Lechweg in 8 Etappen wandern: Etappe 2 – von Lech bis Gehren

Sonntag, 24.07.2016: Der Morgen beginnt prima – die Sonne strahlt mit dem blauen Himmel um die Wette, das Frühstück im Hotel Aurora wieder sehr lecker und die erste Etappe des Etappe des Lechwegs gestern, als es vom Formarinsee nach Lech ging, liegt auch nicht schwer in den Füssen. Ich genieße noch einmal das Frühstück, nachdem ich vorher schon gepackt habe und mein Gepäck zur Abholung bereit gestellt habe. Denn das trage ich nicht auf dem Rücken, sondern lasse es bequem mit dem vom Lechweg angebotenen Gepäcktransport nach Gehren zum Gehrnerhof, wo ich heute übernachten werden, transportieren.

Dann schnüre ich meine Wanderstiefel und es geht los. Wenige Meter vom Hotel in den Ort gelaufen, schon lacht mich das weisse „L“ an und zeigt mir den Weg:

Der erste Wegweiser schon nach wenigen Metern

Der erste Wegweiser schon nach wenigen Metern

In einem Bogen nach rechts geht es. Sobald Du genau den Berg, den Du schon von meinem Balkon im Hotel aus gesehen hast, und auf die Pension Georg zuläufst, musst kurz aufpassen, denn hier ist schon der nächste Wegweiser, das es nach links abgeht.

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Und noch ein Wegweiser, schon fast am Ortsrand von Lech

Und noch ein Wegweiser, schon fast am Ortsrand von Lech

Es ist ca. 9.30 Uhr, Sonne und Wolken wechseln sich ab, genauso wie Sonne und Schatten auf dieser zweiten Etappe des Lechwegs, oberhalb von Lech. Ich genieße die Sonnenstrahlen, gehe ein langsames Tempo und genieße das Panorama, das sich mir hier bietet an diesem schönen Morgen.

Panorama des vor mir liegenden Weges, oberhalb von Lech auf dem Lechweg

Panorama des vor mir liegenden Weges, oberhalb von Lech

Wer meine Reise letztes Jahr live auf Snapchat verfolgte, weiss, was mich da immer wieder ein wenig schockt. Kühe. Große Kühe. Mitten auf dem Weg, auf dem ich laufe. Und vor großen Tieren hab ich unheimlichen Respekt, warum auch immer. Ich fühle mich nicht wohl, an solchen Schwergewichten vorbei zulaufen. Doch ich habe ja keine Wahl – und blicke dann aufatmend zurück.

Ein Blick zurück auf eine der Kühe, die ich hinter mir lassen konnte ;)

Ein Blick zurück auf eine der Kühe, die ich hinter mir lassen konnte 😉

Übrigens – die scheissen (‚Schuldigung) auch ganz schön den Weg zu 😉

Doch immer wieder muss ich zurück schauen und den Anblick genießen. Diesen herrlich blauen Himmel mit den schönen Wolken dazwischen, diese Bergwelt, das satte grün…

Toller Blick zurück nach Lech

Toller Blick zurück nach Lech

Auf dem Weg kann man die meiste Zeit gut zu zweit nebeneinander gehen, es geht ein wenig hoch und runter, ohne dass kraftkostende Strecken dabei sind bislang.

Bald komme ich an ein Schild, dass mir mein Zwischenziel Warth in zwei Stunden in Aussicht stellt und ich überquere einen Bach.

Ein Bach rauscht quer über den Weg, doch keine Sorge, es geht gemütlich über eine Brücke

Ein Bach rauscht quer über den Weg, doch keine Sorge, es geht gemütlich über eine Brücke

Der Lechweg bleibt auch hier schön abwechslungsreich in seiner Wegeführung, mal im Schatten, mal geht es durch die pralle Sonne, die zu der noch frühen Stunde jedoch angenehm ist.

Lechweg zwischen Lech und Warth, mal im Schatten..

Lechweg zwischen Lech und Warth, mal im Schatten..

Lechweg zwischen Lech und Warth, mal in der Sonne..

Lechweg zwischen Lech und Warth, mal in der Sonne..

Dann beginnt es abwärts zu gehen, erst breit,

Abwärts in Richtung des Lechs

Abwärts in Richtung des Lechs

dann ein wenig schmaler

Und immer weiter runter...

