Schluchtensteig von Blumberg bis Schattenmühle durch Wutachschlucht beim Blogger-Wander-Monat

Der Wasserfall - nach einigem Warten konnte ich auch ein Bild machen ohne Menschen davor/dahinter ;)

Was erwartet mich heute am Schluchtensteig? Es ist Sonntagmorgen und der Wecker klingelt. Kein Geräusch, das ich sonntags wirklich mag. Wobei ich vermute, dass ich das Geräusch eigentlich gar nie mag. Doch irgendwie ist es weniger schlimm, wenn man wie ich die Aussicht auf einen spannenden Outdoortag hat, oder?

Von der ersten Etappe berichtete ich noch einigermaßen live, es ist ja auch Blogger-Wandern-Monat, doch das soll heute nichts werden. Zumindest wurde mir angekündigt, in Wutachschlucht habe es kein Netz. Nun, wir werden es sehen. Hier kann ich Dir ja zumindest nachträglich zeigen, wie mir die Etappe gefällt.

Nach dem Frühstück im Hotel Hirschen in Blumberg holt mich Martin Schwenninger, seines Zeichens Wutachranger, am Hotel ab und wir machen und bei blauen Himmel mit einigen Wolken am Himmel auf den Weg in Richtung der Wutachschlucht, durch die der Schluchtensteig auf seiner zweiten Etappe führt. Doch erst geht es einige Meter noch durch Blumberg, bis der Weg runter zum Schleifenbach führt. An der Abzweigung hier runter steht noch eine Infotafel, wie sich diese Gegend in letzten Millionen Jahren entwickelt hat. Nimm Dir einfach die 3 Minuten Zeit zum Lesen.

Links am Wegesrand steht noch ein Warntafel, auf der sinngemäß steht: „Hey. Du bist in der Natur. Fang an zu denken und renne nicht mit Flipflops durch Gegend, wenn Du Strassen verlässt“. Oder so ähnlich 😉

Warnhinweis, kurz bevor es zu den Kaskaden des Schleifenbach runter geht auf dem Schluchtensteig

Warnhinweis, kurz bevor es zu den Kaskaden des Schleifenbach runter geht

Nach ein paar Metern kommt sie schon, die steile Metalltreppe, die wir nach unten müssen.

Der Wutachranger Martin läuft vor mir die steile Treppe zu den Wasserfällen vom Schleifenbach runter

Der Wutachranger Martin läuft vor mir die steile Treppe zu den Wasserfällen vom Schleifenbach runter

Fünf Meter weiter vorne zweigt übrigens links ein kurzer Stichweg ab, an dem Du auch Fotos machen könntest.

Der Abstieg über die Treppe ist schnell gemacht, wer sich unsicher fühlt, der/die dreht sich um und steigt rückwärts runter. Und ja – auch ich mache das so, es ist einfach sicherer!

Beeindruckend ist es, wie sich der Schleifenbach hier runter stürzt, da nutze ich doch die Gelegenheit, von der Brücke aus ein Bild zu machen.

Der Schleifenbach stürzt sich in die Tiefe

Der Schleifenbach stürzt sich in die Tiefe

Ein wenig bleiben wir anschließend noch in der Natur, teilweise auf offenen Wegen in der Sonne:

Weg in der Sonne. Morgens um kurz vor 10 Uhr noch ganz angenehm auf dem Schluchtensteig

Weg in der Sonne. Morgens um kurz vor 10 Uhr noch ganz angenehm

Dann geht es erst durch Achdorf,

Blick auf Achdorf auf dem Schluchtensteig

Blick auf Achdorf auf dem Schluchtensteig

später dann durch Anselfingen durch. Der erste Streckenabschnitt hat leider einige Teerwege, das ließ sich hier jedoch nicht so wirklich vermeiden.

In Achdorf könntest Du Dich auch gerade schnell wieder erfrischen, ein älterer Herr sorgt sich hier um die Pilger (auch des Jakobwegs) und bietet Erfrischungen an.

Eine Möglichkeit, früh morgens schon ein Bier zu trinken. Oder eine andere Erfrischung auf dem Schluchtensteig

Eine Möglichkeit, früh morgens schon ein Bier zu trinken. Oder eine andere Erfrischung

Vor dem Gasthof Scheffellinde geht es rechts rein und hinten über den Parkplatz nach links. Über die Herkunft des Namens des Gasthofes Scheffellinde erfahre ich von Martin ebenso, wie im folgenden Verlauf der Strecke über die vielfältigen Tätigkeiten eines Wutachrangers, der insbesondere dem Naturschutz verpflichtet ist, aber eben auch viele Führungen macht. Auch fungiert er ein wenig als Schnittstelle zwischen den Behörden und Nutzern.

