Hauptstädte der Ostsee: Tallinn – ich hätte länger bleiben sollen

Tallinn am Horizont...

Schon auf den ersten Blick begeistert Tallinn! Mittags komme ich an, von Helsinki (meine Erfahrungen in Helsinki)  mit der M/S Superstar (mein Bericht zur M/S Superstar, siehe unten), und ich bin auf den ersten Blick fasziniert von all den Türmchen, die sich da zeigen.

Nach dem Einchecken im Hotel (mein Erfahrungsbericht zum Tallink Spa & Conference Hotel Tallinn), ziehe ich daher schnell los, einen ersten Eindruck von der Stadt zu bekommen.

Vorbei an der Büros von Tallink Silja

Bürogebäude von Tallink Silja in Tallinn

Bürogebäude von Tallink Silja in Tallinn

zieht es mich auf den ersten Hügel, zu einem der Stadttore von Tallinn.

Grosse Strandpforte Tallinn

Grosse Strandpforte

Die grosse Strandpforte wurde gebaut, um die Stadt Tallinn vor Angriffen von der See zu schützen. Direkt dahinter beginnt die Pikk, eine Strasse, die sich durch die Altstadt von Tallin zieht und in der ein schönes Haus nach dem anderen steht. Das zeige ich Dir in einer kleinen Galerie, einfach drauf klicken zum Vergrößern. Der „zurück“ Button bringt dich dann wieder zurück.

Lange halte ich hier vor dieser Haustüre an und genieße fasziniert den Anblick.

Ein unglaublich schönes grünes Tor in Tallinn

Fantastisch, oder?

Dann biege ich links ab und gelange auf den Marktplatz von Tallinn. Hier finden sich zahlreiche Lokale, vom Irish Pub über Italiener zu Indern. Und das Rathaus 😉

Das Rathaus von Tallinn

Das Rathaus von Tallinn

Dann packt mich aber wirklich der Hunger und ich kehre im Peppersack Restaurant Tallinn ein, über das ich drüben im Testblog berichte. Dort einen eher mittelprächtigen Burger verdrückt, gehe ich müde und platt von all den Eindrücken zurück ins Spa & Conference Hotel und schlafe tief und fest. Einen ersten Eindruck habe ich von Tallinn schon gewonnen mit dem Spaziergang, und mein Plan hat sich gefestigt für den nächsten Tag: Es wird eine Tour mit den Hopp on, hopp off Bussen, wie ich es auch schon in Helsinki und zuvor in Stockholm gemacht habe.

Morgens nach einem ausgiebigen Frühstück

Frühstücksteller vom Bufett mit Pancakes mit Erdbeersosse, Ei und Speck im Talloink Spa & Conference Hotel Tallinn

Frühstücksteller vom Bufett

geht es los in Richtung des Startplatzes aller drei Touren, die hier angeboten werden. Am Viru Square wird es los gehen. Die Karte für die roten Busse kostet 19 EUR für 24 Stunden, 23 EUR für 48 Stunden. Da ich noch eine Nacht länger bleibe und auch erst abends fahre, nehme ich die Karte für 48 Stunden.

Es ist noch etwas Zeit, und so gehe ich noch ein paar Schritte in Richtung der Altstadt spazieren. Und da sind schon wieder Türme. Ich habe, glaube ich, noch nie so viele Türme und Türmchen gesehen, wie in Tallinn.

Türme über Türme in Tallinn

Türme über Türme in Tallinn

Und dann stehe ich auf einmal vor einem Tier. Vor einem Steakhouse. ich muss eine Weile warten, er ist sehr beliebt hier 😉

Das Vieh auf der Bank in Tallinn vor einem Steakhouse

Das Vieh auf der Bank

Dann aber schnell zurück zum Bus, meine erste Tour startet.

Abfahrtsplan der Red Busses am VaruViru Square Tallinn

Abfahrtsplan der Red Busses am VaruViru Square Tallinn

Hier nehme ich erst einmal die „Rote Linie“, die rund eine Stunde durch Tallinn fährt und dabei einen Überblick über die Geschichte und Entwicklung Tallinns gibt. Sowohl das historische Zentrum wird gezeigt, als auch die neueren Ecken, der Hafen und der älteste Vorort von Tallinn, Kalamaja. Nach dieser Rundfahrt steige ich um in die blaue Linie, die durch historischen Vororte Tallinns fährt und dabei beim estnischen Freiluftmuseum vorbei kommt. Ich steige „kurz“ aus, löse ein Ticket für 7,00 EUR und sage noch, dass ich zur nächsten Busabfahrt in einer Stunde wieder da bin. Da irre ich mich dann sehr. Wieder Erwarten ist das Estnische Freiluftmuseum so spannend, dass ich drei Stunden bleibe. Und daher gibt es einen eigenen Beitrag über das Estnische Freiluftmuseum in den nächsten Tagen, auch wenn ich nicht weiss, ob Bilder die Gefühle transportieren können, die die Eindrücke dort bei mir hervorgerufen haben. Ein Bild vorneweg:

Eines der Bauernhäuser im Estnischen Freiluftmuseum bei Tallinn

Eines der Bauernhäuser im Estnischen Freiluftmuseum bei Tallinn

Nachdem ich mich dort dann am Ende auch noch gestärkt habe, schaffe ich es gerade noch so, den Bus zu erreichen.

