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Rothenburg ob der Tauber: Auch zum Wandern eine gute Wahl!

Durch die Bäume hat man an der ehemaligen Skischanze einen tollen Blick auf Rothenburg ob der Tauber

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Die Stadt Rothenburg ob der Tauber ist einen ausgiebigen Besuch wert, aber auch zum Wandern bieten sich eine Menge schöner Gelegenheiten. Zwei der Rundwanderwege (W4 und W6) haben wir genossen, dazu noch eine geführte Weinbergführung im Rahmen der Rothenburger Wanderwoche!

Blogeinladung

Strahlender Sonnenschein erwartet uns als wir nach dem Frühstück im Hotel Sonne auf den Marktplatz laufen, wo wir auf unsere Rothenburger Rundwanderwege starten. Das Rathaus alleine ist schon einen zweiten Blick wert, aber auch Rathausturm lädt zu einem Rundumblick über die Stadt ein, doch dazu mehr in einem weiteren Beitrag über Rothenburg ob der Tauber.

Das Rathaus Rothenburg ob der Tauber, Startpunkt unserer Rundwanderung
Das Rathaus Rothenburg ob der Tauber, Startpunkt unserer Rundwanderung

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Heute orientieren wir uns zunächst an den Wegbeschreibungen der Wanderwege W4 und W6, die wir im Verlauf des Vormittags kombinieren werden. Doch etwas vorab, bevor wir gemeinsam loslaufen und die nächsten 4,5 Stunden (inklusive Essenspause und vieler Fotostops) gemeinsam auf den Rundwanderwegen W4 und W6 gemeinsam verbringen:

Die Markierungen der Wanderwege rund um Rothenburg ob der Tauber beginnen erst außerhalb der Stadtmauer! Alle Rundwanderwege um Rothenburg findest Du hier auf der offiziellen Website.

Doch nun los auf dem

Rundwanderweg W4 Rothenburg ob der Tauber- Über den Natursteig

Die Rundwanderwege W4 und W6 starten beide am Marktplatz und führen uns in Richtung Süden über die Obere und Untere Schmiedgasse. Beide sind schon schön anzusehen, doch es lohnt auch ein Blick nach rechts und links – wie hier in die Wenggasse beispielsweise:

Blick in die Wenggasse Rothenburg ob der Tauber
Blick in die Wenggasse Rothenburg ob der Tauber

Dann stehen wir am Plönlein, dem wohl bekanntesten Fotospot der Stadt Rothenburg. Mit Plönlein ist übrigens nicht nur das gelbe Fachwerkhäuschen gemeint, sondern gesamte Ensemble rund um den kleinen Brunnen, den Du da sehen kannst, inklusive der beiden Türme, rechts der Turm des Kobolzeller Tores und links der Siebersturm, der ins Spitalviertel führt.

Das Plönlein Rothenburg ob der Tauber
Das Plönlein Rothenburg ob der Tauber

Und durch den Siebersturm führt uns auch unser Weg, denn der Stadtausgang für unsere Wanderung ist das Spitaltor, das auch schon bald in Sicht kommt.

Durch das Spitaltor könnten wir die Stadt verlassen im Süden von Rothenburg ob der Tauber
Durch das Spitaltor könnten wir die Stadt verlassen im Süden von Rothenburg

Doch wir gehen nicht durch das Tor, sondern nutzen den schöneren Wallgrabensteg, der einmal rechts außen rum führt:

Ein Blick zurück
Ein Blick zurück
Der Weg um das Spitaltor
Der Weg um das Spitaltor

Dann stehen wir vor den Toren der Stadt Rothenburg und wie versprochen taucht wie aus dem Nichts die Beschilderung der Rundwanderwege auf. Bis hierhin liegt die Wegführung vieler Wege identisch, wenn Du aus der Stadt kommst – daher hat es sich auch angeboten, die beiden Rundwanderwege W4 und W6 zu kombinieren.

Beschilderung der Rundwanderwege rund um Rothenburg
Beschilderung der Rundwanderwege rund um Rothenburg

Wenige Meter weiter trennen sich auch die Wanderwege, der W6, auf den wir später wieder stossen werden, geht rechts ab nach unten (das wäre in entgegengesetzter Richtung dann auch der Rückweg des W4, den wir aber nun erst noch ein paar Meter neben der Strasse entlang wandern. Kurz nach diesem schönen Haus

Ein schönes Haus am rechten Wegrand
Ein schönes Haus am rechten Wegrand

kommt links eine Shelltankstelle und unser Wanderweg zweigt nach rechts weg von Strasse ab. Ein schöner schmaler Weg führt uns leicht bergab in Taubertal.