Was mir persönlich super gefällt – er hat auch Twitter entdeckt, um „spontane“ (das Netz ist ein wenig ein Problem, in der gesamten Schlucht gibt es keines) Meldungen zu verbreiten. Als zusätzlichen Service informiert er auch die Tourismusämter in der Gegend mit schön aufbereiteten Informationen (inklusive Bilder als pdf zum Aushängen), wenn es Sperrungen oder ähnliches auf den Wegen in der Wutachschlucht gibt. Erdrutsche sind hier recht häufig, und so hat Martin auch damit einiges zu tun!

Zugegeben: Es reicht eigentlich auch, einen kurzen Abstecher zum Schleifenbach zu machen und dann einfach bis zur Wutachmühle zu fahren. Der Weg bis dahin ist wenig spannend, gerade mal die Scheffellinde zeigt sich als tolles Haus auf dem Weg (nee, frag nicht, warum ich da jetzt kein Bild gemacht habe :/). Ansonsten ist es erst einmal viel Weg auf Teer, der erst nach Anselfingen eigentlich besser wird. Klar kommen dazwischen auch angenehme Abschnitte bis zur Wutachschlucht, auch auf Waldwegen, die schlammig sein können und ein wenig Konzentration dann erfordern. Doch jetzt ist es seit Tagen trocken, da besteht keine Rutschgefahr.

Eines der angenehmeren Stücke bis zur Wutachmühle auf der 2. Etappe des Schlluchtensteigs

Eines der angenehmeren Stücke bis zur Wutachmühle

Dann ist es soweit. Wir erreichen nach etwa 1 3/4 Stunden die Wutachmühle. Für die meisten Wanderer der Wutachschlucht markiert diese übrigens den Endpunkt, denn viele steigen oben an der Schattenmühle in den Weg ein und laufen wutachabwärts bis zur Wutachmühle. Hier unten befindet sich auch ein Kiosk, an dem Du Dich nochmal stärken könntest (Umweg von vielleicht 150-200 Metern weiter gerade aus). Wir lassen diesen jedoch unbeachtet und laufen an der Wutachmühle vorbei rein in Richtung der Wutachschlucht.

Silo an der Wutachmühle auf dem Schluchtensteig

Silo an der Wutachmühle

Hier geht es erst einmal sehr sanft aufwärts auf einem breiten Waldweg. Doch schon bald geht es auf die erste Umleitung, der erste Teil entlang der Wutach

Ein erster Blick auf die Wutach

Ein erster Blick auf die Wutach

ist bereits aufgrund eines Erdrutsches gesperrt. Martin erzählt mir, dass wir wohl daran vorbei kommen könnten, das Risiko eines neuen Rutsches aber durchaus besteht und wir daher nicht als schlechtes Beispiel den gesperrten Weg gehen sollten. Die Umleitung ist gut ausgeschildert, leider auch 2 km länger als der reguläre Weg (20 km hätte ich eigentlich heute sonst vor mir). Ein zunächst schmaler, später breiter werdender Weg ist es, auf dem Umleitung verläuft, dann geht es kurz steil links hoch. Oben erwartet uns dann für rund 15 Minuten ein Teerweg in der prallen Mittagssonne. Die Sonne steht hoch oben und der Himmel ist wolkenlos blau. Die 15 Minuten in der Sonne bringen mich schnell zum Schwitzen.

Am Wanderparkplatz, an dem auch ein Grillplatz angeschlossen ist, geht es wieder im Wald bergab in die Wutachschlucht. Der Grillplatz ist gut besucht, wäre ich alleine unterwegs, hätte ich vielleicht auch eine kurze Rast gemacht, denn diese Sinusbänke hier laden zum Verweilen ein.

Sinusbänke am Wanderparkplatz mit Grillplatz

Sinusbänke am Wanderparkplatz mit Grillplatz

Unten in der Schlucht ist es angenehm kühl, auch wenn die Wutach gar nicht „wütend“ ist. Denn daher kommt eigentlich ihr Name – die wütende Ach. Der Weg hier unten ist sehr angenehm zu laufen.

