Urlaub in Kaprun: Ausflug zu den Kapruner Hochgebirgsstauseen

Stausee Wasserfallboden von oben - Ausflug von Kaprun

Und noch ein Tipp, was Du bei einem Urlaub in Kaprun neben der Sigmund-Thun-Klamm, einem Besuch in Zell am See mit Schiffsrundfahrt und Panoramatour auf den Schmitten oder einer Wanderung auf das Kitzsteinhorn machen kannst: Hoch zu den Hochgebirgsstauseen Kaprun fahren. Das habe ich zusammen mit Katja vom Wellnessbummler gemacht und uns hat es beiden dort gefallen. Ein Zitat von ihr schicke ich deshalb gerne voraus:

Es ist wunderbar, wenn sich das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden lässt. So geschehen in Kaprun. Denn bevor es aber im Castle Camp auf der Burg informativ, familiär und sehr diskussionsreich wurde, hieß es die Natur am Stausee genießen. Doppelter Spaß, wenn man diese Erlebnis mit netten Menschen teilen darf.“

Unsere Anreise erfolgte mit dem Auto, es gibt ein kostenloses Parkhaus am Alpenhof Kesselfall (dazu unten mehr). Doch auch ohne Auto ist die Anreise problemlos möglich – von Kaprun aus fährt der (von Zell am See kommende) Postbus Linie 660 zu den Hauptverkehrszeiten von ca. Juni bis Mitte Oktober bis zum Kesselfall.

Dort heißt es ein Ticket für derzeit 19,50 EUR (Stand Sommer 2014) lösen (oder es für lau mit der Zell am See-Kaprun Sommerkarte erhalten). Es geht hier mit dem Bus dann weiter bis zum Lärchwandschrägaufzug, der uns von 1.209 m auf 1.640 m bringt. Dauert knapp über vier Minuten und ist ein ungewohntes Fahrerlebnis 🙂

Ein teil der Strecke des Lärchwandschrägaufzugs von unten aus dem Aufzug auf dem Weg zu den Hochgebirgsstauseen Kaprun

Ein teil der Strecke des Lärchwandschrägaufzugs von unten aus dem Aufzug

Oben angekommen – wartet wieder ein Bus für den nächsten Abschnitt, bei dem es durch einige Tunnel geht, am Stausee Wasserfallboden vorbei, hoch zum Stausee Mooserboden.

Wenn Blogger unterwegs sind, dann passiert dauernd dasselbe – beide stürmen an die nächste Kante zum Bilder machen…

Stausee Wasserfallboden von oben - Ausflug von Kaprun

Stausee Wasserfallboden von oben

Dann kurz rüber zum Gasthof Moserboden der rechts neben dem Stausee Mooserboden liegt und ein Ticket für die Führung kaufen, die uns 40 Minuten später (immer zu vollen Stunde) nicht nur viel über den Bau des Staudamms erfahren, sondern uns auch durch die Mauer des Staudamms laufen lässt.

Ein weiterer Blick zeigt uns eine Fotoanlage, wo wir ein Bild von uns dort oben machen können. Die Beschreibung gelesen.

Beschreibung, wie die Fotoanlage oberhalb des Stausees Wasserfallboden funktioniert

Beschreibung, wie die Fotoanlage oberhalb des Stausees Wasserfallboden funktioniert

Gedacht, verstanden zu haben – und dann das Ergebnis, dass wir leider mangels Internet erst abends ansehen konnten:

Prima, oder? Hier könnt ihr sehen, dass wir allerdings nicht alleine waren mit dem Problem.

Das das zumindest ein klein wenig besser gehen kann, das haben wir getestet und eine Kamera aus der Hand gegeben:

Katja und ich (Foto: mit freundlicher Einwilligung von Katja, Name der tatsächlichen Fotografin unbekannt)

Katja und ich (Foto: mit freundlicher Einwilligung von Katja, Name der tatsächlichen Fotografin unbekannt)

Nun denn… Wir zogen weiter, wollten auf den Aussichtspunkt oberhalb des Museums, die sogenannte Höhenburg auf 2.108 m. Von dort aus kann man prima Bilder machen, in beide Richtungen. Da ihr den Wasserfallboden jetzt ja schon von oben kennt, hier eines vom Stausee Mooserboden:

Stausee Mooserboden von der Höhenburg aus

Stausee Mooserboden von der Höhenburg aus

Der Weg dort hoch dauert ein paar Minuten, daher hieß nun fix zurück zum Gasthof, wo die Führung starten sollte. Schnell an Ilse Aigner vorbeihuschen, die dort an dem Tag irgendein Stromabkommen unterzeichnete, kamen wir auf die Minute pünktlich um 13 Uhr an – und nur 1 Minute später begann unsere Führung.