Ein schöner schmaler Pfad führt uns runter zur Tauber
Ein schöner schmaler Pfad führt uns runter zur Tauber

Unten wird der Weg breiter breiter, die Vögel zwitschern laut und neben uns plätschert die Taube erst und beginnt wenige Meter weiter zu rauschen. Hier unten ist es deutlich kühler, in einem heißen Sommer daher vermutlich ein perfekter Wanderweg. Insgesamt 7,6 km von Marktplatz bis Marktplatz ist der Weg übrigens lang.

An einem Bauernhof kommen wir wieder kurz in die Sonne und hören die links über uns verlaufende Strasse. An der geht es ein paar Meter entlang über die Brücke, dann rechts an diesem Magistratschild wieder nach rechts ab auf den blättergesäumten Taubertalweg.

Altes Schild am Wegesrand
Altes Schild am Wegesrand

Es ist merklich wärmer auf dieser Seite der Tauber, das Plätschern verstummt, es geht angenehm leicht aufwärts und der Untergrund wird gibt schön nach bei jedem Schritt.

Ein Wanderweg ganz nach meinem Geschmack
Ein Wanderweg ganz nach meinem Geschmack (Foto: Nicole Dalkolmo)

Solche Wege liebe ich ja und ich atme tief durch. Und auf einmal setzt auch wieder das Rauschen der Tauber ein, die rechts weit unter uns fliesst. Die Karte sagt, dass da unten auch die Walkmühle sein muss. Vor uns kommt eine Abzweigung – gerade aus würde es die Abkürzung mit der Beschilderung W4a lang gehen, die den Rundwanderweg W4 auf 5,3 km verkürzt, doch wir gehen nach links den kurzen steilen Anstieg auf dem W4 weiter.

Ein kurzer steiler Anstieg
Ein kurzer steiler Anstieg

Vorbei geht es an einer Bank, die offensichtlich schon bessere Zeiten erlebt hat:

Zerfallene Bank am Wegesrand
Zerfallene Bank am Wegesrand

Der Weg bleibt schön schmal, immer noch im Schatten des kleinen Wäldchens und schlägt dann einen Bogen nach links. Über uns sehen wir ein offenes Feld und es wird etwas heller. Nach etwa Stunde Wanderzeit haben wir ziemlich genau 5 km hinter uns und der Weg führt uns bergab, runter zur Schandtauber. Schon kurz bevor wir unten ankommen wird es wieder merklich kühler!

Unten folgen wir erst einem breiten Wirtschaftsweg,

Breiter Wirtschaftsweg an der Schandtauber
Breiter Wirtschaftsweg an der Schandtauber

vorbei am Fischabstieg,

dann kommen wir wieder an eine Abzweigung. Links am Wasser gehen wir den schmalen Weg weiter.

Eine weitere Abzweigung auf unserem Rundwanderweg W4
Eine weitere Abzweigung auf unserem Rundwanderweg W4

Wir genießen die Ruhe hier unten, bislang sind nur zweimal Menschen begegnet auf dieser schönen Wanderung.

Manchmal muss man auch innerhalten und einen Blick zurück werfen
Manchmal muss man auch innerhalten und einen Blick zurück werfen

Auch ein wasserwirtschaftlicher Lehrpfad ist hier unten an der Schandtauber, es lohnt sich, immer wieder mal anzuhalten und die Tafeln zu studieren.

Tafel vom wasserwirtschaftlichen Lehrpfad an der Schandtauber
Tafel vom wasserwirtschaftlichen Lehrpfad an der Schandtauber

Langsam wird der Weg wieder breiter, über uns ein toll gelegenes Häuschen!

Was für ein schön gelegenes kleines Häuschen
Was für ein schön gelegenes kleines Häuschen

Manchmal wünschte ich mir, ich könne auch so leben (bis mir wieder bewusst wird, dass ich doch ein Stadtkind bin).

