Hauptstädte der Ostsee: Das estnische Freiluftmuseum Tallinn in Bildern

Das wird mal ein etwas anderer „Bericht“ hier im Blog, denn dieser Beitrag vom estnischen Freiluftmuseum in Tallinn wird überwiegend aus Bildern bestehen. Und schon das wird mir nicht leicht fallen. Nach dem Löschen und 2/3 der Bilder aus dem Freiluftmuseum, weil unscharf/ zu dunkel, sind immer noch über 100 verblieben..

Zum estnischen Freiluftmuseum ging es ab Tallinn mit der blauen Linie der Hopp on, hopp off Busse dort. Und geplant war nur eine Stunde Aufenthalt hier, mit dem nächsten Bus wollte ich weiter. Habe ich Dir hier im Beitrag zu Tallinn schon erzählt. Aber es kommt halt immer anders als man denkt.

Drei Stunden sollte mich das estnische Freiluftmuseum in seinem Bann halten, aber warum? Ich bin gar nicht sooo sehr an Historie interessiert, am Landleben noch weniger. Doch dieses Museum berührte etwas in mir, das ich mir nach wie vor nicht erklären kann.

8,00 EUR zahlst Du am Eingang (7,00 EUR Eintritt), Du bekommst für einen Euro einen kleinen Plan für das Gelände (und das ist durchaus sinnvoll, auch jetzt für das Schreiben des Beitrags), dann geht es hinein. Das estnische Freiluftmuseum ist in vier Bereiche aufgeteilt, denn die Lebensweisen in Estland haben sich stark unterschieden. Hier im Freiluftmuseum gibt es Anwesen aus Westestland, Nordestland, Südestland und von den Inseln.

Ich entscheide mich, gleich den Weg nach links zu nehmen, also im Uhrzeigersinn zu laufen. Schon nach wenigen Metern kommt ein Bauernhof aus Westestland, der Bauernhof Sassi-Jaani auf der rechten Seite.

Der westestnische Bauernhof Sassi-Janni im Freiluftmuseum Tallinn

Der westestnische Bauernhof Sassi-Janni

(Nur als Warnung: Was ich hier schreibe, kommt aus der Reihenfolge meiner Fotos und meiner Erinnerung, wo ich lang ging. Eine Garantie kann ich daher nicht mehr übernehmen. Für Berichtigungen bin ich sehr dankbar, die Kommentarfunktion ist offen.)

Von dort ging es vorbei am südestischen Bauernhof Sepa.

Südestischer Bauernhof Sepa im Freiluftmuseum Tallinn

Südestischer Bauernhof Sepa

Das ist ein kleiner Handwerkerhof, der vor allem für seine Schmiedearbeiten geschätzt wurde. Mich zieht es aber schnell weiter, ich will Windmühlen sehen, und von denen gibt es hier einige. Da wäre beispielsweise die ebenfalls aus Südestland stammende Windmühle Kalma,

Windmühle Kalma aus dem Jahr 1897 im Freiluftmuseum tallinn

Windmühle Kalma aus dem Jahr 1897

es handelt sich um eine im holländischen Stil gebaute dreistöckige Mühle, in der vor allem mehr für Mensch und Tier gemahlen wurde.

Doch auch in den anderen Teilen von Estland gab es Windmühlen, so beispielsweise die Bockwindmühlen von den Inseln

Bockwindmühle, ca. 1860, von der Insel Hiiumaa

Bockwindmühle, ca. 1860, von der Insel Hiiumaa

Mit dieser wurden bis ca. 1930 grobes Roggen- Weizenmehl gemahlen.

Wahrscheinlich könnt ich jetzt stundenlang dir vorstellen, was ich alles hier im estnischen Freiluftmuseum gesehen habe. Aber das schaust Dir besser selber vor Ort an und ich zeige Dir nur noch ein paar Appetithappen und verrate Dir, wo es die restlichen Bilder von mir gibt, einverstanden?

