berg hoch. Kennzeichnung sehe ich auch hier keine, deswegen habe ich kurz auf die App geschaut.

Der Weg nach oben ist gar nicht so anstrengend, wie ich nach dem Höhenprofil her erwartet hätte. Nach oben hin wird es zwar etwas steiler, aber nicht so, dass mir ein kurzer Halt in den Sinn käme.

Immer wieder höre ich Donnergrollen und schaue mich irritiert um. Außer blauen Himmel und schönen Pflanzen am Wegesrand ist aber nichts zu sehen.

schluchtensteig-etappe3-schattenmuehle-fischbach52

Oh, doch, ein paar kleine Wolken. Aber nach Gewitter sehen die doch nicht aus, oder?

Ein Stück weiter nach der Kreuzung, die ich gerade aus überquere, kommt ein Sportplatz mit Hütte, Grillstelle und einem kleinen Spielplatz.

Spielplatz und Grillplatz

Spielplatz und Grillplatz

Ab hier geht es nur noch ein kurzes Stück abwärts und ich komme bald in Fischbach an. Das Hotel Hirschen, in dem ich übernachte, ist nicht zu übersehen – nur 200 Meter entfernt von der Stelle, wo ich vom Berg runter komme.

Hotel Hirschen in Fischbach

Hotel Hirschen in Fischbach

Auf der Terrasse lasse ich den Tag ausklingen, im Zimmer hat es eh kein WLAN :-p Über den Hirschen schreib ich im Winter aber eh nochmal was separates.

Fazit zur 3. Etappe von der Schattenmühle nach Fischbach auf dem Schluchtensteig

Wieder eine schöne Strecke, die auf den ersten zwei Stunden Digital Detox zwangsweise verordnet. Doch die diese Etappe lohnt sich, Du wirst mit tollen Wegen belohnt. Unbedingt machen: Die paar Meter ins Räuberschlössle und den Abstecher zum SB-Kühlschrank. Eine tolle Idee!

Fakten zum Schluchtensteig

Gesamtstrecke: 119 km
Etappen: 6
Aufstieg insgesamt: 3.415 m
Absteig insgesamt: 3.505 m
Schwierigkeit: schwer
Gepäcktransport: buchbar

Website

Tourdetails zum Download (GPX, KML) u. a. bei Outdoor Active

Offenlegung für alle sechs Etappen: Ich wurde zu den sechs Wandertagen von der Projektstelle Schluchtensteig Schwarzwald eingeladen. Herzlichen Dank für diese sehr schöne Einladung und tolle Zusammenarbeit! Die Einladung umfasste die Übernachtungen mit Frühstück und ein Abendessen sowie den Gepäcktransport. Dazu kam die Versorgung mit Reiseführern, Infomaterial und die gesamte Planung inkl. der Buchung. Wer meint, dass die Einladung meine Meinung beeinflusst, kennt mich schlecht. Die Anfahrt habe ich selbst bezahlt, ebenso wie alle Getränke. Dafür gab der Outdoorausrüster LOWA noch ein paar Schuhe aus an alle Teilnehmer des Blogger_Wander-Monats von Toptrails of Germany, zu denen der Schluchtensteig gehört. Ich muss nichts über die Schuhe schreiben (und auch nicht verlinken, mache ich aber trotzdem gerne!) – und habe die Schuhe gewählt, die ich sowieso vor kurzem auch gekauft habe, da LOWA eh meine bevorzugte Marke für All Terrain Schuhe ist.
Ihr wollt schneller und „live“ bei meinen Reisen dabei sein? Dann folgt mir doch bei Instagram und/oder Twitter. Meist abends gibt es auf der Facebookseite des Reiseblogs dann auch eine kurze Zusammenfassung der Tage auf Reisen mit den Bildern vom Smartphone. Ich freue mich sehr über Herzchen, „Gefällt mir“, geteilte und/oder kommentierte Beiträge auf allen Kanälen 😉

Anzeigen: Für die Wanderung wurde mir vom Einladenden auch Wanderführer zur Verfügung gestellt. In diesem Fall war das der Hikeline Wanderführer Fernwanderweg Schluchtensteig: Quer durch den Naturpark Südschwarzwald, 119 km, 1:35 000, GPS-Tracks Download, wasserfest




Veröffentlicht von Hubert Mayer

Blogger, Netzwerker, LL.B, Versicherungsmensch, ehrenamtlich in Stuttgart engagiert, Onlinejunkie. Du findest mich auch auf Twitter, Twitter, Facebook, Facebookseite des Travellerblogs, Google+ Wer mich und meine Bloggerei unterstützen möchte: Mein Amazon Wunschzettel ist lang

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