Als wir auf Teer stoßen, wechseln wir den Weg. Vor uns liegt den überdachte Schmelzmühlensteg,

Der Schmelzmühlensteg führt zurück nach Rothenburg ob der Tauber
Der Schmelzmühlensteg führt zurück nach Rothenburg ob der Tauber

über den der W4 über die Tauber zurück nach Rothenburg führt. Und die der

Rundwanderweg W6 Rothenburg ob der Tauber – der Rothenburger Panoramaweg

von der Stadt her kommt. Und auf diesen wechseln wir an dieser Stelle, zweigen also nach links ab, vorbei an diesem schönen kleinen
gelben Fachwerk, das als Ferienhaus vermietet wird.

Ein kleines süßes Fachwerkhaus am Wegesrand, das als Ferienhaus vermietet wird
Ein kleines süßes Fachwerkhaus am Wegesrand, das als Ferienhaus vermietet wird

Vorbei an der Gipsmühle

Der Weg geht vorbei an der Gipsmühle auf der anderen Seite der Tauber
Der Weg geht vorbei an der Gipsmühle auf der anderen Seite der Tauber

führt der W6 uns für ein kurzes Stück auf Asphalt durch das Taubertal zum Wildbad. Heute als Tagungszentrum der Evangelischen Landeskirche Bayerns in Benutzung, wurde es schon im 14. Jahrhundert wegen einer Mineralquelle als Kurbad genutzt.

Der Prachtbau, der heute dort steht, wurde Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und ist nahezu unverändert. Wie wir feststellen, wird die Kulisse auch gerne für Hochzeiten (oder zumindest für die Fotoshootings) genutzt, denn wir treffen gleich zwei Brautpaare hier an.

Das Tagungszentrum Wildbad von der Seite
Das Tagungszentrum Wildbad von der Seite
Brücke mit Hochzeitspaar
Brücke mit Hochzeitspaar
Der schöne Gang unten an der Tauber am Tagungszentrum Wildbad
Der schöne Gang unten an der Tauber am Tagungszentrum Wildbad
Frontalaufnahme des Tagungszentrums Wildbad
Frontalaufnahme des Tagungszentrums Wildbad

Ein paar Meter weiter kommt ein Hof auf der linken Seite, wo wir nicht nur diesen schön bemoosten alten Wagen sehen,

Ein schöner alter bemooster Wagenrest
Ein schöner alter bemooster Wagenrest

sondern dahinter auch ein farbenprächtiger Garten liegt!

Ein schöner farbenprächtiger Garten am Wegesrand
Ein schöner farbenprächtiger Garten am Wegesrand

Kurz danach geht es links ca. 20 Meter lang an der Strasse hoch, dann überqueren wir diese vorsichtig und gehen auf einem noch naßen Wiesenweg weiter bis sich bald der Weg gabelt.

Auf dem Wiesenweg geht es weiter
Auf dem Wiesenweg geht es weiter

Der W6 zweigt hier nach rechts ab und über eine kleine Brücke geht es über den nahezu ausgetrockneten Bach.

Über diese kleine Brücke geht es weiter in den Wald durch das schmale Blinktal
Über diese kleine Brücke geht es weiter in den Wald durch das schmale Blinktal

Es ist hier wieder merklich kühler, während wir auf einen schmalen Weg ganz nach meinem Geschmack am Bach entlang sanft aufwärts gehen. Das Wasser steht mehr als es fliesst hier und es ist herrlich ruhig, obwohl die Strasse nicht weit entfernt sein kann.

Die Bäume liegen hier teilweise kreuz und quer und während wir gemütlich vor uns hin trotten, wird es mit jedem Schritt wieder wärmer, je weiter wir nach oben kommen.

Das naturbelassene Blinktal gefällt uns sehr gut
Das naturbelassene Blinktal gefällt uns sehr gut

Ab und an hört man jetzt die links über uns parallel verlaufende Strasse, während sich das Blinktal weitet, unser Wanderweg jedoch ein schöner schmaler Pfad bleibt. Am Wegesrand wachsen Hagebutten in aller Ruhe vor sich hin und auf dem letzten Stück des Blinktales wird es für etwa 60-70 m kurz etwas steiler.

Dann verlassen wir das Tal und biegen am Parkplatz nach rechts nach dem Acker ab. Der Wald auf der linken Seite spendet und aber weiterhin Schatten. Es ist ziemlich genau 12 Uhr und über dem Acker tauchen ganz leicht die Spitzen der Türme von Rothenburg ob der Tauber auf, noch kaum zu sehen, mit jedem Schritt aber mehr.