Wetterbedingt besonders gut gefallen hat mir der Inselbereich mit der Fischerunterkunft,

Fischerunterkunft vom Ende des 19. Jahrhunderts im estnischen Freiluftmuseum Tallinns

Fischerunterkunft vom Ende des 19. Jahrhunderts

und die „zugehörigen“ Netzschuppen (die hier stehenden Gebäude gehören wohl eher nicht zusammen).

Netzschuppen zum Aufbewahren der Fischernetze und sonstiger Fischfanggeräte im estnischen Freiluftmuseum in Tallinn

Netzschuppen zum Aufbewahren der Fischernetze und sonstiger Fischfanggeräte

Doch nicht Fischer gab es, aus Nordestland ist hier noch eine Schule vorhanden, die Du ebenfalls betreten kannst (das gilt übrigens für die meisten Häuser hier im Freiluftmuseum).

Und auch ein Dorfladen ist hier im estnischen Freiluftmuseum vorhanden, auch dieser stammt aus Nordestland. Hier kannst Du auch heute noch Kleinigkeiten zum Naschen oder als Andenken erwerben.

Dorfladen Lau im estnischen Freiluftmuseum

Dorfladen Lau im estnischen Freiluftmuseum

Ladeneinrichtung 1 im Dorfladen Lau im estnischen Freiluftmuseum Tallinn

Ladeneinrichtung 1

Ladeneinrichtung 1 im Dorfladen Lau im estnischen Freiluftmuseum Tallinn

Ladeneinrichtung 2 im Dorfladen Lau

Windmühle, Bauernhäuser, Fischer, Schule, Laden. Jede Menge gibt es zu sehen hier. Doch auch das ist nicht alles, teilweise wurde ich schon ein wenig überrascht. Im Freiluftmuseum steht beispielsweise dieser süsse Spritzenschuppen, ebenfalls aus Nordestland.

Spritzenhäuschen aus Nordestland, erbaut von freiwilligen Feierwehrvereinen zu Beginn des 20. Jahrhunderts

Spritzenhäuschen aus Nordestland, erbaut von freiwilligen Feuerwehrvereinen zu Beginn des 20. Jahrhunderts

Nach alledem muss doch noch was fehlen, oder? Genau. Eine Kirche!

Und die kommt hier im Freiluftmuseum wieder aus Westestland. Die Kapelle Sutlepa stammt aus dem Jahr 1699, hat also bereits ein stolzes Alter.

Kapelle Sutlepa aus Westestland im Freiluftmuseum Tallinn

Kapelle Sutlepa aus Westestland

Ein Blick in den Kirchenraum der Kapelle Sutlepa im estnischen Freiluftmuseum Tallinn

Ein Blick in den Kirchenraum der Kapelle Sutlepa

Altar in der Kapelle Sutlepa aus Westestland

Altar in der Kapelle Sutlepa aus Westestland

Orgel in der Kapelle Sutlepa aus Westestland

Orgel in der Kapelle Sutlepa aus Westestland, leider sehr unscharf

Was fehlt noch? Genau – die Kneipe. Natürlich gibt es hier auch eine Kneipe. Die Kneipe Kolu stammt aus Nordestland und wurde in den 1840er Jahren an einer Landstrasse erbaut. Und diese ist glücklicherweise auch in Betrieb.

Kneipe Kolu aus den 1840er Jahren in Nordestland im Freiluftmuseum Tallinn

Kneipe Kolu aus den 1840er Jahren in Nordestland

Ich nehme an, dass im hinteren Teil vielleicht auch Veranstaltungen stattfinden, ich kam da nur zufällig auf dem Weg zur Toilette hin.

Großer Saal im Dorfkrug in der Dorfkneipe Kolu im estnischen Freiluftmuseum Tallinns

Großer Saal im Dorfkrug

Doch ich hatte ja nun mittlerweile auch Hunger – und den konnte ich hier auch zu humanen Preisen stillen.