Schöner Wegteil des Schluchtensteigs in der Wutachschlucht

Schöner Wegteil des Schluchtensteigs in der Wutachschlucht

Auch im weiteren Verlauf stosse ich auf alte Bekannte. Sowohl Steinmanderl,

Steinmanderln in der Wutachschlucht

Steinmanderln in der Wutachschlucht

als auch Bäume, die quer über dem Weg liegen, liegen auf meiner Wanderung.

Wieder ein Baum, den es zu unterqueren heißt auf dem Schluchtensteig

Wieder ein Baum, den es zu unterqueren heißt auf dem Schluchtensteig

Bald kommen wir an eine Brücke, die über die Wutach führt.

Brücke über die Wutach

Brücke über die Wutach

Doch diese Brücke ist noch gar nicht so alt, ein Hochwassser hat allerdings ein Stück der alten Brücke mitgenommen. Rund 20 Jahre steht die neue Brücke hier, erklärt mir Martin.

Nett ist es anzusehen, wie ein Stück der alten Brücke stehen gelassen wurde. Weil sie stört ja nicht 😉

Ein Stück der alten Brücke steht in der Wutachschlucht auf dem Schluchtensteig

Ein Stück der alten Brücke steht

Überhaupt – so eine Tour mit dem Wutachranger lohnt, immer wieder füttert er mich mit Informationen. Aber nicht in Form eines Overloads, immer in angemessenen Dosen. Ich hätte eigentlich viel mehr mitschreiben sollen, doch irgendwie verpasse ich das immer wieder. Doch einiges blieb hängen, bzw. in Evernote zum Nachlesen. So beispielsweise, dass 1904 hier in der Wutachschlucht Passagen rausgesprengt wurden, was heute wohl nicht mehr genehmigt werden würde. Doch hier sind alle dankbar, dass es diese Passagen gibt.

Rausgesprengte Passage in der Wutachschlucht

Rausgesprengte Passage in der Wutachschlucht

rausgesprengte Passage mit Blick auf die Wutach

Rausgesprengte Passage mit Blick auf die Wutach

Auch spannend ist es, zu sehen, wie sich hier die Felswände hoch türmen – und die untere Kalkschicht vor etwa 242-234 Millionen Jahren entstanden ist.

Verschiedene Kalkschichten aus mehreren Millionen Jahren in der Wutachschlucht

Verschiedene Kalkschichten aus mehreren Millionen Jahren in der Wutachschlucht

Auf dem Bild ist es eigentlich gut erkennbar, dass die Felsschicht leicht schräg verläuft. Wenn Du hingegen in der Schlucht an der Stelle stehst und auch das ganze Umfeld wahr nimmst, dann sieht es so aus, als wäre die Kante eher die Waagrechte und die Wutach würde bergauf fliessen. Ein faszinierender Anblick, den Du nicht verpassen solltest.

Übrigens – ein Blick nach oben verrät mir, dass wir tolle Wetter haben, immer noch blauer Himmel und Sonne.

Strahlend blauer Himmel über der Wutachschlucht

Strahlend blauer Himmel über der Wutachschlucht

Immer wieder kommen wir an Felsabschnitten entlang, die einfach spannend zum Laufen sind. Nicht einfach nur tröge vor sich hin wandern, sondern fasziniert den Weg betrachten.

Strahlend blauer Himmel über der Wutachschlucht

Schöner Wegteil in der Wutachschlucht

Nach knapp vier Stunden kommen wir an einen Rastplatz mit Grillstelle, Bänken und einer großen Hütte, in der Du Dich bei schlechten Wetter unterstellen kannst. Hier machen wir ca. 15 – 20 Minuten Pause, essen unser Vesper, trinken einen Schluck und stellen fest, dass wir beide wesentlich mehr Leute erwartet hätten. Klar, der Platz ist gut besucht, rund 30 Menschen jeder Altersstufe sind hier. Aber eben wesentlich weniger, als wir erwartet haben.

Ob es daran liegt, dass am Montag wieder die Schule beginnt? Dass die Menschen sich darauf vorbereiten? Wir wissen es nicht, aber die Vermutungen gehen doch in diese Richtung.

Schutzhütte am Rastplatz inmitten der Wutachschlucht

Schutzhütte am Rastplatz inmitten der Wutachschlucht

Von hier sind es noch 7 km bis zur Schattenmühle, dem eigentlichen Etappenziel der zweiten Etappe des Schluchtensteigs.