Die ersten Türme von Rothenburg tauchen am Horizont auf
Die ersten Türme von Rothenburg tauchen am Horizont auf

Links im Wald ist ein Klettergarten, doch es herrscht an diesem Samstag im Spätherbst nur wenig betrieb. Wir nutzen die Zeit für eine kurze Toilettenpause am zugehörigen Kiosk. Falls Du uns „nacheiferst“: Das Wasser im Waschbecken fließt, wenn Du den Knopf drunter am Boden mit dem Fuss trittst :)

Nach Klettergarten beginnt das Panoramaschauspiel auf Rothenburg und die Sonne wärmt uns den Kopf.

Atemberaubendes Panorama auf Rothenburg ob der Tauber und seine Türme
Atemberaubendes Panorama auf Rothenburg ob der Tauber und seine Türme

Vorbei geht es am Hochzeitswäldchen, wo für jedes Brautpaar ein Bäumchen gepflanzt wird. Dort überqueren wir die Leuzenbronner Strasse und auf einem breiten Weg geht es weiter, bis rechter Hand die ehemalige Skischanze auftaucht, wo es einen weiteren tollen Blick auf das Rothenburger Panorama gibt:

Durch die Bäume hat man an der ehemaligen Skischanze einen tollen Blick auf Rothenburg ob der Tauber
Durch die Bäume hat man an der ehemaligen Skischanze einen tollen Blick auf Rothenburg ob der Tauber
Und ich kann mich hier kaum satt sehen!
Und ich kann mich hier kaum satt sehen!

Hier steht auch eine Infotafel, auf der steht, welche Türme man sieht.

Wir gehen weiter bis zum Bismarck Gedenkstein, wo es gegenüber dann nochmal Bänke gibt mit einer weiteren Infotafel. Der Ort lädt geradezu zu einer Rast ein, doch wir gehen schnell weiter, wir haben noch einen Plan für die nächste Zeit.

Bismarckdenkmal
Bismarckdenkmal
Die Sitzgruppe mit Aussicht lädt zu einer Pause ein
Die Sitzgruppe mit Aussicht lädt zu einer Pause ein
Ein letztes Mal ein Panoramablick auf Rothenburg
Ein letztes Mal ein Panoramablick auf Rothenburg

Wir folgen weiter dem Weg gerade aus, nicht den schmalen Knick nach links nehmen! Am Keltenwall geht es dann vorbei und nach einem Bogen bergab. Blätter liegen auf dem steinigen Weg und wir müssen aufpassen, es ist ein wenig rutschig. Kurz vor der Bronnenmühle stoßen wir auf die Wege W7 und W8 und folgen unserem Weg nach links und dann rechts über die Brücke zum Biergarten “

Biergarten Unter den Linden Rothenburg
Biergarten Unter den Linden

Hier machen wir nach gut 3 Stunden Wanderung unsere verdiente Pause und genießen ein Bier und eine Bratwurst mit Sauerkraut.

Bestellt wird an der Theke, das Bier kann man gleich mitnehmen, die Speisen werden ausgerufen.

Getränkekarte im Biergarten Unter den Linden
Getränkekarte im Biergarten Unter den Linden
Tageskarte
Tageskarte
Die Vesperkarte im Biergarten Unter den Linden
Die Vesperkarte im Biergarten Unter den Linden

Schön gemütlich ist es hier in der Sonne an der Tauber, da hätte ich auch länger sitzen können!

Schön gemütlich sitzt man hier an der Tauber im Biergarten Unter den Linden Rothenburg
Schön gemütlich sitzt man hier an der Tauber im Biergarten

Doch es hilft alles nichts, wir müssen weiter, wir haben noch etwas geplant oben in der Stadt. Steil geht es aufwärts. Oben angekommen führt der Weg außerhalb der Stadtmauer weiter und wir bestaunen jetzt die Türme von näher (keine Sorge, in einem weiteren Beitrag gibt es dazu auch noch mehr).

Am Wärterhäuschen des Burgturms passiert es dann. Vor lauter schnell-schnell verlaufe ich mich. Ich versuche der Karte zu folgen und lese nicht, was in der Wegbeschreibung steht. Und so laufe ich innerhalb der Stadtmauer meinen Weg bis ich links abzweige und zum Startpunkt, dem Marktplatz, gelange. Eigentlich hätte der Weg jedoch nach rechts in Richtung der Burgkapelle geführt und dann noch ein Stück unterhalb der Burgmauer oberhalb des Weinbergs entlang bis zur Eichkkanzel.

