Saar-Hunsrücksteig Etappe 21: Von Kastellaun zur Schmausemühle

Ein Stück der Verlängerung des Saar-Hunsrück-Steigs, 21. Etappe

Nachdem ich Dir ja schon über meine erste Nacht in Kastellaun im Hotel Badische Kellerey berichtet habe, zeige ich Dir heute meinen Erfahrungsbericht zur ersten Wanderetappe, die Etappe 21 des Saar-Hunsrück-Steigs, die in Kastellaun auf dem Marktplatz startet.

Auf dem Weg vom Hotel zum Marktplatz komme ich an diesem Kleinod

Altes Stadttor (Restaurant) in Kastellaun

Altes Stadttor (Restaurant) in Kastellaun

vorbei, das mir gut gefällt. Irgendwann muss ich eh mal Anja von Gehaichnis besuchen kommen und mir von ihr ihren Heimatort zeigen lassen.

Der Marktplatz ist nicht weit vom Hotel entfernt und ich finde sofort die erste Ausschilderung des Saar-Hunsrück-Steigs.

Start des Saar-Hunsrück-Steigs am Marktplatz Kastellaun

Start am Marktplatz Kastellaun

Das wird mir noch mehrfach auffallen, die Ausschilderung des Saar-Hunsrück-Steigs ist wirklich vorzüglich und weisst in beide Richtungen! Allerdings muss man aufmerksam durch die Gegend gehen. Denn wer zu sehr im Gespräch vertieft ist, übersieht schnell mal einen der Hinweise,

Gut ausgeschildert mit Hinweispfeilen, wenn man wo abbiegen muss ist der Saar-Hunsrück-Steig

Gut ausgeschildert mit Hinweispfeilen, wenn man wo abbiegen muss

die alle paar meter kommen. Der Vorteil dieser häufigen Beschilderung ist aber, dass man schnell merkt, wenn man vom Wege abgekommen ist (was mir einmal passierte).

Vom Marktplatz führt der Weg erst einmal in Richtung der Burg von Kastellaun, also genauer: Der Ruine.

Burgruine der Grafen von Sponheim in Kastellaun als Beginn der etappe 21 des Saar-Hunsrück-Steigs

Burgruine der Grafen von Sponheim

Auf der Burg kannst Du, wenn Du magst, das Museum besichtigen, in dem es um Kelten, Römer, Ritter und den zweiten Weltkrieg geht. Ich wollte an dem Morgen aber voran kommen und bin daher schnell weiter gezogen, natürlich nicht, ohne kurz für Dich zu prüfen, ob die Toilette offen ist. Und das war sie 😉

Hinter der Burg geht es bergab. Alles ist schön grün und nach ein paar hundert Metern komme ich an einem See vorbei, an dem Enten faul in der Sonne liegen. Kurz darauf verlasse ich Kastellaun auf dem Saar-Hunsrück-Steig und es geht unter der Autobahn (Bundesstrasse, danke an Anja für den Hinweis!) durch. Wenige Meter später wird es ruhiger, die Geräusche des Alltags verschwinden.

Nach ca. 2 km kommt kurzes schattiges Stück, dann raus am Feldrand entlang, hier ist es noch schattig, das Gras ist zu dieser Zeit noch feucht.

Schnell geht es in offene Sonne über das Feld, ein Hase hoppelt kurz vor mir her. Da hätte ich mal schneller reagieren sollen und ein Bild schießen.

Im Zickzack geht es weiter, immer wieder bietet sich ein schöner Ausblick.

Ausblick auf dem Saar-Hunsrück-Steig

Ausblick auf dem Saar-Hunsrück-Steig

Kurz darauf geht durch eine kleine Ortschaft, die ihr hier seht, aber nur wenige Meter, dann führt der Saar-Hunsrück-Steig kurz an der Strasse entlang. Ich stosse dabei auf einen offenbar eigens für die Verlängerung des Saar-Hunsrück-Steigs angelegten Weg, der ein Stück oberhalb der Strasse parallel zu dieser führt.

Frisch angelegter Weg auf der Verlängerung des Saar-Hunsrück-Steigs

Frisch angelegter Weg auf der Verlängerung des Saar-Hunsrück-Steigs

Doch dann geht es schon wieder weg von Strasse und bergab in die Natur.

Wiesenwege und...

Wiesenwege und…

von da weiter in den Wald.

Waldweg auf der Verlängerung des Saar-Hunsrück-Steigs

Waldwege…

Nach einer knappen Stunde mit Fotopausen und Notizen erreiche ich die Junkers Mühle, noch 12,9 km sind es bis zu meinem Etappenziel, der Schmausemühle. Gegangen bin ich dabei in einem mittleren Tempo.