Und immer weiter runter…

Es ist wieder an der Zeit, ein wenig innezuhalten, den Lech in seiner Farbenpracht zu bewundern,

Ein Blick auf den Lech vom Lechweg zwischen Lech und Warth

Ein Blick auf den Lech

und einfach die gesamte Umgebung bestaunen…

Dann geht es endlich mal ganz runter in Richtung des Lechs, hier sehe ich dann auch zum dritten Mal auf dieser Etappe andere Wanderer.

Abwärts geht's zum Lech, ich bin doch nicht ganz alleine unterwegs

Abwärts geht’s zum Lech, ich bin doch nicht ganz alleine unterwegs

Und einen Moment später bin ich schon unten am Lech, es ist merklich kühler hier in Wassernähe. Doch die Abkühlung tut gut auf dem Lechweg, wer möchte, kann natürlich auch eine Pause einlegen und die Füße ins erfrischende Wasser halten 🙂

Der farbenfrohe Lech und die Brücke, über die der Lechweg gleich führen wird

Der farbenfrohe Lech und die Brücke, über die der Lechweg gleich führen wird

Es ist 11.30 Uhr, ich habe mir sehr viel Zeit gelassen auf dieser Etappe. Oft angehalten, Bilder gemacht, Videosequenzen gedreht (ob ich das wohl je mal schneide??) und einfach die Umgebung genossen. Gerade mal 8 km habe ich hinter mir, doch die Gesamtetappe des Lechwegs heute ist auch kurz, es sind nur etwa 15 km, Halbzeit also. Doch ich habe in Erinnerung, dass es unterwegs, oben in Warth, den Wälder Metzge geben soll. Das treibt mich dann über die Brücke, es geht erst mal für ca. 3 Minuten recht steil aufwärts,

dann geht es nur mehr sanft aufwärt, kaum spürbar, der Anstieg, mitten durch den Wald.

Kurz vor Warth kann ich nicht anders, ich muss nochmal das Panorama aufsaugen. Der Blick geht zurück in das Lechtal in Richtung Lech – und es ist einfach so wunderschön da!

Panorama ins Lechtal in Richtung Lech, kurz vor Warth auf dem Lechweg, zweite Etappe

Panorama ins Lechtal in Richtung Lech, kurz vor Warth

Warth rückt immer näher, bis hier sind es knapp über 30 Minuten seit ich den Lech überquert habe.

Der erste Blick aus der Nähe auf Warth auf dem Lechweg

Der erste Blick aus der Nähe auf Warth

Wenige Minuten noch, dann geht es am Ortsrand in den Ort, und da steht die angekündigte und angepriesene Wälder Metzge.

Wälder Metzge - Imbiss, Metzgerei und Käse.. alles was das Herz begehrt bei einer Wanderung auf dem Lechweg

Wälder Metzge – Imbiss, Metzgerei und Käse.. alles was das Herz begehrt bei einer Wanderung

Ich studiere schnell die Speisekarte,

Speisekarte für den Imbiss Wälder Metzge

Speisekarte für den Imbiss Wälder Metzge

werfe einen Blick hinein,

Imbisstheke im Wälder Metzge

Imbisstheke im Wälder Metzge

und entscheide mich, einen Fleischkäse zu essen, dazu ein Radler. Das ganze dann natürlich schön draussen in der Sonne, zusammen mit anderen Urlaubern, Wanderern, Motorradfahrern und wohl Einheimischen 🙂

Verdiente Mahlzeit, Fleischkäs und Radler

Verdiente Mahlzeit, Fleischkäs und Radler

Rund 20 Minuten Pause gönne ich mir hier, dann muss sich weiter. Die Wetter App sagt, es könne heute noch regnen, auch wenn es gar nicht so aussieht.

Es geht vorbei am wunderschönen Walser Hus, dem ältesten Haus in Warth.

Das älteste Haus von Warth, das Walser Hus, liegt direkt am Lechweg

Das älteste Haus von Warth, das Walser Hus

Es ist nicht weit bis ich am Hotel Werther vorbei komme, dann geht es wieder runter vom Teer auf einen angenehm zu laufenden Weg.