Nach Beendigung meiner Komootaufzeichnung

am Marktplatz eile ich zurück zu Nic, die am Burgtor auf mich gewartet hat und bin gerade pünktlich zurück zu unserem nächsten Programmpunkt, der im Rahmen der Rothenburger Wanderwoche (kostenlos für alle) stattfindet:

Fachkundlich Führung am Weinberg mit dem Winzer Johannes Thürauf

Johannes Thürauf, Sohn des Winzers Albert Thürauf, ist selbst Winzer und ein echtes Unikat.

Johannes Thürauf erwartet die Teilnehmer der fachkundlichen Führung am Burgtor
Johannes Thürauf erwartet die Teilnehmer der fachkundlichen Führung am Burgtor

Wir lernen so einiges auf dieser spannenden Führung, die wir gemeinsam mit ca. 40-50 anderen Teilnehmern machen. Früher soll es etwa 1.000.000 Hektar Weinbau gegeben haben, da Wein ein dauerhaft haltbares Getränk war. Heute gibt es nur mehr gute 100.000 Hektar Weinbau in Deutschland.

Da das Trinkwasser früher verkeimt war, wurde viel Wein mit seiner Säure getrunken. Doch der Wein von damals hatte nicht viel mit unserem gemein, außer dass er aus Trauben war. Nur 4-4,5 Vol Prozent hatte dieses Getränk seinerzeit.

Dann kam die Pest und der 30-jährige Krieg. Daraufhin verbreitete sich das Bier aus Klöstern in Fläche.

Langsam gehen wir unseren Weg und machen an einem alten Unterstand kurz Halt.

Eingang zu einem alten Unterstand am Weinberg
Eingang zu einem alten Unterstand am Weinberg

Der wurde genutzt, um das Werkzeug nicht jedes Mal vom Weinberg in den Hof tragen zu müssen, aber auch um Brotzeit zu machen und auch als Unterstand bei schlechten Wetter.

Der Weg in den Weinberg hinein ist zu dieser Jahreszeit wunderschön – bunt leuchten die Weinstöcke und ich kann mich kaum satt sehen!

saftig leuchten die Weinstöcke im Weinberg der Thüraufs in Rothenburg ob der Tauber
saftig leuchten die Weinstöcke im Weinberg der Thüraufs in Rothenburg ob der Tauber

Wunderschön, oder?

Den nächsten Halt machen wir an einer kleinen Wand mit den unterschiedlichen Gesteinen die es gibt. Unter uns befindet sich Quaderkalk, lernen wir. Der bricht sauber im Lot und kann daher nahezu unbearbeitet weiter verwendet werden.

Steine aus allen Zeiten mit Infotafel
Steine aus allen Zeiten mit Infotafel

Wir lernen auch, dass Weinbau zugunsten des Ackerbaus zurück ging: „Wo ein Pflug kann gehen, darf keine Rebe stehen.“

Ca. 1890/1900 wurde der Terrassenanbau aufgegeben und dann die Weinstöcke üblicherweise Schussrichtung angelegt. Das führte aber zu anderen Problemen, nämlich der Erosion. Das den Hang hinabstürzende Wasser nimmt die ganze wertvolle Feinerde mit. Dabei braucht es zur Bildung von 1 mm Feinerde rund 10 Jahre – und bei Starkregen wurden teilweise bis zu 30-40 mm weggeschwemmt!

Der Weinberg hier unterhalb der Rothenburger Stadtmauer wurde erst 2002 wieder in alter Bauweise angelegt und ohne Dünger bewirtschaftet.

Und da der Wein hier als Kulturgut gesehen wird, wird hier auch auf andere Kultur geachtet und Kunst am Wegesrand ausgestellt. So zum Beispiel der Vater Main mit einem Schoppen. Und seine schönste Tochter, die Tauber. Bescheiden sind sie hier nicht, wie wir schmunzelnd feststellen.

Der Vater Main mit Schoppen und Schiff
Der Vater Main mit Schoppen und Schiff
Die schönste Tochter des Mains, die Tauber
Die schönste Tochter des Mains, die Tauber

Dadurch, dass nicht gedüngt wird, sind die Trauben hier etwas kleiner. Trotzdem gibt es einen teilweise einen höherer Ertrag als bei Düngung, was darauf zurückgeführt wird, dass bei Düngung der Stickstoff Trauben zwar wachsen lässt, die sich aber gegenseitig zerquetschen. Der Großteil der Trauben wird von den Thüraufs und Helfern noch von Hand gelesen. Die Klimaerwärmung wird für ihn zu einem merkbaren Problem, die Weine werden zu schwer, bekommen zu viel Zucker und damit auch einen sehr hohen Alkoholgehalt.