Die grüne Tour hebe ich mir für den folgenden Tag auf. Abends entschließe ich mich den Burgern in Tallinn doch noch eine Chance zu geben und kehre beim Dereku Burger Tallinn ein, die beste Entscheidung seit langem!


Das war eine Wucht, einer der besten Burger ever!

Am nächsten Morgen checke ich aus und hinterlasse meinen Handgepäckkoffer im Spa & Conference Hotel, um erneut eine Rundfahrt durch und um Tallinn anzutreten, wie angekündigt die grüne Linie der Red Busses. Diese trägt nicht umsonst das „grün“ in ihrem Namen, es geht auf der Tour raus aus Tallinn in Richtung Osten.

Schöne Ansichten auf der Grünen Linie der Red Busses in Tallinn

Schöne Ansichten auf der Grünen Linie der Red Busses in Tallinn

Vorbei an der Schlossanlage von Kadriog, am Sängerfestplatz durch den botanischen Garten zum Teletorn, dem Fernsehturm Tallinns. Auch hier steige ich für eine Stunde aus (dieses Mal wird es wirklich nur eine Stunde sein), und ich gehe dem Riesen entgegen.

Der Fernsehturm (Teletorn) von Tallinn

Der Fernsehturm (Teletorn) von Tallinn

Das Wetter ist bescheiden wie Du siehst. Doch ich lasse mich nicht abhalten, ich will nach oben. Nach oben, den Wolken entgegen, den Ausblick wagen.

Zum ersten Mal denke ich hier an meinen Presseausweis auf dieser Reise – und werde gleich positiv überrascht. Für die Presse ist der Eintritt kostenlos, es gibt ein offizielles Presseticket, auch ohne Anmeldung.

Der Aufzug bringt mich in Windeseile nach oben, wo ich mich überrascht umschaue.

Es gibt viel zu lernen hier auf dem Teletorn Tallinn

Es gibt viel zu lernen hier auf dem Teletorn Tallinn

Hier ist Weiterbildung angesagt. Und der eine oder die andere mich Höhenangst sollte vorsichtig schauen, wo der Schritt hinführt. Denn es kann schon erschrecken an manchen Stellen…

Weit geht es runter hier auf dem Teletorn, dem Fernsehturm Talinns

Weit geht es runter hier…

Ich orientiere mich, dachte ich doch gelesen zu haben, dass man dort auch raus kann, wie in meiner Heimat Stuttgart (jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe, ist der Fernsehturm in Stuttgart glücklicherweise auch wieder geöffnet). Und tatsächlich, durch das Restaurant geht es hinaus ins Freie. Doch das Wetter macht mir einen Strich durch die Rechnung, wie ich es schon unten befürchtet hatte. Es ist windig, doch der Wind schafft es nicht, die Wolken zu vertreiben. Mit viel Mühe erkenne ich das Meer, doch der Hafen ist höchstens zu erahnen.

Der Ausblick bei schlechten Wetter vom Teletorn Tallinn

Der Ausblick bei schlechten Wetter vom Teletorn Tallinn

Dann eben schnell rein, ein Bier trinken. Gerade einmal 3,50 EUR kostet mich das hier. Und es hat WLAN auf dem gesamten Turm.

Schick ist das Restaurant im Teletorn eingedeckt, es wird eine Gesellschaft erwartet, erfahre ich.

Eingedeckte Tische im Restaurant im Teletorn Tallinn

Eingedeckte Tische

Dann heißt es auch wieder Abschied nehmen. Unten noch schnell durch die Ausstellung im Gang, einen letzten Blick nach oben werfen (Du siehst da auch die Bullaugen, auf denen ich gestanden bin und runter gesehen habe)

Nahaufnahme vom Kegel des Teletorn Tallinn

Nahaufnahme vom Kegel des Teletorn

und erwische ich auch hier gerade noch so den Bus, der mich als nächstes zum Nonnenkloster von Pirita (Pirita kloostri),

Schild am Eingang des Kloster Pirita bei Tallinn auf der grünen Linie der Red Busses

Schild am Eingang des Kloster Pirita

meinem nächsten Ausstieg für eine Stunde bringt.