Es geht hoch und runter auf dem folgenden Wegabschnitt, bis wir auch zu einem kleinen Wasserfall kommen. Schnell merke ich, dass dieser ein beliebtes Fotomotiv für Selfies der hier wandernden Paare ist 😉

Blick von weiter oben auf die Wutachschlucht

Blick von weiter oben auf die Wutachschlucht

Ein gemütlicher Teil des Weges durch die Wutachschlucht, die zweite Etappe des Schluchtensteigs

Ein gemütlicher Teil des Weges durch die Wutachschlucht

Der Wasserfall - nach einigem Warten konnte ich auch ein Bild machen ohne Menschen davor/dahinter ;)

Der Wasserfall – nach einigem Warten konnte ich auch ein Bild machen ohne Menschen davor/dahinter 😉

Nebenbei erfahre ich, dass die Wutach zu der Jahreszeit auch seltenst „wütend“ ist, im Frühjahr ist das viel spannender, wenn sich Schnee und Regen mischen. Teilweise sind dann aber auch die Wege unbegehbar, da das Wasser sehr schnell sehr hoch steigen kann. Gerade im Januar und Februar, teilweise auch im März hat es eine Menge Wildwasser Kajaksportler, die das hier nutzen. Sobald über entsprechende Apps die Info kommt, dass hier das Wasser durch die Wutach schießt, kommen diese zuhauf – sehr viele Schweizer sind da dabei, erzählt Martin, die sehr gut miteinander vernetzt sind. Und auch wirklich gut fahren und aufeinander Acht geben.

Langsam kommen wir in den Bereich des Bad Boll. Früher ein Kurort, der den Adel und reiche Engländer angezogen hat. Doch irgendwann blieben diese hier auch aus. Und so wurde aus den Parklandschaften und dem Rudersee langsam wieder Natur. Diese fordert nämlich schnell ihren Raum zurück. Hier ein Blick auf den ehemaligen Rudersee:

Der ehemalige See zum Rudern bei Bad Boll ist heute schön grün eingewachsen

Der ehemalige See zum Rudern bei Bad Boll ist heute schön grün eingewachsen

Es gibt große Bereich mit dem Pestwurz. Diese Pflanze mit den großen Blättern wurde damals eine Heilkraft gegen die Pest zugeschrieben – doch dem war (leider) nicht so. Heute bietet diese dafür zusammen mit der Brennnessel einen guten Lebensraum für viele Arten.

Pestwurz mit ihren großen Blättern in der Wutachschlucht im Bereich Bad Boll

Pestwurz mit ihren großen Blättern in der Wutachschlucht im Bereich Bad Boll

Wenige Meter weiter kommt eine sich im Verfall befindliche Kapelle, die gesperrt ist. Hier davor nutzen einige der Wanderer die Möglichkeit, in der Sonne nochmals Rast zu machen.

Kapelle im Bereich Bad Boll in der Wutachschlucht

Kapelle im Bereich Bad Boll in der Wutachschlucht

Hier auf dem Gelände befand sich früher ein großes Kurhotel, in dem gerne gekurt wurde. Wer es sich leisten konnte. In den späteren Zeiten verfiel hier alles immer mehr und obwohl es Strom-, Wasser- und Abwasseranschlüsse gab, wurde alles dem Erdboden gleich gemacht, weil befürchtet wurde, dass das Anwesen von Menschen gekauft wird, die man hier nicht haben wollte. Zeitweise war es auch als Gebiet verschrieen, in dem viele Drogensüchtige sich neu eindecken konnten.

Kurz nach der Kapelle kommt nochmal eine Umleitung auf dem Schluchtensteig durch die Wutachschlucht. Wieder ist ein Erdrutsch daran schuld, doch diese Umleitung verlängert den Weg nicht und verläuft auch nur parallel auf einem ähnlichen Weg wie der alte Weg auf der anderen Wutachseite. Bald wird diese jetzige Umleitung der reguläre Weg des Schluchtensteiges werden. Auf einem eher breiten Wirtschaftsweg geht es bergauf,

Breiter Wirtschaftsweg am Rande der Wutachschlucht

Breiter Wirtschaftsweg am Rande der Wutachschlucht

bis wir an einem neuen Wasserfall vorbei kommen. Hier läuft die Quelle des Jagdhauses oberhalb über und es wurde entschieden, dass sich das Wasser seinen eigenen Weg suchen darf. Die Moose wachsen immer weiter…

Für mich ist das sehr angenehm, ich nutze das kühle nass, um meinen aufgeheizten Kopf ein wenig zu kühlen. Denn die Kühle, die es unten in der Schlucht hat, ist hier weiter oben weg.