Der Weg durch den Weinberg dient auch als Weinlehrpfad, sowohl die verschiendenen Sorten sind ausgezeichnet als auch die verschiedenen Arten, wie man Wein ziehen kann (bzw. früher gezogen wurde):

Information zum Weinanbau
Information zum Weinanbau

Entlang des Weges stehen 170 Rebsorten, jeweils ein Rebstock einer Sorte und aus diesen wird ein Rotling gemacht, der „Alte Satz“. Den werden wir übrigens am Abend auch noch in dem zugehörigen Restaurants Glocke bestellen. Schmeckt gar ned mal schlecht :)

Wir erfahren noch, dass die Züchtung einer Weinsorte geschlagene 65 Jahre dauert. Ob es wohl daran liegt, dass so viele Winzer Familienbetriebe sind?

Aus dem Publikum wird gefragt, was es eigentlich kostet, so einen Hektar Weinberg anzulegen? Und wir lernen, dass man dafür etwas 25.-30.000 EUR in die Hand nehmen muss. Also nur für die Pflanzen und das Material.

Johannes Thürauf in seinem Weinberg bei seinen spannenden Ausführungen
Johannes Thürauf in seinem Weinberg bei seinen spannenden Ausführungen

Die Rothenburger Wanderwochen finden übrigens zweimal im Jahr statt, im Frühjahr als Frühjahrswanderwoche und im Herbst entsprechend als Herbstwanderwoche. 2020 dann vom 28.03. bis zum 05.04. und vom 10.10. bis 18.10.2020!

Ihr wollt schneller und „live“ bei meinen Reisen dabei sein? Dann folgt mir doch bei Instagram und/oder Twitter. Auf Instagram sogar oft tatsächlich live mit den Instastories. Meist abends gibt es auf der Facebookseite des Reiseblogs dann auch eine kurze Zusammenfassung der Tage auf Reisen mit den Bildern vom Smartphone. Auch hier freue ich mich immer auf neue „Gefällt mir“ – und mir helft ihr damit auch! Und das eine oder andere Bild soll es auch bei Pinterest von mir geben. Dorthin dürft ihr natürlich die Bilder auch gerne pinnen!

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Hinweis: Alle Bilder sind, trotz dass sie noch recht groß sind, einigermaßen für das Web optimiert und damit spätestens auf einem Retinadisplay nicht mehr 100 % scharf. Das nehme ich bewusst in Kauf. Die Originale habe ich natürlich trotzdem- Falls ein Partner bedarf haben sollte, können wir uns gerne austauschen, wie wir ins Geschäft kommen!

Offenlegung
Zu der Genussreise nach Rothenburg ob der Tauber wurden wir vom Rothenburg Tourismus Service eingeladen. Die großzügige Einladung umfasste die beiden Übernachtungen mit Frühstück für Nic und mich im Hotel Sonne, ein Abendessen dort inklusive der Getränke, eines im Hotel und Weingut Glocke sowie die Tickets für eine Nachtwächterführung, den Rathausturm und das Kriminalmuseum.

Vorgaben, dass, wann und was ich schreiben soll, wurden keine gemacht – was man an dem sehr späten Beitrag merken kann!

Unser ganz besonders herzlicher Dank gebührt hier Robert Nehr für die Planung, die unkomplizierte Kooperation und vor allem auch den besonders schönen gemeinsamen Freitagabend! Danke von uns beiden!


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Wir waren im Hotel Sonne untergebracht, das hat uns gut gefallen und das Essen ist fantastisch lecker! Das Hotel Sonne kannst Du hier buchen!




2 Kommentare zu “Rothenburg ob der Tauber: Auch zum Wandern eine gute Wahl!

  1. Christian Lutze

    Rothenburg ob der Tauber: Auch zum Wandern eine gute Wahl!

    Das Rathaus alleine ist schon einen zweiten Blick wert, aber auch Rathausturm lädt zu einem Rundumblick über die Stadt ein, doch dazu mehr in einem weiteren Beitrag über Rothenburg ob der Tauber.

  2. Pingback: Rothenburg ob der Tauber: Ein Genusswochenende in der Stadt der Türme

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