Junkersmühle bei Kastellaun auf der Verlängerung des Saar-Hunsrück-Steigs

Junkersmühle bei Kastellaun

Nicht wundern, das Bild ist entstanden nachdem ich von hier aus gesehen links hinter der Junkersmühle hervorgekommen bin. Zum Einkehren ist es noch zu früh, also gehe ich direkt weiter.

An dieser Stelle heißt es dann mehrmals „Augen auf“! Nicht links der Forststrasse folgen, sondern direkt darunter dem Weg. Auch dieser geht bergauf.

Achtung, da wo es nun aus Wald raus geht, geht es direkt wieder links runter. Das habe ich verpasst – weil ich begeistert von dem Feld war, in dem viele Mohnblumen waren und ich nur darauf achtete.

Feld mit Mohnblumen auf dem Weg

Feld mit Mohnblumen auf dem Weg

Erst nach einem längeren Stück ohne Hinweis merkte ich das, wobei es mir schnell seltsam vorkam, da bislang alle Meter ein Schild stand. Daraufhin nutzte ich die Alpenverein Aktiv App (Link zum Google Play Store), in der ich die Karten der vier Etappen bereits Zuhause runtergeladen hatte und fand so schnell wieder zurück auf den richtigen Weg. Anschließend kamen dann auch wieder eine Menge Schilder.

Interessant ist aber, dass die drei, die ich am Freitagabend kennenlernen sollte, sich ebenfalls an derselben Stelle verlaufen haben. Vielleicht könnte hier die Beschilderung noch geändert werden.

Die Sonne brennt immer mehr auf mich runter und es ist erst 10.20 Uhr.

Schnell komme ich an einen kleinen See, wo ich mich in die riesige Hängematte lege und fünf Minuten Pause mache.

Der See bei Mannebach

Der See bei Mannebach

Ich faul in der Matte

Ich faul in der Matte

Teil des Mannebächer Energie- und Naturpfades  am Saar-Hunsrück-Steig

Teil des Mannebächer Energie- und Naturpfades am Saar-Hunsrück-Steig

Hier auf dem Erlebnisfeld beginnt der Mannebächer Energie- und Naturpfad, einem interessanten, 3,5 km langen, Rundweg rund um Mannebach, durch das ich auch komme. Mein Weg auf der Verlängerung des Saar-Hunsrück-Steigs führt dabei auch ein Stück den Energie- und Naturpfad entlang.

Schade ist nur, dass ich noch viel zu früh dran bin, um im Hunsrücker Hexenhaus einzukehren, das öffnet jedoch erst Mittwoch bis Samstag ab 14 Uhr, Sonntag und Feiertag ab 12 Uhr 🙁

Hunsrücker Hexenhaus in Mannebach auf der Verlängerung des Saar-Hunsrück-Steigs

Hunsrücker Hexenhaus in Mannebach

Oberhalb von Mannebach habe ich einen weiten Ausblick, der leider von der Vielzahl der Windräder ein wenig getrübt wird. Es geht über Felder und ich gehe fast ein. Tatsächlich habe ich aber auch einige sehr heiße Tage erwischt, und diese erste Etappe der Verlängerung des Saar-Hunsrücksteigs geht öfter mal über ein Feld.

Weiter oben komme ich an zwei auffällige Bäume, dem sogenannten „Zwillingsbaum„.

Der Zwillingsbaum bei Mannebach auf dem Saar-Hunsrück-Steig

Der Zwillingsbaum bei Mannebach

Von hier geht es weiter über das Feld, an verschiedenen Windrädern vorbei. Hier sieht man erst einmal, wie mächtig diese sind.

Windräder, die ein wenig den schönen Hunsrück verschandeln.

Windräder, die ein wenig den schönen Hunsrück verschandeln.

Bald komme ich an eine Schutzhütte,

Schutzhütte am Rande der Etappe 21 des Saar-Hunsrück-Steigs

Schutzhütte am Rande der Etappe 21 des Saar-Hunsrück-Steigs

dahinter geht der Weg nach links weiter. Auch hier sieht das folgende Stück nach einem extra für die Verlängerung des Saar-Hunsrück-Steigs geschaffenen Wegstück aus.

Bei ca. km 11  gibt es eine tolle Aussicht und zwei Bänke, um diese auch zu genießen,

Ein guter Ort, um eine kurze Pause einzulegen

Ein guter Ort, um eine kurze Pause einzulegen

ca. 1 min weiter eine weitere Bank im Schatten (ich war hier um 11.30 Uhr).