Und hier passiert es. Das erste Mal seit Tagen, an dem ich zum Barzahlen genötigt werde. Egal wo in Stockholm, Helsinki und Tallinn, an Land oder auf den Schiffen, überall konnte mit Karte gezahlt werden. Hier geht es nach der Devise: „Nur Bares ist wahres“ und ich muss mühsam 2 EUR Kleingeld zusammen kratzen. Klingt vielleicht doof, aber das hat gerade so geklappt, da ich nicht mehr damit gerechnet habe, Bargeld zu benötigen.

Drin im Nonnenkloster von Perita laufe ich an einem Friedhof vorbei auf den imposanten Eingang der Ruine zu,

Impossant, oder? Spitzer Bauteil der Ruine des Kloster Pirita

imposant, oder?

Den Rest des Klosters im Schnelldurchlauf als Bilderstrecke:

Ein Gang in der Ruine des Kloster Pirita

Ein Gang in der Ruine des Klosters Pirita

Ruine des Kloster Pirita von hinten

Ruine des Klosters Pirita von hinten

Weiter auf den Friedhof mit den interessanten Kreuzen, die ich fast spannender finde als das Kloster selbst.

Überblick über einen Teil des Friedhofes im Kloster Pirita

Überblick über einen Teil des Friedhofes im Kloster Pirita

Steinkreuz im Kloster Pirita bei Tallinn

Steinkreuz

Metallkreuz und Steinkreuz auf dem Friedhof im Kloster Pirita bei Tallinn

Metallkreuz und Steinkreuz

Ein Blick auf die Uhr sagt mir, ich habe noch Zeit für einen kurzen Spaziergang, bis mich der nächste Bus der Grünen Linie einsammelt. Und so laufe ich am Jachthafen von Tallinn vorbei und staune, was hier wenig später an der Strasse alles so herum steht.

Hauptstaedte-der-Ostsee_Tallinn_17

Da muss ich doch näher ran.

Hauptstaedte-der-Ostsee_Tallinn_16

Dann eile ich zurück und ab in den Bus, ich muss ja noch mein Gepäck aus dem Hotel holen, um mein Schiff, die M/S Romantika, die mich um 18 Uhr von Tallinn zurück nach Stockholm bringen soll, erwischen. Unterwegs sehe ich noch den Ballon, den man besteigen kann, im Hafen von Tallinn.

Jachtclub von Tallinn

Jachtclub von Tallinn

Dann bin ich auch schon am Terminal.

Das Terminal von Tallink Silja im Hafenvon Tallinn

Das Terminal von Tallink Silja im Hafen von Tallinn

Das klappt dann auch einwandfrei und ich rechtzeitig an Bord der M/S Romantika, über die ich Dir ebenfalls bald berichte.

M/S Romantika im Hafen von Tallinn beim Beladen vor der Abfahrt nach Stockholm

M/S Romantika im Hafen von Tallinn beim Beladen vor der Abfahrt nach Stockholm

Offenlegung: Die Reederei Tallink Silja hat mich zu einigen Kreuzfahrten auf der Ostsee eingeladen. Die Einladung, also der von der Reederei bzw. deren Agentur übernommene Teil umfasste alle Schiffsfahrten zwischen Stockholm – Helsinki – Tallin und Riga. Dabei wurde ich in einer Kabine untergebracht und das Essen an Board sowie teilweise auch Getränke bzw. Getränkegutscheine wurden übernommen. Ebenfalls übernommen wurden die Nächte in Tallinn und Riga, dort hat die Reederei jeweils ein Hotel. Selbst gezahlt habe ich die Anreise (Zug nach Frankfurt und Flüge nach Stockholm und alles zurück) sowie die Übernachtungen in Stockholm und Helsinki.
Ihr wollt schneller und „live“ bei meinen Reisen dabei sein? Dann folgt mir doch bei Instagram und/oder Twitter. Meist abends gibt es auf der Facebookseite des Reiseblogs dann auch eine kurze Zusammenfassung der Tage auf Reisen mit den Bildern vom Smartphone. Ab und an nehme ich euch auch auf Snapchat unter hubertmayer mit 😉 Auch hier freue ich mich immer auf neue „Gefällt mir“ – und mir helft ihr damit auch!

Schon im Juli waren Monika und Petar ebenfalls in Tallinn – schaut mal dort vorbei!


Anzeigen:
Buchen kannst Du mit einer kleinen Provision für mich, ohne Mehrkosten für Dich, bei Tallink Silja hier


Veröffentlicht von Hubert Mayer

Jahrgang 73, Blogger, Netzwerker, LL.B, Versicherungsbetriebswirt (DVA), stark ehrenamtlich in Stuttgart engagiert, Onlinejunkie. Du findest mich auch auf Twitter, Twitter, Facebook, Facebookseite des Travellerblogs, Google+ Wer mich und meine Bloggerei unterstützen möchte: Mein Amazon Wunschzettel ist lang

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: