Perfekter, gemütlicher Einstieg: Etappe 7 des Westerwaldsteigs – von Nistertal nach Bad Marienberg

„Meinst Du, wir finden den Weg?“ – „Klar, wir haben doch eine Karte, schau mal.“ – „Hmm, ich sehe da wenig vom Weg???“

Nun, so richtig anfreunden konnte ich mich morgens nicht mit dieser Karte. Aber wir waren guter Dinge, dass wir den Weg auch so finden – denn hier habe ich mir dann einfach die GPS Tracks runtergeladen. Unnötigerweise, wie sich bald herausstellen sollte, denn die Wege des Westerwaldsteigs sind optimal ausgeschildert. Die erstgenannte Wanderkarte Leporello Westerwaldsteig (Amazon Partnerlink) blieb daher in der Tasche.

Der Start der Etappe 7 des Westerwaldsteigs: Nistertal

Los ging es für uns am Bahnhof Nistertal, von wo aus ein Zuweg zum Westerwaldsteig führt. Der Bahnhof eignet sich auch zum Anreisen für diejenigen, die hier ihre Etappen beginnen wollen, wie wir. Wir allerdings wurden freundlicherweise von dem Fahrer des Wildpark Hotels Bad Marienberg (mein Hotelbericht) hier abgesetzt.

Bahnhof Nistertal, unser Start der 7 Etappe des Westerwaldsteigs

Bahnhof Nistertal

Während wir noch am Grübeln waren, wo es wohl lang geht, standen wir eigentlich schon vor dem ersten Wegweiser:

Wegweiser: Gelb ausgeschildert sind die Zuwege zum Westerwaldsteig. (grüner Pfeil auf gelben Grund)

Wegweiser: Gelb ausgeschildert sind die Zuwege zum Westerwaldsteig.

Es waren nur wenige Meter, dann hatten wir den Hauptweg des Westerwaldsteigs erreicht – und dann ging es auch schnell raus aus dem Dorf.

Mein Wanderbegleiter auf dem Westerwaldsteig Thorsten bei der Arbeit :)

Mein Wanderbegleiter Thorsten bei der Arbeit 🙂

Apropos Bilder: Ein paar von den Bildern findet ihr ja hier im Blog, ansonsten einfach mal nach dem Hashtag #WWSteig bei Twitter und Instagram suchen. Doch zurück zur Wanderung: Wenige Meter nach dem diesem Bild haben wir dann Nistertal ganz verlassen und überquerten die Bahnlinie, um dann an der Nister entlang zu laufen. Schon auf diesen ersten Metern setzte bei mir eine herrliche Entspannung ein – und die gute Ausschilderung des Wanderweges tat ihr übriges. Die ersten 10 Minuten war, glaube ich, unser Hauptgesprächsthema: „Da ist schon wieder ein Schild.“ „Aber das andere war da erst vor 20 Metern…“.

Die Etappe 7 des Westerwaldsteigs

Kurz vor der Brücke

Brücke, kurz nach Nistertal - der Westerwaldsteig geht hier unten durch...

Brücke, kurz nach Nistertal – der Westerwaldsteig geht hier unten durch…

hab ich dann das erste Mal den regulären Wegweiser des Westerwaldsteigs geknipst: Das grüne „W“ auf weißem Grund, oft mit einem Richtungspfeil ergänzt.

Wegweiser Westerwaldsteig - grünes "W" auf weissem Grund

Wegweiser Westerwaldsteig – grünes „W“ auf weissem Grund

Hinter der Brücke ging es in den Buchenwald, nebenan plätscherte die Nister schön vor sich hin. Ganz gemütlich ließen wir es angehen und hielten oft an, um das eine oder andere Bild zu machen.

Schmunzeln musste ich im nachhinein bei der oben verlinkten Tourenbeschreibung, wo es heißt:

Schemenhaft erspäht man zwischen den Bäumen eine imposante alte Eisenbahnbrücke, hinter der ein schmaler Pfad den steilen Hang hinaufführt.

Warum ich da schmunzeln muss? Sieh selbst:

Die "schemenhafte" Eisenbahnbrücke auf dem Westerwaldsteig

Die „schemenhafte“ Eisenbahnbrücke

Wenn Du genau hin siehst, siehst Du den Weg, den der Westerwaldsteig hier nimmt. Denn der führt direkt unter der Eisenbahnbrücke durch 😉

Den nahmen wir auch artig:

Doch wenigstens stimmt der zweite Satzteil – kurz nach der Brücke (nachdem es kurz bergab ging), geht es kurz recht steil nach links hoch. Die Abzweigung hätten wir dann fast verpasst.

Weiter oben haben wir uns kurz die Zeit genommen (wir hatten es ja auch nicht eilig, die 7. Etappe des Westerwaldsteigs ist eh nur rund 6 km lang), uns diese Eisenbahnbrücke genauer anzuschauen. Den Abstecher kann ich Dir empfehlen, ist sehr nett.

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Weiter geht die 7. Etappe des Westerwaldsteigs durch den Wald – was mit besonders gefallen hat, den so weit es nur möglich war, wurden Strassen gemieden, selbst wenn sie nur wenige Meter weg war.


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Später führte der Weg über Wiesenwege und an Pferden vorbei, die wohl „Blinde Kuh“ spielten 😉

Ob die Blinde Kuh spielen...?

Ob die Blinde Kuh spielen…?