Nach ziemlich genau sechs Stunden nach unserem Start auf dem Schluchtensteig in Blumberg erreichen wir die Schattenmühle, das offizielle Ziel dieser zweiten Etappe.

Ich gönne mir ein großes Radler – und das gibt es hier wirklich in groß, ein ganzer Maßkrug! Doch ich weiss, dass ich die erste Halbe auch nur so runterkippen würde und wieder Durst hätte. Unterwegs habe ich nur einen Liter Wasser getrunken, zu wenig für die Etappe bei der Hitze. Auch preislich kannst hier gar nichts sagen, die Halbe Radler würde 3,90 EUR kosten, der Liter im Maßkrug 7 EUR. Eigentlich will ich Martin einladen, doch er weigert sich beharrlich und besteht darauf, die Rechnung selbst zu übernehmen. Nach kurzer Diskussion gebe ich auf – hat er mir doch zu Beginn der Wanderung davon erzählt, dass er als Beamter keine Vorteile annehmen dürfe. Dann eben ein ander Mal…

Wir beschliessen dann, auf alle Fälle noch die Lotenbachklamm hoch zu laufen. Und das wird das Highlight des Tages, die Lotenbachklamm ist sehr ursprünglich, überall liegen Baumstämme quer in und über dem Wasser.

Ich glaube, hier ist es besser, ich schreibe weniger, sondern zeige Dir das nur. Der Weg durch die Lotenbachklamm ist nicht weit, wir haben vom Aufstehen unten in der Schattenmühle bis zum Zeitpunkt, wo der Bus oben an der Abzweigung fahren soll, knapp 30 Minuten. Keine Sorge, an der Schattenmühle fährt der Bus auch!

Martin meint, wir schaffen das in 30 Minuten. Es sind zwar 120 (?) Höhenmeter, aber nur rund 1,5 -2 km Strecke. Doch jetzt erst mal die Bilder, für die ich mir trotzdem noch Zeit genommen habe bei meinem Weg durch die Lotenbachklamm.

Unterer Teil der Lotenbachklamm

Unterer Teil der Lotenbachklamm

Stammchaos in der Lotenbachklamm

Stammchaos in der Lotenbachklamm

Ein ähnlicher Baum lag schon vor vielen Jahren an der Stelle in der Lotenbachklamm, erzählt mir Martin

Ein ähnlicher Baum lag schon vor vielen Jahren an der Stelle in der Lotenbachklamm, erzählt mir Martin

Und noch einmal die wildromantische Lotenbachklamm

Und noch einmal die wildromantische Lotenbachklamm

Ich kann jedem empfehlen, der nicht vollkommen kaputt ist, diese knapp 30 Minuten Weg noch zu machen, wer auf dem Schluchtensteig unterwegs ist! Es lohnt sich absolut!

Oben angekommen darfst Dich aber nicht an der Bushaltestelle vor Deiner Nase ausruhen, zumindest nicht, wenn Du wie ich nach Bonndorf zum Übernachten möchtest. Dazu musst Du scharf links an der Strasse zurück laufen und um die Ecke an der Kreuzung, selbe Strassenseite (keine 100 m insgesamt, keine Sorge! Stündlich kommt hier nachmittags bis 18.35 Uhr ein Bus vorbei, der Dich zum Übernachtungsort Bonndorf bringt (und morgens auch wieder zur Schattenmühle).

Martin begleitet mich noch schnell zum Hotel, dem Möhringers Schwarzwaldhotel. Das ist keine fünf Minuten entfernt von der Bushaltestelle Bahnhofstrasse und war ursprünglich gedacht, viele durchreisende Gäste als gehobenes Hotel aufzunehmen. Doch die Pläne änderten sich und der Bahnhof wurde ein Sackbahnhof, 100 Meter oberhalb. Doch das Hotel hat sich nicht abhalten lassen, eine tolle Unterkunft zu werden!