Soljanka für 2,80 EUR (lecker!) und ein Bier für faire 4,00 EUR im Freiluftmuseum Tallinn

Soljanka für 2,80 EUR (lecker!) und ein Bier für faire 4,00 EUR

Doch das war nicht alles, es gibt auch noch mehr hier:

Speisen in der Dorfkneipe Kolu im Freiluftmuseum tallinn

Essen in der Dorfkneipe Kolu

Getränke in der Dorfkneipe Kolu im estnischen Freiluftmuseum Tallinn

Getränke in der Dorfkneipe Kolu

Doch Du siehst nicht nur die Häuser von außen hier, auch wenn die bisherigen Bilder den Eindruck erwecken konnten. Alle Häuser hier im estnischen Freiluftmuseum kannst du betreten, es sind Menschen da, die auch Geschichten erzählen.

Jetzt aber genug geschrieben, eigentlich sollte es ja nur ein klein wenig Text werden und die Bilder sollten für sich sprechen. Darum nur noch ein, zwei Favoriten, dann ein paar Informationen, dann der Rest der Bilder als große Galerie!

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Estnisches-Freiluftmuseum_Tallinn_137

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Fazit zum estnischen Freiluftmuseum in/bei Tallinn
Vielleicht haben Dir diese ersten Bilder schon Lust gemacht, selbst einmal das Freiluftmuseum vor den Toren Tallinns zu besichtigen. Ich war so fasziniert, dass ich statt einer Stunde dann doch drei Stunden blieb (davon vielleicht 20 Minuten beim Essen), und ich habe trotzdem fast noch den Bus verpasst, der mich wieder nach Tallinn brachte. Gleich zeige ich Dir noch einen großen Stoss weiterer Bilder in der Galerie. Schau Dir aber zuvor noch die Fakten und die beiden Infokästen an, dann geht es weiter mit der Galerie.

Fakten zum estnischen Freiluftmuseum Tallinn
Das estnische Freiluftmuseum ist ganzjährig geöffnet (Ausnahmen: 24.06., 24., 25. und 31.12.). Die Kneipe öffnet um 11 Uhr, die meisten anderen Sehenswürdigkeiten bereits um 10 Uhr. Es empfiehlt sich, die aktuellen Öffnungszeiten (saison- und tagesabhängig) auf der Website nachzusehen. Die ist übrigens auch auf Deutsch erreichbar.

Und auch an allen Gebäuden sind Hinweisschilder, die in mehreren Sprachen sind, unter anderem Deutsch.

Beschilderung an allen Gebäuden im estnischen Freiluftmusem Tallinn

Beschilderung an allen Gebäuden

Mir war der deutsche Teil wichtig, daher ist das hier so abgeschnitten.

Anschrift:
Estnisches Freiluftmuseum
Vabaõhumuuseumi tee 12
13521 Tallinn

Tel: +372 654 9100

Web
Mail

Offenlegung: Die Reederei Tallink Silja hat mich zu einigen Kreuzfahrten auf der Ostsee eingeladen. Die Einladung, also der von der Reederei bzw. deren Agentur übernommene Teil umfasste alle Schiffsfahrten zwischen Stockholm – Helsinki – Tallin und Riga. Dabei wurde ich in einer Kabine untergebracht und das Essen an Board sowie teilweise auch Getränke bzw. Getränkegutscheine wurden übernommen. Ebenfalls übernommen wurden die Nächte in Tallinn und Riga, dort hat die Reederei jeweils ein Hotel. Selbst gezahlt habe ich die Anreise (Zug nach Frankfurt und Flüge nach Stockholm und alles zurück) sowie die Übernachtungen in Stockholm und Helsinki.
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Und hier noch die versprochenen weiteren Bilder! Nimm Dir Zeit 😉 (Und ja, einige Bilder sind echt nicht von besonderer Qualität. Meist drinnen :/)


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Veröffentlicht von Hubert Mayer

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