15 min später erreiche ich den Wanderparkplatz, ab hier dünkt mir, ist es vorbei mit der Ruhe. Doch es geht auf dem Steig nicht in die Klamm,

Eingang in das Baybachtal beim Saar-Hunsrück-Steig

Eingang in das Baybachtal

sondern immer oben lang.

Blick ins Tal

Blick ins Tal

Erst ca. 2,7 km vor Schmausemühle geht es bergab. Der normale Weg geht wohl anders rum, immer wieder kommen mir Menschen entgegen. dafür sind die Wege hier sehr schön:

Ein Stück der Verlängerung des Saar-Hunsrück-Steigs, 21. Etappe

Ein Stück der Verlängerung des Saar-Hunsrück-Steigs, 21. Etappe

Hier rund um das Tal und später weiter unten fallen mir immer Tafeln auf, die auf Rettungspunkte hinweisen. Eine gute Idee, wie ich finde!

Hinweistafel auf Rettungspunkt

Hinweistafel auf Rettungspunkt

Anschließend ging es bergab und unten gemütlich im Tal lang, auch hier wieder auf sehr schönen Wegen!

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Steile Stücke waren gut mit Seilen gesichert

Steile Stücke waren gut mit Seilen gesichert

Kurz vor meinem Etappenziel, der Schmausemühle, stosse ich dann doch noch auf Wandergruppen, da war es mit der Ruhe vorbei, die ich bis dahin genießen konnte auf dem Saar-Hunsrück-Steig!

Wandergruppe ahead...

Wandergruppe ahead…

Kurz darauf erreiche ich die Schmausemühle, über die ich Dir in den nächsten Tagen noch berichten werde.

Eigentlich soll der Checkin erst ab 15 Uhr möglich sein, ich bekomme um 13 Uhr dennoch schon mein Zimmer. Ich sitze den ganzen Tag noch draussen, lasse den Tag rekapitulieren, genieße wechselweise Sonne und Schatten und trinke gemütlich was.

Es herrscht gefühlt ein wenig Chaos, da wir dieses hervorragende Wetter und auch noch Feiertag haben. Hier in der Schmausemühle ist an solchen Tagen eine Reservierung sinnvoll, sowohl mittags als auch abends!

Fazit zur 21. Etappe des Saar-Hunsrück-Steigs

Ob das die schönste Etappe des Saar-Hunsrück-Steigs ist? Nein, das wird wohl keiner behaupten. Für den Einstieg fand ich sie nett, es gab schöne Aussichten und angenehme Waldwege. Besonders prima ist auf dem Saar-Hunsrück-Steig, dass dieser Orte und Strassen weitgehend meidet.

Die 1. Verlängerungsetappe des Saar-Hunsrück-Steigs von Kastellaun über Mannebach zur Schmausemühle im Baybachtal machte auf alle Fälle Lust auf mehr und darüber werde ich in den nächsten Tagen natürlich weiter berichten. Davor kommt aber noch ein Bericht über die Schmausemühle selbst.

Info: Der Saar-Hunsrück-Steig gehört zu den Top Trails of Germany, ein Zusammenschluss zur Vermarktung von Premium Fernwanderwegen in Deutschland. Letztes Jahr war ich schon auf dem Westerwaldsteig unterwegs, meine gesammelten Erfahrungen könnt ihr hier nachlesen.
Offenlegung für alle vier Etappen: Ich wurde zu den vier Wandertagen vom Saar-Hunsrück-Steig Projektbüro eingeladen. Herzlichen Dank für diese sehr schöne Einladung und tolle Zusammenarbeit! Die Einladung umfasste die Übernachtungen mit Frühstück und Abendessen sowie den Transport von/nach Oppenhausen ins Landhotel Zur Katz und die Versorgung mit Reiseführern, Infomaterial und die gesamte Planung inkl. der Buchung. Wer meint, dass die Einladung meine Meinung beeinflusst, kennt mich schlecht. Die Anfahrt habe ich selbst bezahlt, ebenso wie alle Getränke (bis auf den Abend im Zur Katz: dafür meinen Extra Dank!)
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Für die Wanderung wurde mir vom Einladenden auch Wanderführer zur Verfügung gestellt. Den Die Leporello Wanderkarte Saar-Hunsrück-Steig 2 (GPS-genau. 1:25000) nutzte ich wieder nicht, den Wanderführer Abenteuer Saar-Hunsrück-Steig, Perl bis Boppard / Abzweig Trier schaute ich mir dafür jeden Tag, um vorher zu sehen, was mich erwartet!



Veröffentlicht von Hubert Mayer

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2 Kommentare

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