Schön in der Sonne geht es weiter in Richtung Gehren (ok, tatsächlich genau in die falsche Richtung, aber es ist der richtige Weg)

Schön in der Sonne geht es weiter in Richtung Gehren (ok, tatsächlich genau in die falsche Richtung, aber es ist der richtige Weg)

Dann geht es steil abwärts und ich überlege, ob das, was ich gegenüber sehe, wohl mein weiter Teil des Weges auf dem Lechweg ist.

Einigermaßen steil geht es abwärts

Einigermaßen steil geht es abwärts

Und tatsächlich, unten an der Brücke angelangt,

Brücke über den Bach auf dem Lechweg zwischen Warth und Gehren

Brücke über den Bach

geht es wieder rechts den Berg hoch.

Der Weg am Rande des Berges ist herrlich, die Sonne lacht, der Ausblick einfach nur weiterhin toll…

Am Hang entlang geht es nach Gehren zum Gehrnerhof

Am Hang entlang geht es nach Gehren zum Gehrnerhof

Gerade mal 35 Minuten seit ich nach meiner Pause gestartet bin, komme ich schon an meiner Unterkunft für diese Nacht, dem Gehrnerhof, an. Gleich das zweite Haus, das siehst, noch bevor Gehren so richtig beginnt.

Die ersten Häuser, direkt dahinter dann der Gehrnerhof, meine Übernachtungsmöglichkeit auf dem Lechweg

Die ersten Häuser, direkt dahinter dann der Gehrnerhof

Hier werde ich sehr herzlich von Lisbeth Fritz, der Gastgeberin, empfangen. Doch über den Gehrnerhof schreibe ich ein ander Mal. Bald. Versprochen.

Übrigens – um 16 Uhr wird es tatsächlich beginnen zu regnen, erst leicht, nach einer kurzen Pause dann so richtig heftig. Gut, dass ich dann doch flott weiter bin nach dem langen trödeln unterwegs 🙂

Fazit zur zweiten Etappe des Lechwegs von Lech bis Gehren

Eine tolle Etappe mit toller Wegemischung. Mal sonnig, mal im Schatten, mal auf breiteren Wegen, mal auf schmalen. Immer wieder mit einer tollen Aussicht und grandiosen Panorama.

Fakten zur 2. Lechweg Etappe von Lech bis Gehren

Länge: ca. 15 km
Höhenmeter: ↑ 733 m; ↓ 635 m
Dauer: knapp 4 Stunden, gemütlich mit Pausen!

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Offenlegung für alle acht Etappen: Ich wurde zu den acht Wandertagen vom Lechweg in Zusammenarbeit mit den Tourismusorganisationen entlang des Lechwegs (Lech Zürs Tourismus, Warth Schröcken Tourismus, Lechtal Tourismus, Naturparkregion Reutte und Füssen) eingeladen. Herzlichen Dank für diese sehr schöne Einladung und tolle Zusammenarbeit! Die Einladung umfasste die Übernachtungen mit Frühstück und Abendessen sowie den Gepäcktransport. Dazu kam die Versorgung mit Reiseführer, Infomaterial und die gesamte Planung inkl. der Buchung. Wer meint, dass die Einladung meine Meinung beeinflusst, kennt mich schlecht. Die Anfahrt habe ich selbst bezahlt, die Getränke mal selbst, mal war ich eingeladen. Mein besonders herzlicher Dank an dieser Stelle geht an Ramona vom Projektmanagement Lechweg, die die Wanderung für mich geplant hat und es sich nicht nehmen ließ, neben einem ersten Kennenlernen am ersten Morgen auch noch die 7. Etappe bis nach Reutte mitzuwandern. Danke für die tolle Organisation und die sehr, sehr angenehme Gesellschaft!

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Zum Wandern wurde mir dieser Wanderführer mitgegeben: Lechweg Formarinsee – Füssen: Wanderkarte Leporello mit Streckenbeschreibung, Entfernungen, Höhenprofil wetterfest, reißfest, abwischbar, GPS-genau. 1:25000 (Wanderkarte / WK)


Veröffentlicht von Hubert Mayer

Blogger, Netzwerker, LL.B, Versicherungsmensch, ehrenamtlich in Stuttgart engagiert, Onlinejunkie. Du findest mich auch auf Twitter, Twitter, Facebook, Facebookseite des Travellerblogs, Google+ Wer mich und meine Bloggerei unterstützen möchte: Mein Amazon Wunschzettel ist lang

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