Thorsten war derweil wieder auf der Suche nach dem perfekten Bild. Da geht das Stadtkind auch gerne mal in die vollen und mitten in die hohe Wiesen:

Volle Action für das perfekte Bild von Thorsten auf einer Wiese am Westerwaldsteig:)

Volle Action für das perfekte Bild von Thorsten 🙂

Ein paar Bilder vom Weg hänge ich euch einfach jetzt in eine Galerie, dann könnt ihr die in Ruhe anschauen, wir machen dann danach einfach in Bad Marienberg weiter, einverstanden?

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In Bad Marienberg haben wir dann einen Zwischenstopp im Kurpark am Barfusspfad eingelegt, auch wenn wir den selbst nicht genutzt hatten. Achtzehn Felder mit unterschiedlichen Bodenbelägen gilt es dort zu belaufen und mal wieder mit den Füssen den Untergrund bewusst wahrzunehmen.

Für uns war die große Baumelbank anziehender – da sassen wir einige Minuten und genossen den schönen Kurpark. Einfach mal durchatmen und die Füsse baumeln lassen. Schließlich wollte ich mich in den Tagen aktiv erholen, auch wenn ich natürlich aufgrund meiner Einladung durch den Westerwald Touristik-Service (siehe unten) immer ein wenig mehr darauf geachtet habe unterwegs, was ich fotografiere und worüber ich schreiben könnte. Doch hier im Kurpark Bad Marienberg fiel das Abschalten leicht. Ebenfalls sehr sehenswert: Der Apothekergarten. Auch der ist im Kurpark und dort siehst Du ganz viele Pflanzen, die Du sonst nur dem Namen nach kennst. Alle ausgeschildert und in Themengebieten sortiert. Also Themengebiete, gegen welche Erkrankungen sie helfen.

Apothekergarten im Kurpark Bad Marienberg am Rande der 7. Etappe des Westerwaldsteigs

Apothekergarten im Kurpark Bad Marienberg

Bad Marienberg ist übrigens auch eine sehenswerte Stadt – viele nette Fachwerkhäuser

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und was mich im Westerwald fasziniert hat: Der häufige Einsatz von englischen Telefonzellen für verschiedene Zwecke.

Die erste von mehreren englischen Telefonzellen, die ich im Westerwald sah..

Die erste von mehreren englischen Telefonzellen, die ich im Westerwald sah..

Auf dem Rückweg zum Wildpark Hotel nutzen wir die Gelegenheit, durch den Wildpark zu schlendern. Der lag schließlich direkt auf dem Weg – das Hotel trägt seinen Namen nicht von ungefähr.

Eingang Wildpark von Bad Marienberg her kommend

Eingang Wildpark von Bad Marienberg her kommend

Ganz verwundert hatte uns, dass der Wildpark Bad Marienbad keinerlei Eintritt kostet, man kann da einfach so durch schlendern. Zahlen „muss“ man nur das Futter – wenn man dieses an die Tiere verfüttern möchte. Manche der Tiere sind auch ziemlich verfressen und benehmen sich wie Säue…

Aber da das in ihrer Natur liegt, sei ihnen verziehen 😉

Aber es gibt auch ne Menge anderer Tiere – alles haben wir nicht angeschaut, nur was auf dem Weg lag mit kleinen Abstechern…

Für den schnellen Hunger kehrten wir noch eben in der hinter dem Tierpark gelegenen Steigalm ein – leider gab es aufgrund des Feiertags den von uns ersehnten Burger nicht, und so mussten wir mit Schnitzeln vorlieb nehmen. Allzu begeistert waren wir allerdings nicht – aber das kannst Du hier in meinem Testblog nachlesen, wenn Du magst.

Bevor wir dann ins Hotel einkehrten, nahmen wir einen letzten Miniabstecher – und bestiegen den Hedwigturm. Dort gibt es eine tolle Aussicht über den Westerwald – nur wer unter Höhenangst leidet, der sollte den 17,30 Meter hohen Hedwigturm besser meiden 😉

Auf dem Hedwigturm

Auf dem Hedwigturm

Fazit zur Etappe 7 des Westerwaldsteigs

Ein toller Einstieg mit gerade mal 6 km von Nistertal nach Bad Marienberg. Ein schön abwechslungsreicher Weg vor allem, mal an der Nister lang, mal durch den Wald, aber auch über Wiesen. Für uns war das der perfekte Einstieg in die kommenden Tage. Und mit dem Wildpark am Ende ist die Tour auch für Kinder interessant und machbar (nicht mit Kinderwagen).

Ein Tipp noch am Ende: Wenn Dir die Zeit reicht, dann schau mal in der Brennerei Birkenhof in Nistertal vorbei! Tolle Auswahl und alles zum Verkosten. Ich habe spontan nen Großeinkauf vorgenommen…

Disclosure
Ich wurde vom Westerwald Touristik-Service zum Wandern mehrerer Etappen des Westerwaldsteigs eingeladen. Die Einladung umfasste die Übernachtungen, Frühstück, einmal Vesperpaket sowie Gepäcktransfer und teilweise Personentransfer. Herzlichen Dank für die Einladung! Wer meint, dass das meine Meinung und meine Berichterstattung beeinflusst, dem kann ich nicht helfen. An- und Abreise und sonstige Verpflegung habe ich aus eigener Tasche gezahlt.


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Veröffentlicht von Hubert Mayer

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