Möhringers Schwarzwaldhotel in Bonndorf - eine großartige Unterkunft für den Schluchtensteig

Möhringers Schwarzwaldhotel in Bonndorf – eine großartige Unterkunft

An der Rezeption des Möhringers Schwarzwaldhotel werde ich überrascht. Ob ich denn hier oder auswärts essen wolle? Ich antworte verlegen, dass ich darüber noch nicht nachgedacht habe – und höre, dass sie mich gerne zum Abendessen einladen wollen. Sechs Gänge soll es geben. Kann ich da „Nein“ sagen? Natürlich nicht.

Daher halte ich an der Stelle abweichend von der unten stehenden Offenlegung fest: Hier wurde ich zum Abendessen (inklusive der Getränke, wie ich am Ende dann auch noch feststelle als ich diese bezahlen will) eingeladen! Danke! Doch zuvor heißt es für mich, noch den wirklich großzügigen Wellnessbereich zu genießen. Ausführliches über das Hotel und den Wellnessbereich schreibe ich im Dir im Winter auf. Einverstanden?

Fazit zur zweiten Etappe des Schluchtensteigs von Blumberg bis zur Schluchtenmühle

Trotz der Umleitungen auf der Strecke lohnt der Weg durch die Wutachschlucht. Es geht immer wieder auf und ab, ohne allzu anstrengend zu werden. Es gibt schöne Blicke runter die Schlucht und wenn Du die Gelegenheit hast, mit dem Wutachranger Martin durch die Schlucht zu laufen, erfährst Du viel, unter anderem über die Geologie der Schlucht. oder auch über Pflanzen und Geschichte.

Mir hat diese zweite Etappe des Schluchtensteigs wieder sehr viel Spass gemacht, auch wenn ich meine, dass der Weg von Blumberg bis zur Wutachmühle zur Not, wenn Du weniger gut zu Fuß bist oder Deine Kräfte für die kommenden Tage schonen willst, auch eingespart (abgekürzt mit Fahrzeugen) werden kann. Und mach auf alle, alle Fälle die Lotenbachklamm noch! Grandios! Über das Möhringers Schwarzwaldhotel schreibe ich im Winter noch separat, nur soviel sei verraten: Es steht auf der Liste der Hotels, die ich mit meiner Freundin nochmal besuchen möchte!

Fakten zum Schluchtensteig

Gesamtstrecke: 119 km
Etappen: 6
Aufstieg insgesamt: 3.415 m
Absteig insgesamt: 3.505 m
Schwierigkeit: schwer
Gepäcktransport: buchbar

Website

Tourdetails zum Download (GPX, KML) u. a. bei Outdoor Active

Offenlegung für alle sechs Etappen: Ich wurde zu den sechs Wandertagen von der Projektstelle Schluchtensteig Schwarzwald eingeladen. Herzlichen Dank für diese sehr schöne Einladung und tolle Zusammenarbeit! Die Einladung umfasste die Übernachtungen mit Frühstück und ein Abendessen sowie den Gepäcktransport. Dazu kam die Versorgung mit Reiseführern, Infomaterial und die gesamte Planung inkl. der Buchung. Wer meint, dass die Einladung meine Meinung beeinflusst, kennt mich schlecht. Die Anfahrt habe ich selbst bezahlt, ebenso wie alle Getränke. Dafür gab der Outdoorausrüster LOWA noch ein paar Schuhe aus an alle Teilnehmer des Blogger_Wander-Monats von Toptrails of Germany, zu denen der Schluchtensteig gehört. Ich muss nichts über die Schuhe schreiben (und auch nicht verlinken, mache ich aber trotzdem gerne!) – und habe die Schuhe gewählt, die ich sowieso vor kurzem auch gekauft habe, da LOWA eh meine bevorzugte Marke für All Terrain Schuhe ist.
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Anzeigen: Für die Wanderung wurde mir vom Einladenden auch Wanderführer zur Verfügung gestellt. In diesem Fall war das der Hikeline Wanderführer Fernwanderweg Schluchtensteig: Quer durch den Naturpark Südschwarzwald, 119 km, 1:35 000, GPS-Tracks Download, wasserfest

Veröffentlicht von Hubert Mayer

Blogger, Netzwerker, LL.B, Versicherungsmensch, ehrenamtlich in Stuttgart engagiert, Onlinejunkie. Du findest mich auch auf Twitter, Twitter, Facebook, Facebookseite des Travellerblogs, Google+ Wer mich und meine Bloggerei unterstützen möchte: Mein Amazon Wunschzettel ist lang

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