Ich möchte hier nicht zu viel verraten, nur mal anreissen: 140.000 l pro Sekunde können zur Stromerzeugung genutzt werden. 90 m tief – und insgesamt reden wir bei beiden Seen von rund 166 Millionen Liter Wasser. Zu trocken die Zahl? Reicht wohl eine Woche für den Weltwasserbedarf…

Weiter geht die Führung zur Heidnischen Kirche am Mooserboden (Link zum Salzburger Wiki). Das ist ein Ehrenmal für alle beim Bau ums Leben gekommene, errichtet auf einem Kraftplatz. Durch einen Riß, der von vorne gar nicht so richtig wahr genommen wird, kann man durchgehen (ich gebe zu, ich habe nichts gespürt…).

Heidnische Kirche am Mooserboden

Heidnische Kirche am Mooserboden

Von hier ging es an die Schautafel, wo wir nochmals viele beeindruckende Zahlen hörten  – und dann endlich in die Staumauer. Das ist schon recht beeindruckend, vor allem, wenn Du vorher hörst, was da für Wassermassen drauf drücken.

Gang durch die Staumauer des Stausee Mooserboden, oberste Ebene

Gang durch die Staumauer, oberste Ebene

Das war der oberste von drei Gängen, zur Kontrolle gibt es Menschen, die auch die anderen beide Gänge begehen müssen – über diese Leiter:

Urrggss... da geht es abwärts...

Urrggss… da geht es abwärts…

Zu den Kontrollen: Davon gibt es mehrere. Im Boden sind Kontrollpunkte eingelassen,

Kontrollpunkt im Boden

Kontrollpunkt im Boden

Doch nicht nur der Boden wird laufend vermessen, auch die Neigung der Staumauer mithilfe eines mittlerweile automatisierten Schwimmlots. Hier hängt oben ein Korkschwimmer, unten ist der Draht in sechzig Metern Tiefe befestigt. Dadurch wird eine vertikale Hilfslinie geschaffen – und das wiederum alle 1o0 Meter.

Ein für die Besichtigung offenes Schwimmlot

Ein für die Besichtigung offenes Schwimmlot

Ok, ich gebe zu, man sieht nicht  viel.

Aber auch die Dehnfugen werden laufend kontrolliert, alle 10 Meter befindet sich so eine Kontrolleinrichtung:

Kaprun_Hochgebirgsstauseen_2014_13

Wir sind dann doch irgendwann auch froh, als wir nach einer Stunde Führung (davon ca. 15-20 Minuten innerhalb der Staumauer) wieder raus kommen. Nach rechts geht ein Tunnel zu einem Rundweg um den Stausee Mooserboden,

Kaprun_Hochgebirgsstauseen_2014_15

den man allerdings nicht nehmen muss, wenn man Tunnel nicht mag – man kann auch seitlich daran vorbeigehen 😉

Nach der Führung werfen wir einen schnellen Blick ins Restaurant und entscheiden kurzfristig, dass wir runter zum

Alpenhaus Kesselfall

zum Mittagessen fahren.

Alpenhaus Kesselfall

Alpenhaus Kesselfall

Das war nicht die schlechteste Entscheidung. Nicht nur, dass wir gemütlich draussen sitzen können – nein, wir werden auch noch von der Kellnerin im Laufe unseres Aufenthalts überrascht. Die österreichisch sprechende ist erst vor 7 (?) Jahren von Holland eingewandert. Gehört hätten wir das nicht. Sehr gemütlich ist übrigens dort, neben „normalen“ Sitzmöglichkeiten gibt es auch so etwas:

Loungige Ecke am Alpenhaus Kesselfall

Loungige Ecke am Alpenhaus Kesselfall

Schaut sehr nett aus, oder?

Übernachten kann man hier oben übrigens auch, aber nur in vom Frühsommer bis zum Herbst, wenn ich das richtig gesehen habe. Günstig ist es auf alle Fälle, wer ein wenig abseits wohnen möchte und seine Ruhe haben will, der ist im Alpenhaus Kesselfall bestimmt nicht verkehrt. Denn auch das Essen schmeckte sehr gut:

Cordon Bleu mit Pommes im Alpenhaus Kesselfall

Cordon Bleu mit Pommes im Alpenhaus Kesselfall

Fazit zum Besuch der Hochgebirgsstauseen Kaprun und des Alpenhauses Kesselfall

Ein Besuch lohnt sich auf alle Fälle. Die Stausseen Mooserboden und Wasserfallboden liegen in traumhafter Lage auf 2.036 bzw. 1.672 m. Man hat hier einen tollen Blick, sowohl zurück ins Tal als auch Richtung Großglockner – wenn einen die Wolken den Blick gönnen, uns war es leider nicht vergönnt. Insbesondere wer die Zell am See-Kaprun Sommerkarte hat, sollte sich die Fahrt nicht entgehen lassen!

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Veröffentlicht von Hubert Mayer

Jahrgang 73, Blogger, Netzwerker, LL.B, Versicherungsbetriebswirt (DVA), stark ehrenamtlich in Stuttgart engagiert, Onlinejunkie. Du findest mich auch auf Twitter, Twitter, Facebook, Facebookseite des Travellerblogs, Google+ Wer mich und meine Bloggerei unterstützen möchte: Mein Amazon Wunschzettel ist lang

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